Unpopuläre Meinung kommt ins Haus:
Ich frag mich bei Vorsorge auch immer, was sinnvoll ist und was nicht.
Jetzt nur Krebs betrachtet.
Also es gibt ja soooo viele Krebsarten. Und manche davon sind echt schnell und fies.
Ich denk immer, wenn an einem Tag nichts gefunden wurde, kann der in der nächsten Woche da sein und hat dann ein Jahr um sich auszutoben.
Das wäre psychologisch für mich einfach schlimm zu denken "ja ich war doch da!" und gebracht hat es dann nichts.
Vorsorgeuntersuchungen können sicher schützen, wenn man Glück hat und zum richtigen Zeitpunkt da ist. Aber mir kommt die Wahrscheinlichkeit recht gering vor.
Und dann sind da so die Fälle im Umfeld. Die Bekannte, die Blut im Urin hat, Antibiotika helfen nicht, Unterleibsschmerzen. Bekommt keinen Termin in der Urologie.
Eine Kollegin von mir hatte immer Rückenschmerzen, war beim Orthopäden, bei der Physio, wurde nicht besser. Die Ursache war Nierenkrebs, kam niemand drauf, ist gewachsen und gewachsen. Vor zwei Tagen ist sie gestorben.
Mein Onkel geht regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen. Blasenkrebs. Erkannt durch Blut im Urin.
Der Vater einer Freundin, Magenschmerzen gehabt, ewig mit Magensäureblockern behandelt, nur noch Joghurt gegessen, irgendwann Magenspiegelung, nichts gefunden. Er starb dann kurz darauf an seinem Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Irgendwie... ja, man kann Glück haben, aber irgendwie glaub ich nicht dran. Also, ich glaub, mir würden die Vorsorgeuntersuchungen nicht das Gefühl von Sicherheit geben, dass sie anderen Leuten vielleicht geben würden. Und das können sie natürlich auch nicht. Sie sind ja nur eine Momentaufnahme. Wenn's gut läuft, dann zum richtigen Zeitpunkt.