Beiträge von Agamo

    Wobei hier im Dorf (erzkatholisch) vor Jahrzehnten mal auf Karfreitag ein Schwein wegen gebrochenem Bein notgeschlachtet werden musste, der Dorfpfarrer wurde dann dabei ertappt wie er da ein Mettbrot gegessen hat (an KARFREITAG :face_screaming_in_fear:). Darauf angesprochen meinte er nur gelassen Sägespäne sind ja auch kein Holz. Also ob Mett dann überhaupt als rohes Fleisch zählt sei dahingestellt :rolling_on_the_floor_laughing:, aber hier wird das traditionell tatsächlich nicht nur am Tag gegessen, an dem es gewolfte wurde, sondern darf auch 2 oder 3 Tage alt sein (wobei ich bei "industiellem" auch definitiv vorsichtiger bin, da anders hergestellt und das verwendete Fleisch nicht so frisch ist wie bei der traditionellen Mettherstellung).

    Und Chuck Norris war glaub ich noch nicht hier in der Gegend :rolling_on_the_floor_laughing:

    Wenn emotional argumentiert wird, machste eh nix. Dann ist jedes Gespräch hoffnungslos.

    tja Fakten hast du ja nicht

    Das fände ich auch tatsächlich spannend, ich barfe ja auch nicht zu 100%, hier gibt es im Prinzip alles, von Barf über Nassfutter, gekocht, Trockenfutter, Reste vom Menschenessen, sehe das weder beim Hund noch bei mir mit der Ernährung dogmatisch. Ich selbst esse ja auch mal Fastfood, Junk Food, selbst gekocht, Bio, mit Fleisch, ohne Fleisch usw. Und dass da alles seine Vor- und Nachteile hat sehe ich auch ganz klar, aber das so oft angeführte Hygieneproblem beim Barfen finde ich halt leider nicht nachvollziehbar, bzw würden mich ehrlich Fakten dazu interessieren. Weil das nunmal kein anderes "Hygieneproblem" (zum Problem wird es ja erst, wenn man nicht hygienisch arbeitet) darstellt, wie wenn ich für mich mit rohem Fleisch in der Küche hantiere und da ich kein Vegetarier bin kommt das regelmäßig vor.

    Oma hab ich keine mehr und auch Kleinkind gibt es hier nicht, aber selbst wenn hat das ja mit der Erziehung des Hundes zu tun ob der anderen Menschen übers Gesicht leckt (da sind ja Keime vom Futter nicht das alleinige Risiko). Und ja, ich hab auch schon rohes Geflügel gegessen, und ich kaufe auch Fleisch für den Hund nicht nur bei Tierfutterlieferanten, sogar so Zeug wie grüner Pansen gibt es auf Bestellung beim ganz normalen Schlachter.

    Aber du erwartest doch nicht, dass es absolut überall, wo gebarft wird, so läuft, oder?

    Naja von (halbwegs) Erwachsenen Menschen erwarte ich tatsächlich, dass sie so ein grundlegendes Verständnis haben, wie man mit verschiedenen Lebensmitteln umgeht. So wie man eigentlich auch lernen sollte, sich zu waschen, nix gammeliges zu essen usw. Dass sowas tatsächlich nicht funktioniert gibt es ja schon, ist aber dann doch nicht der Normalfall und da stehen ganz andere Probleme dahinter. Wie Hygiene aussieht ist ja je nach Kulturkreis ziemlich verschieden, aber erstaunlicherweise meist den dortigen Gegebenheiten angepasst, weil das ganz essentiell ist um langfristig zu überleben (und ich weiss, dass es für viele Menschen auf der Welt ein Hygieneproblem gibt, weil nichtmal Zugang zu Trinkwasser da ist, aber da ist ja der Mangel an Ressourcen das Problem und nicht die Blödheit der Menschen).

    Also mir selbst ist tatsächlich keine Studie bekannt, die sich damit beschäftigt, dass die Fütterung von rohem Fleisch wirklich einher geht mit vermehrtem Auftreten entsprechender Krankheiten bei den Menschen im Haushalt. Fände ich echt spannend. In meinem Umfeld wurde über 40 Jahre rohes Fleisch und Eier verarbeitet und nur die letzten paar Jahre auch zusätzlich das Zeug für den Hund. Was da der Unterschied sein soll erschließt sich mir nicht.

    Übrigens darf mich mein Hund auch nach dem Fressen abschlecken, ist nach Pansen zwar wirklich ekelig, aber normalerweise findet das zum Glück nicht in meinem Mund statt.

