Beiträge von Agamo

    Kennt jemand Xeroshoes? Hab gerade Werbung dafür gesehen, und würde gerne mal mehr was Richtung barfuß ausprobieren, mit meinen Hokas hab ich ja doch recht viel Sprengung. Und preislich sind sie noch okay für nen Test. Oder sollte ich lieber erstmal barfuß im Alltag testen, bevor ich das beim Laufen einbinden?

    Ich bin schon ziemlich lange barfuss im Alltag unterwegs gewesen, bevor ich mich ans Laufen getraut habe. Unabhängig von Sehnen und Muskulatur die sich an barfuss gewöhnen müssen war das für meine Fußsohlen eine echte Herausforderung je nach Untergrund. Auch heute noch bin ich barfuss langsamer unterwegs (beim Laufen) wie in Schuhen.

    Barfussschuhe würde ich auch erst im Alltag tragen, um den Bewegungsapperat schon etwas dran zu gewöhnen, bevor ich die zum Laufen anziehe und tatsächlich auch möglichst viel barfuss unterwegs sein, damit sich der Körper auf den etwas geänderten Bewegungsablauf einstellen kann, das Risiko ist wohl recht hoch, dass man sich sonst Probleme einhandelt beim Joggen. Durch Barfussschuhe sind die Fußsohlen geschützt, aber es gibt keine Dämpfung und Unterstützung, passt man da seinen Laufstil nicht an, kann das je nach Stil ganz schön auf die Gelenke durchschlagen. Auch wenn der Lauf zu lange dauert und die Muskulatur nicht mehr mitmacht kann das dann unschön für die Gelenke werden. Sehnen brauchen auch nochmal deutlich länger wie Muskeln um sich anzupassen.

    Ich würde das ganze recht langsam angehen und tatsächlich auch oft barfuss gehen, damit sich der Körper richtig anpassen kann.

    Agamo

    Danke für die ausführliche Beschreibung. Eines habe ich vergessen zu fragen. Wie wurde es endgültig diagnostiziert? Magenspiegelung, Blut, etc.?

    Hier wurde Ultraschall des Magens gemacht, die Magensäureblocker gab es nur kurz, glaube 3 Tage. Der TA meinte sie sollten sofort einen deutlichen Effekt haben, ansonsten hätte es wohl eine andere Therapie gegeben. (Kann mich so genau aber nicht mehr erinnern, ist schon 2 Jahre her). Aber wirklich nach einem Tag ging es dem Hund deutlich besser und die akute Verschlechterung (mit der ich ja erst seine Schmerzen bemerkt habe) war wieder weg. Gab dann aber noch eine ganze Zeit Schonkost und wir haben nur sehr langsam auf sein gewohntes Futter umgestellt (Knochen hat er lange nicht bekommen, habe dann auch ganz langsam wieder mit Hühnerhälsen angefangen und hätte sich herausgestellt, dass er barfen gar nicht mehr verträgt, wäre ich umgestiegen auf anderes Futter) und noch relativ lange gab es Ulmenrinde vorm Essen.

    Wurde anfangs, bis er dann mit Schmerzen auffällig wurde, was untersucht?

    Nein, ich hab das komplett auf eine "Testphase" in seiner Entwicklung geschoben, kam auch ungefähr zeitgleich mit dem Einsetzen der Pubertät (Vielleicht haben die Hormone da irgendwie beigetragen zu den Magenproblemen? Evtl hat er auch wegen einer läufigen Hündin mal keinen Hunger gehabt, und der leere Magen hat das aber nicht vertragen. Ich vermute ja eine Kombination aus allem möglichen als Auslöser bei uns)

    Hat er Durchfall gehabt, oder im Nachhinein betrachtet, Symptome durchblicken lassen?

    Er hatte überhaupt keine Auffälligkeiten beim Kot. Allerdings hat sich danach der Kotabsatz von 2 - 3 Mal auf 1-2 Mal täglich reduziert. Fand jetzt aber 3 Mal am Tag auch noch nicht so ungewöhnlich.

