Beiträge von Agamo

    wer ist nun Schuld

    Keiner der Hunde. Hunde sind Tiere und können daher weder juristisch noch moralisch Schuld sein. Das sind immer die Menschen und in diesem Fall wären da beide beteiligt.

    Ich bin auch ein ganz grosser Freund davon, dass auch kleine Hunde ordentlich erzogen werden und sich nicht wie offene Hose aufführen dürfen. Das macht doch auch dem kleinen Hund wohl nicht wirklich Spaß, wenn er eskalieren muss und der Mensch keine Führung gibt. Klar ist das Mist und nervig wenn der eigene Hund von so nem kleinen Terroristen angegangen wird aber auch da würde ich (könnte ich das) mich für nen Chi entscheiden und nicht für nen grossen Hund, einfach weil auch da das Schadenspotential einfach anders ist und ich mir eher zutraue nen kleinen Hund abzuhalten wie nen grossen.

    Ich mag auch grosse Hunde (würde selbst aber aus verschiedensten Gründen keinen grossen Hund halten wollen) und habe einen 15 kg Hund der bestimmt schon deutlich mehr Schaden anrichten kann wie ein Chip. Finde es deshalb schade, daß wegen einigen Deppen überhaupt solche Gesetze erlassen werden müssen und viele Hunde pauschal unter Verdacht gestellt werden.

    Natuerlich kann der Sehnen/Nerven erwischen, bringt Dreck in den Koerper, es tut dennoch weh.

    Aber die Groesse der Bisse ist einfach anders.

    Genau das ist der Punkt. Das kann nämlich wenn es dumm läuft auch ein Meerschweinchen, Kaninchen oder ne Katze (gerade da sind fiese Entzündungen ja nicht selten). Ein Nachbar von uns wurde von einem Schäferhund/Staffmischling angegriffen auf dem Sportplatz. Er war dort als Platzwart tätig und die HH dachten da ist halt keiner und haben den Hund dort frei rennen lassen. Beim Gassi ist der immer an der Leine (die Halter wissen um die Gefährlichkeit ihres Hundes). Zum Glück waren keine Kinder Opfer, für die wäre das wohl auch deutlich fieser ausgegangen. Der Hund hat als erstes den Mann durch den Aufprall zu Boden geworfen (sowas wird bei nem Chi schon echt schwierig) und dann immer wieder in Oberschenkel und Hüfte gebissen. Zum Glück hat er sich nicht komplett verbissen und nur immer wieder nachgesetzt und ging auch nicht auf den Kopfbereich. Die Halter konnten so dann doch recht schnell den Hund sichern. Was das für Fleischwunden waren war echt heftig (und der Mann hatte ne Jeans an, die hat aber scheinbar nix abgehalten, war aber auch ziemlich futsch nach dem Angriff). Rein physikalisch kann halt ein kleiner Hund schonmal nicht komplett einen Oberschenkel oder die Hüfte mit dem Maul umfassen. Wirklich lebensgefährlich wird es halt mit kleinen Hunden nicht (auch wenn entzündete Wunden echt Mist sind, sind selbst diese mit entsprechender Behandlung dann heutzutage doch eher selten tödlich und die kann man sich bei allem möglichen zuziehen).

    Es gibt keine ungefährlichen Rassen

    Das Prinzip „Jeder Hund ist potenziell gefährlich und sollte gut erzogen bzw. geführt sein“ in allen Ehren, aber die Auswirkungen sind abhängig von Größe und Kraft doch recht unterschiedlich.

    Es ist einfach ein riesen Unterschied ob ich von nem völlig eskalierenden Chihuahua angegriffen werden oder einem Hund mit entsprechend grossem Gebiss und Gewicht. Klar kann auch ein kleiner Hund bei nem Kleinkind sehr unschöne Verletzungen z. B. im Gesicht hinterlassen. Aber da geht es dann trotzdem längst nicht so schnell um Leben und Tod, bzw traue ich mir zu eskalierende 5 kg zu packen und den Angriff zu beenden, weil ich da nicht Gefahr laufe selbst schwerst verletzt zu werden.

