Sagt mal - glaubt ihr, mäuseln kann zur Zwangshandlung werden?
Ich hab diese Frage vor langer Zeit hier schon mal gestellt, erinnere mich daran, dass die Antworten geteilt waren. Die einen meinten, der Hund würde irgendwann von allein aufhören, wenn man es mal unbegrenzt zulassen würde, die anderen meinten, man solle es verbieten.
Ich bin den Mittelweg gegangen, ich habe Alma auf einer bestimmten Wiese buddeln lassen und dabei Abbruch geübt, positiv über richtig gute Belohnung aufgebaut. Wir haben also fest etabliert, dass Alma auf "raus da" aufhört zu buddeln (und das funktioniert auch nicht nur auf der Wiese, wo sie das auch mal länger durfte, sondern auch im Wald, wo ich das immer recht schnell unterbreche.
Nun haben wir ja einen Garten - und keine Katzen mehr in der Nachbarschaft - entsprechend haben wir viele eigene Mäuse. Erst fand ich okay, dass sie in unserem Garten buddelt. Aber sie steigert sich schon ganz schön doll rein. Sie legt das komplette Gangsystem frei und würde von allein kein Ende finden. Wenn ich sie abrufe, hört sie sofort auf. Aber sobald ich etwas anderes mache, fängt sie wieder an. Sie sucht ganz intensiv nach Löchern, nimmt große Steine und Wurzeln aus dem Boden und ich glaube, würde ich sie nicht ab und zu ansprechen, würde sie das den ganzen Tag tun. Sie wirkt zwar während des Buddelns ziemlich zwanghaft, Abbruch ist aber sehr soft jederzeit möglich, was ja eher dagegen spricht, dass sie total im Tunnel ist.
Sie macht auch mal ein Nickerchen zwischen ihren Löchern, kann auch gut entspannen - aber alles in allem mache ich mir einen Kopf darüber, ob ich das nicht stärker reglementieren sollte, weil ich ein gewisses Suchtpotential sehe.
Andererseits: ist halt auch ein Terrier, die buddeln halt gerne.
Wiederum andererseits: ist halt auch ein Hüti, die haben ja eine gewisse Neigung zu zwanghaftem Verhalten.
Wie seht ihr das?