Beiträge von Agamo

    Für sowas wäre es hilfreich, Kortison mit dabei zu haben.

    Am Besten als Injektion, oder zumindest Prednisolon als Tbl. - damit kann man im Notfall viel Zeit gewinnen und einen anaphylaktischen Schock verhindern. Außerdem wirkt es schmerzlindernd und entzündungshemmend. Wäre für mich fast schon ein "must have" in der Reiseapotheke, wenn man irgendwo ist, wo Rettung grundsätzlich über 1h Gehzeit entfernt ist.

    Damit könnte man dem Hund doch auch im Notfall abseits der Zivilisation bei Insektenstich im Maul/Hals helfen?

    Wir waren ja in meiner Kindheit mindestens 2 mal im Jahr in Südtirol wandern, zwar nie Klettersteige, aber alles an Schwierigkeitsgrad drunter und unser Hund war da immer mit dabei. Der war das zwar wirklich von klein auf gewohnt und wir haben uns einfach auf die Genetik verlassen. Ok, für die Höhenlagen und nur noch Fels war dann wohl auch ein Appenzeller nicht unbedingt ausgelegt, aber er war sehr trittsicher und so wirklich Gedanken hatten sich meine Eltern da wohl nie gemacht. Das war ja auch vor der Handyzeit und wir waren da in der absoluten Nebensaison unterwegs, auf manchen Touren haben wir den ganzen Tag keine 3 Leute getroffen. Allerdings waren wir meist mit mehreren Freunden unterwegs, also unter 3 Erwachsene waren das eigentlich nie auf so einer Tour.

    Später hatten meine Eltern aber echt Glück, einmal hat sich meine Mutter trotz ordentlicher Schuhe den Fuss gebrochen, da waren sie aber auch zu 3. unterwegs, der Vermieter der Ferienwohnung, der auch geprüfter Bergführer war war an dem Tag mit. Der hätte über Funk Hilfe holen können, war aber körperlich in der Lage meine Mutter mehrere Stunden Huckepack vom Berg zu tragen, mein Vater alleine hätte das nicht geschafft. Ab da hatten sie dann auch immer was mit um Hilfe zu rufen, anfangs noch vom Vermieter ausgeliehen, später halt das eigene Handy, das hat dann auch meinem Vater später das Leben gerettet, als er mit dem Hubschrauber abgeholt werden musste.

    Naja man braucht halt nicht nur ein entsprechendes "Bremsgewicht" als Mensch für den Hund sondern muss auch die Kraft in der Hand/Arm haben das dann bei entsprechender Dynamik zu halten, zumindest solange man den Hund nicht an sich festgebunden hat.

    Kennt da jemand Hintergründe, warum die Nachbarn sowas sagen?

    Ich kenne keine Hintergründe, aber da reicht schon oft die Rasse aus.

    Oder auch weil die Nachbarn vielleicht auf die Idee gekommen sind, dass die Frau im Zweifelsfall eben keine 3 Hunde mit diesem Gewicht halten kann, auch wenn bisher nix dramatisches vorgefallen ist. Und ja, je nach Gespann das mir entgegen kommt ist mir auch mulmig, ganz ohne konkreten Anlass (also die Hunde rasten nicht aus oder so) und es müssen auch gar keine Sokas beteiligt sein, aber bei bestimmten "Kräfteverhältnissen" hab ich gern nen Meter mehr Platz zwischen uns. (Übrigens nicht nur bei Hunden, auch zu Pferden halte ich gerne etwas mehr Abstand)

    Ich gebe zu ich bin schockiert über die Hubschraberkosten die in dem Artikel genannt wurden. 40-90 Euro pro Minute ist schon heftig. Vor allem weil geschrieben wird das es oft mal ne Stunde dauert. Das sind dann unter Umständen über 5000 Euro. Das Geld muss man auch erst mal aufbringen können.

    Wir gehen nicht klettern oder Bergwandern, ist also nicht relevant hier. Aber ich würde wohl auch das Tragen auf den Schultern üben für so einen Fall.

