Beiträge von Agamo

    Ok, das war eine Situation, die wir so tatsächlich noch nie hatten. Bin hier in extrem wildreichem Gebiet unterwegs, manchmal treffen wir bei einem Spaziergang (ne gute Stunde unterwegs) 30 Rehe, aufgeteilt auf mehrere Gruppen. Gestern die Rehe waren aber extrem entspannt, selbst meine Kommandos an den Hund haben sie nicht vertrieben, das ist so normalerweise der späteste Zeitpunkt, bei dem recht nahe Rehe sonst auf und davon sind. Und wenn sich Wild nicht wie Wild verhält, ist es plötzlich nur halb so spannend. Wären die jetzt aufgeschreckt davongerannt, wäre es das wohl gewesen mit seiner Contenance, aber so ist er wirklich richtig ruhig (für seine Verhältnisse) geblieben und ich hätte keine Leine gebraucht. Auch wenn es nicht sichtbar ist auf dem Video, unterm Mantel war ein Geschirr und er angeleint an einer Schlepp, der Hund sass da ca 15m von den Rehen entfernt.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Toll war dann auch der Rückweg, da waren sie immernoch da, wir sind auf dem Weg frontal auf sie zu, sind ca 10m an ihnen vorbeigelaufen und dann noch so im Bogen um sie rum ein Stück, das alles ging an lockerer Leine, der Hund hat zwar auch mal hingeschaut, aber eigentlich waren die Spuren viel spannender und er wollte nur schnüffeln :dizzy_face:, nehme an das waren die Spuren der Rehe. Aber das kenn ich auch von läufigen Hündinnen, da steht die Hündin vor ihm, aber statt am Hintern zu hängen will er sich lieber auf ihre Pipistelle stürzen.

    Ich finde das Verhalten der Hündin jetzt auch nicht so extrem ungewöhnlich. Als unser Hund hier eingezogen ist war er eine echt coole Socke, hat die Bude sofort erkundet und war quasi sofort angekommen. Allerdings hatte er vorher auch nicht wirklich eine richtige Bezugsperson (Tierschutzhund). Hier zuhause in seiner bekannten Umgebung geht er auch mit Bekannten mit, wie es mit Fremden aussieht, und 2 mal kurz sehen würde ich als fremd bezeichnen, kann ich nicht sagen, das kam noch nicht vor. Aber wenn er von Fremden in eine fremde Umgebung gebracht wird, wäre er wohl auch äußerst "verstört" und ich würde ihm auch solche kopflosen Aktionen zutrauen.

    Aber wenn man noch keinen Hund hatte der in solchem Zusammenhang sensibel ist, kann einen das wohl echt so kalt erwischen.

    Naja zur Zeit gebe ich ihr keine magenschoner ! Mir haben sie zweimal das Sucralfat für die kleine mitgegeben ! Anfangs hab ich es ihr und alles war gut !

    Aber ich will ihr diese hämmer nicht dauernd geben der Körper ist eh so klein ..

    Ich würde tatsächlich schauen dass ich einen Haustierartzt dem vertraue finde und dann in Absprache mit diesem evtl in eine Klinik gehe (vor allem wenn dieser nicht alle erforderlichen Untersuchungen durchführen kann). Hier entsteht einfach ein ziemlich chaotischer Eindruck von deinem Vorgehen. Auch zig verschiedene Behandlungsansätze in so kurzer Zeit bringen doch keine Ruhe in den Magen Darm Trakt deines Hundes. Wenn der Arzt ein Medikament verschreibt würde ich das nach seinen Angaben anwenden. Ich verstehe, dass du eventuell Bedenken hast (solche Sachen wie Omeprazol haben definitiv nicht nur Vorteile), aber ich würde die sofort beim Tierarzt ansprechen und nicht danach zuhause eigenmächtig handeln und mich dann wundern warum das alles nicht so richtig funktioniert. Wenn du immer wieder bei einem neuen Arzt aufschlägt fängt der ja auch wieder bei Null an. Klar kannst du ihm Sachen zur Vorgeschichte erzählen, aber einen richtigen Überblick wird er so schwerlich bekommen. Such dir eine Stelle, die dann ordentliche Diagnostik durchführen kann, die dann alle Ergebnisse kennt, wirklich weiss was schon gemacht wurde und systematisch vorgegangen werden kann.

    Wünsche euch viel Glück und dass bald rauskommt, was deinem Hund fehlt.

    Eine Hausleine

    Eine Tränke für unterwegs (keine Ahnung, wie es richtig heißt)

    Einen Anschnallgurt für die Auto Rückbank

    Einen Op Body für die Op :woozy_face:

    Ist zwar etwas OT, aber wenn du deinen Hund an seinem Norwegergeschirr im Auto anschnallen willst, dürfte das bei einem etwas schwereren Unfall dennoch ziemlich übel für den Hund enden. Da braucht es ein geeignetes Geschirr. (Hab ich dich verwechselt oder du nutzt ein passendes Geschirr, vergiss meinen Einwand)

    Hmm schwierig, ich arbeite ja auch oft mit (wirklich langen) Schleppleinen und obwohl der Hund echt schnell ist beim Verhaltensketten bilden, Verknüpfungen herstellen usw würde ich sagen bei seinem Verhalten (was RR und Jagdmotivation angeht) ist das wirklich egal, ob wirklich frei oder Schleppleine dran. Schwer wirklich zu überprüfen, weil ja jede Situation anders ist und dann nicht zu sagen ist, wie hätte er jetzt mit oder ohne Leine reagiert. Aber hier ist das Thema ja auch nicht, dass der RR nicht so richtig doll funktioniert, sondern auch in grosser Ablenkung ist der echt ok, kritisch sind so Sachen bei denen der Jagdtrieb die Sicherungen rausspringen lässt und da bezweifle ich, dass er sich da noch überlegt, ist ne Leine dran oder ab. In Situationen in denen er noch genug Kapazitäten hat zu denken reagiert er meinem Eindruck nach auch noch auf meinen RR. Hier funktioniert die Schlepp echt prima zum Absichern an Tagen, an denen ich auch ohne 100 % beim Hund zu sein durch entsprechendes Gebiet laufen will oder wenn ich merke er kann das gerade nicht leisten. Aber er fängt trotzdem nicht an einen Unterschied zu machen ob er angeleint ist oder nicht. Wenn er erstmal im Tunnel ist würde er immer wieder so reagieren, wohl selbst wenn ich ihn da dann halb totschlage. Das klappt nur, wenn ich dafür sorgen kann, dass er sich zu mir umorientiert, bevor die Sicherungen bei ihm rausfliegen. (Und ob die rausfliegen oder nicht hat hier bei uns mit vielen Faktoren zu tun, aber wohl nicht damit, ob ne Schlepp dran ist oder nicht)

    Erziehung ist für mich nicht identisch mit Kommandos befolgen (wobei ein Hund der Kommandos befolgt dennoch erzogen sein kann), sondern der Hund verhält sich nicht einfach wie er es will, sondern so, damit meine Erwartung wie er sich zu verhalten hat (und die meiner Umwelt) erfüllt werden und das auch ohne unter einem Kommando zu stehen. (Was aber nicht heisst, daß das bei uns immer klappt)

    Ich kenne ein paar wunderbar erzogene Hunde die tatsächlich bis auf einen Rückruf und ein Nein keine Kommandos im Sinne von Sitz, Platz, Fuss können. Aber da traue ich der Hundehalterin auch richtig viel zu, kenne kaum einen Menschen mit soviel "Hundeverstand".