Also hier hatte mein Hund ziemlich ähnliche Symptome ausser Gewichtsverlust. Eigentlich nix auffälliges, ausser sein Fressverhalten und das klingt bei euch sehr sehr ähnlich wie bei uns. Als ganz kleiner Welpe hatte er schon in Ungarn so massiv Giardien, dass er fast dran gestorben wäre, keine Ahnung ob das mit den späteren Problemen zusammenhängt, halte ich aber durchaus für möglich.
Er hat immer 1 oder 2 Tage das Futter gerne gefressen, dann stand er lustlos vorm Napf und ist weggegangen, hat mal wenige bissen genommen. Morgens wollte er meist nix, gegen Nachmittag/Abend wurde es besser usw. Allerdings gab es hier eigentlich Barf oder Nassfutter und Trockenfutter nur mal ausnahmsweise unterwegs aus dem Futterbeutel. Auch manche Leckerlis (die er eigentlich toll fand) wurden dann nicht genommen oder wieder ausgespuckt. Eines Tages hatte er dann aber so offensichtliche Schmerzen, dass ich das zum Tierarzt bin (das war dann ja kein "mäkeln" mehr) und dieser hat eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert. Vorher habe ich tatsächlich keinerlei Schmerzen bemerkt bei ihm. Als diese behandelt war, war auch das Mäkeln schlagartig weg, was genau die Ursache war, weiss ich bis heute nicht, vermute aber eine Kombination von verschiedenen Sachen, (unter anderem z. B. Futter aus dem Kühlschrank nicht lange genug draussen stehen gehabt). Daher würde ich in Zukunft bei jedem Hund nochmal genauer schauen ob das Mäkeln nicht doch eine körperliche Ursache hat. Ich dachte zuerst auch das ist einen Phase und er testet aus, ob er so an immer dollere Leckereien kommt, dann war es mal wieder etwas besser, dann war er extrem mäkelig, er hatte aber wohl einfach immer nach dem Fressen Magenschmerzen und das entsprechende Futter damit verbunden und gemieden.
Inzwischen verträgt er wieder alles, ich kann kunterbunt durcheinander füttern, aber sobald es die kleinsten Anzeichen von Fressunlust gibt (für die es keinen eindeutigen anderen Anlass gibt) bekommt er ein paar Tage Ulmenrindenschleim, damit sich da gar nicht wieder ein richtiges Problem entwickelt (war in den letzten 2 Jahren 2 oder 3 mal nötig), vielleicht ist das etwas übertrieben, da Ulmenrinde aber nicht schadet, bin ich da lieber vorsichtig und er bekommt "Magenschutz".
Die Aussage ein gesunder Hund verhungert nicht vorm vollen Napf mag wohl stimmen, aber ein Hund der dann "verhungert" (bzw massiv abnimmt) ist wohl auch nicht gesund.
Übrigens hat der Hund hier auch seit der Pubertät bis er gut 2 Jahre alt war recht häufig ausgeschachtet, dies führte zum Glück nicht zu Vorhautkatharr und auch unkastriert kommt das heute nur noch alle paar Monate bei sehr grosser Aufregung vor.