Beiträge von Agamo

    Ich vermute allerdings, daß der Blinde nicht wegen anderen Hundehaltern mit "Fake"Assistenzhunden Probleme hat, sondern weil manche Angestellte in den Geschäften einfach gar nicht wissen, was ein Assistenzhund ist und welche Rechte er hat.

    Ja wahrscheinlich, die Fakes machen das ganze aber sicher nicht einfacher.

    Erst neulich kam im TV ein Bericht über einen Blinden mit seinem ausgebildeten Blindenhund. Der hat alle Papiere und Prüfungen und ist als "medizinisches Hilfsmittel" anerkannt und dennoch hat er relativ häufig Probleme den mit in Lebensmittelläden zu nehmen. Klar könnte er wohl sein Recht juristisch durchsetzen, aber er hat ganz klar gesagt er will halt einkaufen und nicht jedes Mal ewig diskuttieren oder gar juristische Schritte einleiten.

    Und da ist es leider nicht von Vorteil wenn immer mehr Menschen dann versuchen einen nicht ausgebildeten Hund irgendwo zum Assistenzhund/Servicedog usw zu machen, was in den USA ja wirklich gegen Zahlung von ein paar Dollar möglich ist. Das führt leider nicht zu mehr Akzeptanz in der Bevölkerung. Wobei ich glaube diese in USA so einfach ausgestellten Bescheinigungen haben in Deutschland keine rechtliche Wirksamkeit.

    Wenn das so alles stimmt würde es mich sehr wundern, wenn noch keine der beteiligten Personen so langsam auf Abstellen des Verhaltens des Hundes drängt. Selbst wenn alle Eltern der betroffenen Kinder, zufällig vorbeikommenden Spaziergänger, Leute die da irgendwelche Tiere besuchen usw echt ein dickes Fell haben und noch keine Anzeige erstattet haben, kann ich mir nicht vorstellen dass das Verhalten des Hundes unkommentiert bleibt. Also eigentlich werden die allermeisten Eltern von kleinen Kindern relativ unentspannt, wenn dem eigenen Nachwuchs ein Hund auch nur versucht in Körperteile zu hacken.

    Im WDR gab es am Montag einen kurzen Bericht über den Test von GPS-Trackern durch Stiftung Warentest (Kosten, Akkuleistung, etc). Vielleicht ist das für die ein oder andere interessant?

    Link zur Mediathek

    Irgendwann dieser Tage kam auch ein Bericht im Mittags Magazin dazu, da wurden im Prinzip Teile des Test von Stiftung Warentest vorgestellt, dort werden GPS Tracker in der März Ausgabe getestet. Für Tiertracking gibt es ausser von Fressnapf und Tractive noch Tracker von Prothelis, die da ähnlich im Funktionsumfang sind. Von denen hatte ich vorher nie gehört, sind im Verhältnis aber auch recht teuer und Prothelis hatte glaub 2022 schonmal Insolvenz angemeldet (wie das aktuell aussieht weiss ich nicht, ich hätte da aber Schiss mir ein relativ teures Gerät zuzulegen und sobald die Firma das ja nicht mehr unterstützt ist es komplett wertlos)

    Und dann gibt es Leute, die seit Generationen Tiere halten, ohne diese Spezialdienstleister.

    Die haben den Hof nicht zum Spaß, sondern zum Brot Erwerb.

    Und die sehen den teuren Bau eines Zaun, der die Hofnutzung einschränkt, nicht ein, nur weil der Hund gelegentlich etwas tut, was bis jetzt mehr lästig als gefährlich ist.

    Die halten sich dann aber auch entsprechende Hunde mit denen sowas auch ohne großartigen Aufwand mit hoher Wahrscheinlichkeit funktioniert oder bekommen zumindest heutzutage in Mitteleuropa irgendwann richtig Ärger. Oder man investiert halt entsprechenden Aufwand in die Erziehung/Sicherung des Hundes. Unser Appenzeller in meiner Kindheit musste von uns keine Hoftreue lernen, wir wussten damals nichtmal was das ist (und hätten wir auch nicht wirklich gebraucht, wäre halt ein Zaun um den Garten gekommen), der ist aber nie ohne uns vom Grundstück.