    Ich brauche doch keine Studie, um zu erahnen, dass die Fütterung von Dosenfutter für den Menschen ein geringeres akutes Gesundheitsrisiko bringt als rohes Ei und Hühnerbrust :???:

    Ja ne, halt eben nicht, wir reden jetzt nicht davon, dass du als Mensch das rohe Ei und Hühnerbrust isst, sondern der Hund. Da spielen ja soviele Faktoren drumrum mit rein. Ob ich meinem Hund in der Küche rohes Fleisch portioniere oder mir ist erstmal völlig egal, eventuelle Keime sind dann eh da, deshalb wird das Geschirr/Besteck nach dem Kontakt genauso gereinigt, wie ich das mache, wenn ich für uns Menschen gerade ein Huhn ausgenommen, zerlegt usw habe. Hätte ich hier Kinder, alte Menschen usw hätten die am Napf des Hundes sowenig was zu suchen, wie wenn da Trockenfutter oder Nassfutter drin liegt (und nicht aus hygienischen Gründen, sondern weil der Hund da nicht gestört wird). Aber selbst wenn ein Kind (oder eine andere Person) Kontakt mit rohem Fleisch (oder sonst was eventuell keimbelasteten) hat, fängt es sich ja nicht sofort was ein. Die Frage ist wirklich wie oft kommt sowas vor?

    Oma hab ich keine mehr und auch Kleinkind gibt es hier nicht, aber selbst wenn hat das ja mit der Erziehung des Hundes zu tun ob der anderen Menschen übers Gesicht leckt (da sind ja Keime vom Futter nicht das alleinige Risiko). Und ja, ich hab auch schon rohes Geflügel gegessen, und ich kaufe auch Fleisch für den Hund nicht nur bei Tierfutterlieferanten, sogar so Zeug wie grüner Pansen gibt es auf Bestellung beim ganz normalen Schlachter.

    Ein Haustier bringt nunmal Keime ins Haus, mal mehr oder weniger gefährlich (z. B Katzen, Toxoplasmose und Schwangerschaft) und je nach Risikogruppen die da im Haus leben sollte man sich da sicher Gedanken machen, wie man da Infektionen vermeiden kann, aber

    wenn Menschen so unglaublich empfindlich wären, wären sie schon längst ausgestorben.

    Und stellt euch vor, ich füttere nicht nur meinem Hund rohes Fleisch, sondern esse auch selbst manchmal rohes Fleisch (und ganz schlimm rohe Eier). Wenn man da eine gewisse Grundhygiene einhält ist das tatsächlich möglich ohne sich ne Krankheit einzufangen. (Und ohne besondere Risikogruppen im Haushalt sieht diese Grundhygiene aber nicht so wild aus, ich renne nicht den ganzen Tag mit Desinfektionsmittel rum, das hab ich nichtmal gemacht, als der Hund Giardien mitgebracht hatte.)

    Genau das meinte ich damit, dass Hundehaltung halt im Gegensatz zu Kindern nur ein Hobby sind.

    Und für das Hobby bezahlt jeder Steuern, Versicherung, kurbelt die Wirtschaft durch tierärztliche Versorgung, Futter und sonstige Ausgaben an.

    Für Kinder entscheidet sich jeder persönlich und nicht, weil er unbedingt der Menschheit einen Dienst erweisen möchte und natürlich nur die Rentenkasse im Sinn hat.

    Genau diese Einstellung find ich übrigens furchtbar: Kniet nieder, ich habe mich fortgepflanzt! Wo ist eigentlich die Dankbarkeit und noch mehr Wertschätzung dafür?

    Da brauch man sich wirklich nicht zu wundern, warum manche Eltern ihre Kinder machen lassen, was sie wollen und dafür nicht einmal nur Verständnis, sondern auch noch Beifall erwarten.

    Ach mir geht es dabei null um das Geld, ich rechne nicht damit, daß ich mal von meiner staatlichen Rente leben kann, nur dumm ist es halt wenn keiner mehr da ist der mir im Alter den Hintern abwischen will (und ich selbst habe ganz bewusst aus egoistischen Gründen keine Kinder). Und dass es in der Pflege nicht unbedingt daran mangelt, dass überhaupt Menschen da sind, sondern diese Menschen sich für andere Jobs entscheiden ist mir auch klar, nur ohne genügend junge Menschen die noch anpacken können geht es in ziemlich viele Bereichen bergab. Eine überalterte Gesellschaft ist halt einfach blöd.

