Beiträge von Agamo

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    Ich dachte ja immer mir ist die Felllänge des Hundes relativ egal. Jetzt weiss ich, niemals kommt mir was mit längerem Fell (egal ob Trimm, Scher oder einfach so) ins Haus. In 3 Jahren musste ich vielleicht 5 Mal dem Hund den Hintern wischen und dann eher wegen sowas wie Gras hängt noch halb im Hintern oder bei ganz ungeschicktem Durchfall.

    Das passiert bei Freigängerkatzen ja auch sehr oft, dass sie unters Auto kommen. Wenn ich mitkriege wie oft in der WA Gruppe des echt kleinen Dorfes (<1000 Einwohner) ohne extreme Katzendichte gefragt wird wer seine Katze vermisst, weil wieder eine überfahrene Katze gefunden wurde, finde ich das schon erschreckend.

    Also hier war anfangs bei jagdlichen Reizen überhaupt nicht an fressen zu denken. Der Hund hing zwar tatsächlich nie wie von Sinnen bellend in der Leine, aber vor allem bei rennendem Wild (auf sonstige Bewegungsreize wie Radfahrer, Jogger usw reagiert er nie) war er einfach komplett nicht ansprechbar, da hätte ich wohl nur mit massivster Gewalt seine Aufmerksam bekommen. Er stand (später auch sass) einfach extrem zitternd vor Erregung rum und hat das Tier angestarrt. Allerdings kam er recht schnell wieder runter, sobald das Wild ausser Sicht gelaufen war. Um den Stress dann abzubauen wollte er immer irgendwo reinbeissen und weil ich Leine beissen, Stöcke oder gar Steine echt blöd fand dafür, hatte ich eine zeitlang immer ein Stofftier, eine Beisswurst oder ähnliches dabei, da konnte er dann kurz den Stress abbauen (10-20 Sekunden drauf rumkauen, schütteln, damit rumrennen) und war danach erstaunlich ruhig.

    Besser wurde das ganzen als ich gezielt auf wildreichen Wegen geübt habe wo oft Rehe rumstehen und nicht nur vorbeiflitzen und ich auch recht gut erstmal genügend Anstand halten konnte. Dort war er dann immer besser ansprechbar, so dass irgendwann sogar bei fliehendem Wild ein Kommando wie Sitz funktioniert hat. Aber selbst dann war er noch so aufgeregt, dass selbst Wurst noch nicht angenommen wurde in der Situation. Wie hab ich mich gefreut, als er das erste Mal trotz rennender Rehe ein Stück Wurst genommen hat (und auch gefressen), weil es mir gezeigt hat er nimmt das ganze tatsächlich inzwischen deutlich lockerer. Allerdings ist auch in anderen Situationen die sehr aufregend sind bei ihm nicht an fressen zu denken, egal wie hochwertig das Futter ist.

    Wobei ich (also auf meinen Hund bezogen, mag bei anderen Hunden anders aussehen) es deutlich einfacher finde in Bewegung zu bleiben bei "Alltagssituationen" , also den Hund nicht absitzen zu lassen (und schon gar nicht den anderen Hund z. B. anglotzen zu lassen) sondern zügig in entsprechendem Abstand /mit Bogen weiter zu laufen, vor allem bei so etwas wie Hundebegegnungen. Dort ist die Motivation des hinziehens aber auch eine andere hier wie fehlgeleitetes Jagdverhalten. Auf Bewegungsreize wie Radfahrer, Jogger usw wird hier nicht reagiert. Einzig bei wirklichen Wildsichtungen in entsprechender Nähe oder fliehendem Wild darf er vorstehen bzw vorsitzen, weil das für ihn als Vizslamischling deutlich einfacher ist wie sich direkt zu mir umzuorientieren.

    Das wäre dann schonmal eine Erklärung für die aktuelle Situation |), wobei komplett wirkungslos ist es ja noch nicht, aber letztes Jahr hatte ich auch deutlich weniger krabbelnde Zecken am Hund.