    Im Nachhinein gab es allerdings tatsächlich einiges, was ich damals aber überhaupt nicht ungewöhnlich fand. Er ist mein erster Hund und aufgefallen ist mir das erst danach, als die Sachen weg waren. Nach dem Essen hat er sich immer eng zusammengerollt hingelegt, jetzt liegt er auch komplett entspannt auf der Seite. "Gebetsstellung" gibt es jetzt nur noch nach langem Ruhen (1 oder 2 Mal am Tag, dann aber auch mit komplettem Räkelprogramm inklusive Katzenbuckel). Damals hat er das häufiger nach dem Aufstehen gemacht (4-5 Mal am Tag) und dann auch nur kurz die Gebetsstellung und nicht weitere Dehnübungen.

    Als es diagnostiziert wurde, wie hat man es behandelt und wie lange?

    Er hat sehr schnell auf Magensäureblocker angeschlagen (war aber nicht Omeprazol, sondern irgendein anderer) Die musste er nur sehr kurz nehmen, dann gab es noch etwas länger Gastrosel. Zu fressen gab es erstmal eine Weile Schonkost und auch Ulmenrinde.

    Du schreibst von Ulmenrindenschleim. Mögen es Hunde? Das mischt man bestimmt unter dem Futter und wenn er es nicht mag, wie beim Leinöl, habe ich schlechte Karten.

    Naja, meiner mag das nicht, soll aber Hunde geben, die das mögen. Man darf das gar nicht zum Futter geben, weil er wohl die Aufnahme verschiedener Nährstoffe hemmt, hier gibt's das ca ne Stunde vorher direkt ins Maul (ich nehme da ein kleines Schnapsglas und "kippe" es dem Hund ins Maul, Kopf etwas hochgehalten bis er schluckt, dann scheint er es auch nichtmal so ekelig zu finden, von alleine geht er aber nicht ran.

    Also hier hatte mein Hund ziemlich ähnliche Symptome ausser Gewichtsverlust. Eigentlich nix auffälliges, ausser sein Fressverhalten und das klingt bei euch sehr sehr ähnlich wie bei uns. Als ganz kleiner Welpe hatte er schon in Ungarn so massiv Giardien, dass er fast dran gestorben wäre, keine Ahnung ob das mit den späteren Problemen zusammenhängt, halte ich aber durchaus für möglich.

    Er hat immer 1 oder 2 Tage das Futter gerne gefressen, dann stand er lustlos vorm Napf und ist weggegangen, hat mal wenige bissen genommen. Morgens wollte er meist nix, gegen Nachmittag/Abend wurde es besser usw. Allerdings gab es hier eigentlich Barf oder Nassfutter und Trockenfutter nur mal ausnahmsweise unterwegs aus dem Futterbeutel. Auch manche Leckerlis (die er eigentlich toll fand) wurden dann nicht genommen oder wieder ausgespuckt. Eines Tages hatte er dann aber so offensichtliche Schmerzen, dass ich das zum Tierarzt bin (das war dann ja kein "mäkeln" mehr) und dieser hat eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert. Vorher habe ich tatsächlich keinerlei Schmerzen bemerkt bei ihm. Als diese behandelt war, war auch das Mäkeln schlagartig weg, was genau die Ursache war, weiss ich bis heute nicht, vermute aber eine Kombination von verschiedenen Sachen, (unter anderem z. B. Futter aus dem Kühlschrank nicht lange genug draussen stehen gehabt). Daher würde ich in Zukunft bei jedem Hund nochmal genauer schauen ob das Mäkeln nicht doch eine körperliche Ursache hat. Ich dachte zuerst auch das ist einen Phase und er testet aus, ob er so an immer dollere Leckereien kommt, dann war es mal wieder etwas besser, dann war er extrem mäkelig, er hatte aber wohl einfach immer nach dem Fressen Magenschmerzen und das entsprechende Futter damit verbunden und gemieden.

    Inzwischen verträgt er wieder alles, ich kann kunterbunt durcheinander füttern, aber sobald es die kleinsten Anzeichen von Fressunlust gibt (für die es keinen eindeutigen anderen Anlass gibt) bekommt er ein paar Tage Ulmenrindenschleim, damit sich da gar nicht wieder ein richtiges Problem entwickelt (war in den letzten 2 Jahren 2 oder 3 mal nötig), vielleicht ist das etwas übertrieben, da Ulmenrinde aber nicht schadet, bin ich da lieber vorsichtig und er bekommt "Magenschutz".

