Hier mit einem tatsächlich arbeitenden Hund ist es auch so, hier gibt es Tage da findet nichtmal richtiges Gassi statt. In Ermangelung eines Gartens direkt vor der Haustür (also zumindest keinen, den der Hund als Löseplatz akzeptiert) gibt es natürlich entsprechende Löserunden. Aber wenn ich weiss wir gehen auf die Plantage (oder früher als gezieltes Training anstand) geht es morgens auf die kurze Pipirunde, die aber tatsächlich nur wenige Minuten (10-20)dauert. Dann bin ich früher dorthin gefahren wo ich mit ihm trainiert habe (auch dort hat er tatsächlich nur wenige Minuten Zeit um sich vorher nochmal zu lösen). An Tagen an denen keine Arbeit ansteht gibt es auch ausgedehnte Runden, auf denen wird aber tatsächlich nicht bespasst, sondern nur die Sachen trainiert, die ich für einen Spaziergang brauche, also auf dem Weg bleiben, Leinenführigkeit usw. Wenn ich der Meinung bin der Hund hat im Moment wenig richtige Arbeit (ausserhalb der Saison) und auch sonst relativ wenig Input (kommt mit zu Freunden, Übernachtung im Hotel, Stadtbummel in unbekannter Stadt usw), dann gehe ich auch mal gezielt auf eine Wiese usw um ihn dort "zu bespassen", aber meistens arbeiten wir daran, dass er seinen Job immer besser macht. Er ist jetzt 3 und so ganz langsam bin ich mit der Ausbildung für den Job ganz zufrieden und es ist etwas mehr Zeit /Kapazität beim Hund um auch an anderen Dingen zu arbeiten (also grundsätzliche Erziehung fand schon von Anfang an statt, aber gerade auf das Jagdthema hier bezogen sind wir jetzt dran, dass er in immer mehr Situationen ableinbar ist und damit ohne Leine spazieren gehen kann). Die Zeiten an der Schleppleine nehmen inzwischen deutlich ab.
Wenn ein Hund eigentlich eine richtige Aufgabe hat bzw ernsthaft Hundesport betrieben wird sind Gassirunden eher nötig damit der Hund auch mal für sich "rumbummeln" kann und Hundedinge machen kann. Dauerbeschäftigung wäre zumindest hier eine Garantie, dass der Hund mir irgendwann um die Ohren fliegen würde.