    Würde ich miterleben müssen wie ein Hund entsprechenden Kalibers einen anderen Menschen angreift, würde ich wohl tatsächlich nicht direkt eingreifen und mich ungeschützt zu nah an den Hund rantrauen.

    Nicht weil bestimmte Rassen vielleicht ein höheres Aggressionspotential haben, sondern beim tatsächlich Beissvorfall einfach mehr Schaden machen können aufgrund körperlicher Merkmale. Ja, ich werde lieber von nem Dackel oder Chi gebissen als nem Kagal, Staff oder Rottweiler (völlig unabhängig ob die auf ner Liste stehen oder als Kampfhund betitelt werden).

    Schade für alle verantwortungsbewussten Hundehalter (egal welcher Rasse) dass ein paar Idioten es nötig machen immer mehr gesetzlich zu regeln und zum Teil typisches hündisches Verhalten einfach gesellschaftlich immer weniger akzeptiert wird, damit meine ich nicht sowas wie Beissvorfälle, sondern z. B. schon knurren und abschnappen wenn fremde Menschen nen Hund bedrängen. Ich bin überzeugt, dass Hundehaltung bei uns in 20 Jahren ziemlich anders aussehen wird.

    (um die Katze mache ich mir weniger Sorgen die ist wehrhaft)

    Bei ner wehrhaften Katze und nem Hund würde ich mir aber, je nachdem wie der Hund so drauf ist dann eher um die Augen des Hundes machen. Je nachdem wie der Hund drauf ist, lässt er sich von einer drohenden Katze nicht beeindrucken und kann dann unschön im Gesicht verletzt werden. Bei den Hunden in der Grössenordnung die hier gesucht wird, ist wohl die Katze nicht so in Gefahr (manchen Hunden wäre die Wehrhaftigkeit einer Katze ziemlich egal und je nach Hund endet das dann böse für die Katze. Kenne da so einige Jagdhunde, da wäre es jeder Katze geraten das Weite zu suchen)

    Also anhand der "Wuchsform" kann man Gallenröhrlinge nicht wirklich sicher von Steinpilzen abgrenzen, da gibt es einfach ein zu breites Spektrum bei beiden Arten. Makroskopisch ist wirklich nur die Farbe der reifen Sporen (rosa Gallenröhrling, oliv Steinpilz) ein sicheres Kriterium, was gerade bei sehr jungen Exemplaren auch gerne mal täuschen kann. Zum Glück sind Gallenröhrlinge nicht giftig, können einem halt das Gericht versauen (aber ich kenne Menschen die sich die sogar extra kochen |)) und mit dem Lecktest ist man im Zweifelsfall auf der sicheren Seite.

    Also wenn die Stiche so fies, wie das auch auf manchen Fotos hier aussieht, sind würde ich dann auch zum Arzt gehen damit. Vor allem wenn schon Fieber und nicht nur jucken sondern richtig Schmerzen dazukommen.

    Ansonsten finde ich, gibt es tatsächlich nix besseres (in der Hausapotheke) wie Spitzwegerichblätter bzw der Saft der beim Zerreiben rauskommt. Der Juckreiz lässt sofort nach, wirkt z. B. um Welten besser wie Fenistil mit Cortison und ist in unseren Breitengraden fast überall draussen zu finden.

    Und die Frage die ich mir gerade stelle, wo ist denn dragonwog so entgleist, dass es ne Sperre gab? Bin doch so schrecklich neugierig und hab nix mitbekommen.

    Hab gehört, Pilzsammler gehen in den Wald und lutschen nacheinander an Pilzkappen.

    Nee, so wird das ja aber nix, nicht am Hut lecken, du musst an einer Schnittfläche lecken um zu schmecken ob es bitter ist (also bei Unterscheidung Gallenröhrling von Steinpilze, wenn man das anhand der Färbung der Röhren nicht sicher sagen kann).

    Ich wäre bei dem einen Pilz da aber auch bei einem Sommersteinpilz mit Hitzeschaden.