    Hubschrauberrettung ist schweineteuer, mein Vater musste vor einigen Jahren in Südtirol mit dem Rettungshubschrauber der Bergwacht vom Berg ins Krankenhaus geflogen werden. Das war kein klassischer "Bergunfall" er war nur plötzlich viel zu schwach um den Rückweg ins Tal zu schaffen und meine Mutter hätte ihn da auch nicht runter tragen können (später stellte sich raus Herzinfarkt). Das hat damals die (private) Krankenkasse übernommen, aber die Rechnung war damals schon gesalzen und bei 3 oder 4000 Euro für eine echt kurze Strecke ohne wirkliche Bergearbeiten, der Hubschrauber konnte dort ganz normal auf einer Wiese landen.

    Man kann z.B. den Bedarf des Hunden ausrechnen oder ausrechnen lassen. Also den tatsaechlichen Bedarf. Dafuer gibts (Fach-) Literatur bzw. Experten wie Napfcheck und Futtermedicus ;)

    Und dann kann man die Fuetterung an diesen Bedarf anpassen..

    Ja, aber das wird der Standard-Hundehalter wohl nicht machen und die kriegen es ja auch hin.

    Die Prozentangaben finde ich schon ganz hilfreich.

    Naja, wenn ich mir so anschaue wieviele übergewichtige Hunde inzwischen rumlaufen muss der "Standardhundehalter" in dem Bereich nicht unbedingt zum Vorbild dienen. Wobei der "Standardhundehalter" doch eh Fertigfutter füttert und nicht kocht oder barft und sollte ihm da auffallen, dass die angegebene Futtermenge nicht zum Hund passt wird halt entsprechend weniger oder mehr gefüttert (was aber dann bei extremen Abweichungen von der empfohlenen Menge schon zu Problemen mit der Versorgung essentieller Bestandteile der Nahrung führen kann).

    Ich glaub ich übe jetzt tatsächlich mal mit dem Hund tragen auf der Schulter, gewichtsmässig würde ich ihn da mit 14-15 kg wohl schon richtig lange tragen können. Auch wenn wir aktuell keine alpinen Bergwanderungen machen, sondern in Gegenden unterwegs sind, wo man in wenigen Kilometern auf befahrbaren Wegen ankommt ist das mit in den Armen tragen für mich schon echt anstrengend. Einmal hab ich ihn ca 500m zurück zum Auto so getragen, war nix dramatisches und zur Not wäre er auch noch humpelnd weiter gekommen, ich war aber in Eile also hab ich ihn getragen und da waren 500 m schon beschwerlich. Denke auch in einer echten Notsituation stosse ich (alleine) dann bei 1 oder 2 km an meine Grenzen, obwohl der Hund ruhig hält und getragen werden kennt.

    Woher weiß man, wie viel ein Hund fressen sollte? Bei Fertigfutter gibt es ja Fütterungsempfehlungen, aber ich kenne es von den Katzen, dass das meist etwas zu viel ist. Wie geht man da beim Hund ran? Und noch viel größere Fragezeichen habe ich, wenn ich die Selbstkocher anschaue: woher wisst ihr, wie viel genug/zu viel ist?

    Also unabhängig von der genauen Zusammensetzung (dafür gibt es ja Ernährungspläne, Rechner usw) schaue ich einfach, dass der Hund seine Figur behält und wie er Hunger hat (hab aber auch keinen Hund der extrem verfressen ist, macht er sich bemerkbar, dass es so langsam Zeit für eine Mahlzeit ist, weiss ich er hat richtig Hunger, normalerweise kommt er nämlich nicht an) und mit der Zeit weiss man dann wie gross die Portionen sein müssen. Zumindest bei uns wären das eh nicht immer exakt gleich grosse Portionen, sondern ich passe das an, je nach aktueller Aktivität des Hundes, was er sonst so zwischendurch bekommen hat usw.

    Auch bei Fertigfutter schaue ich weniger nach der Empfehlung. Eigentlich barfe ich und das gibt es bei uns nur ab und zu oder im Urlaub, da geht es mir dann auch um praktische Dinge, dass so eine Dose gut aufgebraucht wird (also nach 1, 2 oder 3 Mahlzeiten leer ist) und entsprechend gibt es dann etwas mehr oder weniger "Snacks" zwischendurch.