    Übrigens finde ich die Idee mit dem Schild aufstellen "Achtung, Hund beißt!" eine absolut spitzen Idee. Da würde mir persönlich schon das Schild reichen, dass ich das bei entsprechenden Stellen melden würde, wenn das auf nicht ordentlich gesichertem Land steht und selbst da bekommt im Falle eines Bisses der Halter dann besonders Ärger, weil er eben wusste der Hund hat entsprechendes Potential, da ist dann nix mehr mit, das hat er ja noch nie gemacht.

    bzw. fast alle, für die alte Hündin wird das wahrscheinlich noch ein bisschen unschön

    Ach komm, die ist doch selbst Schuld, hätte sie mal das Früchtchen besser erzogen.

    Wir haben uns hier angemeldet weil uns sein Radius zu groß ist und weil er natürlich keine Kinder einschränken darf.

    Vielleicht hätte sich besser dein Hund hier angemeldet, der wäre vielleicht nicht ganz so beratungsresistent.

    Sollte es den Hund irgendwo geben tut er mir verdammt leid, nicht weil er ein paar Enten schubsen darf, sondern weil er null Führung bekommt und auf sich alleine gestellt ist und wenn das so weiter läuft auf kurz oder lang Auflagen bekommt und irgendwann im Tierheim landet.

    Aber irgendwie bin ich jetzt auch total verwirrt mit den Wochentagen. Ist doch noch gar nicht Sonntag.

    Ich hab einen Bekannten der bei einem Dosenhersteller arbeitet und die beliefern unter anderem Hundefutterhersteller. Da gibt es einen Hersteller der lässt jede neu ankommende Charge Dosen durch extra Hunde "überprüfen" (keine Ahnung wie das genau abläuft) und wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist gehen die Dosen zurück und werden nicht befüllt. Obwohl der Dosenhersteller eigentlich immer die gleichen Ausgangsstoffe verwendet scheint es ab und zu Chargen zu geben, bei denen dann "empfindliche" Hunde nicht so wirklich ans Futter gehen, wenn dies in den Dosen angefüllt wird. Könnte mir aber vorstellen, dass das längst nicht alle Hundefutterhersteller so machen und würde erklären warum manchmal Chargen usw dabei sind dievvon manchen Hunden nicht so gerne gefressen werden. Fand das auf jeden Fall sehr spannend.

    Ich bin ja viel beruflich bedingt in ganz Deutschland mit dem Hund unterwegs. Da ich keine Lust habe mich jedes Mal in die örtliche Hundeverordnung einzulesen lasse ich da den Hund eh immer an der Leine. Da das ja nicht täglich ist und der Hund jede Woche trotzdem noch ausreichend Gelegenheiten hat die Gräten zu stecken ist das die einfachste Lösung.

    Zuhause in "unserem Revier" hab ich halt den Luxus genau zu wissen wer mir da gerade begegnet. Muss ich anleinen oder geht das so hängt halt extrem davon ab wer uns begegnet, können die Hunde miteinander, sind die Menschen interessant für den Hund (weil Freunde von uns) aber sollen auf Fall angesprungen werden usw. Bei Begegnung mit Fremden kommt der Hund hier grundsätzlich an die Leine, ist für mich einfach entspannter und ist auch nicht nervig, weil ich hier stundenlang Gassi gehen kann ohne irgendjemandem zu begegnen, wenn ich es drauf anlege. Es gibt tatsächlich eine Gassistrecke (1.5h)die ich seit 4 Jahren mindestens einmal die Woche gehe auf der ich noch niemals einem Menschen begegnet bin. Da sind die Anforderungen einfach komplett andere wie wenn ich in einer Großstadt leben würde. Kenne ja durch Dienstreisen mit Hund auch die Situation in Großstädten.