    Der Trick bei dem ganzen ist, dass man versucht Kind oder Hund entsprechend zu erziehen, dass man die grosse Mehrheit nicht mehr nervt (allen kann man es eh nie Recht machen), aber normales Verhalten (dem Alter entsprechend) ist nunmal so. Der grosse Unterschied zwischen Hund und Kind ist nunmal, dass Hundehaltung in den allermeisten Fällen ein Hobby ist und man da ganz besonders rücksichtsvoll sein sollte, was aber nicht bedeutet bei Kindern kann man auf Rücksicht verzichten.

    Stimme dir völlig zu, mit der Anmerkung dass die Kinder später mal auch die Rente von allen heute kinderlosen finanzieren werden müssen. Da fehlt mir echt bisschen (sehr) die Wertschätzung, auch denen gegenüber die sich trotzdem noch Kinder "leisten", das ist nämlich für die Eltern auch nicht gratis.

    Sorry, wenn solche Klopper rausgehauen werden wie teilweise im diesem fred hier (nicht von Dir!), geht mir echt die Hutschnur hoch .

    Genau das meinte ich damit, dass Hundehaltung halt im Gegensatz zu Kindern nur ein Hobby sind. Und Kinder sind auch einige Jahre länger in einem Zustand, in dem sie halt altersbedingt nicht unbedingt immer den "erzogendsten" Eindruck machen. Und in der Realität hat es nunmal nicht nur Superhundehalter und Supereltern, aber wenn man sich nur etwas um Rücksichtnahme bemüht, wäre schon viel getan.

    Ein klein wenig OT

    Mit recht jungem Hund der noch gute Zähne hat, hab ich da noch keine Erfahrung, aber legt man bei einer "einfachen" Zahnreinigung mit Zahnsteinentfernung den Hund genauso in Narkose wie wenn dann Zähne wirklich raus müssen? Hätte gedacht das macht dann auch was die Narkose angeht schon einen deutlichen Preisunterschied.

    Rücksicht ist keine Einbahnstraße und vor allem von einer Lehrerin sollte man das erwarten können sorry wenn ich das so sage.

    Spoiler anzeigen

    Naja, denk mal an deine Kindheit zurück, was für eine Bandbreite an Lehrern es da gab und anscheinend hat sich da auch noch nicht soviel getan.

    Irgendwie scheint es in letzter Zeit vermehrt Threads zu geben (kommt mir vielleicht auch nur so vor), bei denen einfach ein wenig Rücksichtnahme auf allen Seiten echt viele Probleme lösen könnte. Leider hilft es oft nicht, wenn nur eine Seite rücksichtsvoll ist.

    Und noch was ganz spannendes, weil es hier so unschön in Richtung Hund vs Kind abdriftet, es gibt dann noch Menschen die der Meinung sind sowohl Hunde als auch (kleine) Kinder gehören an viele öffentliche Orte nicht (und ich meine jetzt nicht sowas wie ein Puff, sondern Restaurant usw), weil sie ja andere Erwachsene stören können. Nehme mal an, das ist eine kleine Minderheit, zeigt aber wie wichtig es ist sich rücksichtsvoll zu verhalten, dass solche Deppen auch in der Minderheit bleiben. Und mit rücksichtsvoll meine ich nicht ich mach mich unsichtbar, sondern man sorgt mit angemessenen Mitteln dafür, dass keiner übermäßig gestört wird. (Wenn ein junger Hund noch nicht doll erzogen ist, ist das ja normal, dass dann auch noch Pannen passieren. Wenn man davon ausgeht der RR sitz doch schon besser und täuscht sich mal, lernt man hoffentlich draus. Ein kleines Kind das an den Süßigkeiten ausrastet und rumbrüllt nervt vielleicht auch alle Beteiligten, aber wird dann wohl auch im Laufe der Zeit besser. Der Trick bei dem ganzen ist, dass man versucht Kind oder Hund entsprechend zu erziehen, dass man die grosse Mehrheit nicht mehr nervt (allen kann man es eh nie Recht machen), aber normales Verhalten (dem Alter entsprechend) ist nunmal so. Der grosse Unterschied zwischen Hund und Kind ist nunmal, dass Hundehaltung in den allermeisten Fällen ein Hobby ist und man da ganz besonders rücksichtsvoll sein sollte, was aber nicht bedeutet bei Kindern kann man auf Rücksicht verzichten.