    Die Aussage ein gesunder Hund verhungert nicht vorm vollen Napf mag wohl stimmen, aber ein Hund der dann "verhungert" (bzw massiv abnimmt) ist wohl auch nicht gesund.

    Übrigens hat der Hund hier auch seit der Pubertät bis er gut 2 Jahre alt war recht häufig ausgeschachtet, dies führte zum Glück nicht zu Vorhautkatharr und auch unkastriert kommt das heute nur noch alle paar Monate bei sehr grosser Aufregung vor.

    Wenn du enge, vollkommen wasserdichte Materialien nimmst, schwitzt du so sehr, dass du genauso nass wie ohne Jacke bist.

    Kommt aber auch auf die Außentemperatur und die Aktivität an. Über ca 15° funktionieren bei mir richtig dichte Regenjacken auch nicht mehr. Drunter kann ich damit normales Gassi gehen, solange ich sportlich nicht zu aktiv unterwegs bin und schon alleine deshalb schwitze. Habe aber auch eine recht hochpreisige sehr gute (was Dampfdurchlässigkeit angeht) Regenjacke, die ungefüttert ist. Softshell Jacken sind mir allerdings bei solchen Temperaturen auch noch viel zu warm. Beim normalem Gassi hab ich dann einfach nen Regenschirm dabei und vermeide nach Möglichkeit Platzregen (der Hund findet Wasser eh absolut unnötig und geplantes Gassi bei Regen gibt es höchst selten bei uns). Für richtige Wanderungen bei Regen, wenn ich dann auch Gepäck mit habe nutze ich sehr gerne einen Schirm (den ich am Rucksack befestige und nicht festhalten muss) und einen Regenrock, das ist deutlich luftiger wie ne Regen Hose.


    Eine konkreten Mantelempfehlung kann ich dir leider nicht geben, da ich nur Jacken, Schirm und Regenrock/Hose nutze. Mäntel sind mir bei Outdooraktivitäten zu einschränkend. Für den Alltag habe ich allerdings einen recht hübschen gelben Regenmantel, der den Ölzeug Mänteln nachempfunden ist, da ist aber auch nix mit Atmungsaktivität.

    Entwarnung, bin schon wieder draußen und sitze an der Haltestelle :smile:

    Knie wurde geröngt (ohne dass ich drauf bestehen musste), ist soweit in Ordnung. Kreislauf läuft auch wieder ganz gut.

    Komme mir jetzt etwas hypochondrisch vor, aber da schiebe ich die Verantwortung einfach auf euch. Nein Spaß - wie ich mich kenne, hätte ich mich in zwei Stunden ins Auto gesetzt, weils mich doch besorgt hätte und dann wegen Stress einen Unfall gebaut. Also alles richtig gemacht.

    Ach, so kannst du jetzt ganz beruhigt kühlen, schonen und musst dir keine Gedanken machen, dass da doch mehr futsch ist.

    Danke euch. Hab mich die Treppe wieder runter gequält (war jetzt weniger lustig) und den Rettungswagen gerufen.

    Dachte eben noch, ich schaffs vielleicht selbst da hin, aber der Kreislauf sagt nein.

    Gute Besserung und hoffentlich ist doch nicht allzu viel kaputt. Bin ja auch eher zögerlich mit Arztbesuchen, wenn aber nach so einen Unfall auch der Kreislauf nicht mehr mitmacht ist auf jeden Fall ein Arztbesuch angesagt.

    Drücke dir die Daumen, dass es schnell besser wird und nicht nachhaltig was futsch gegangen ist, Knieprobleme sind absoluter Mist.

    Je nach Unternehmen dürfen Mitarbeiter gar kein Trinkgeld annehmen. Bei einem Kunden von mir werden alle netten Mails, Zettel aus dem "Kummerkasten" in denen Mitarbeiter gelobt werden im Aufenthaltsraum aufgehängt und die Mitarbeiter freuen sich tatsächlich auch über nette Worte (das ist aber auch eine Branche in der Trinkgeld ziemlich unüblich ist).