Wir waren ja in meiner Kindheit mindestens 2 mal im Jahr in Südtirol wandern, zwar nie Klettersteige, aber alles an Schwierigkeitsgrad drunter und unser Hund war da immer mit dabei. Der war das zwar wirklich von klein auf gewohnt und wir haben uns einfach auf die Genetik verlassen. Ok, für die Höhenlagen und nur noch Fels war dann wohl auch ein Appenzeller nicht unbedingt ausgelegt, aber er war sehr trittsicher und so wirklich Gedanken hatten sich meine Eltern da wohl nie gemacht. Das war ja auch vor der Handyzeit und wir waren da in der absoluten Nebensaison unterwegs, auf manchen Touren haben wir den ganzen Tag keine 3 Leute getroffen. Allerdings waren wir meist mit mehreren Freunden unterwegs, also unter 3 Erwachsene waren das eigentlich nie auf so einer Tour.
Später hatten meine Eltern aber echt Glück, einmal hat sich meine Mutter trotz ordentlicher Schuhe den Fuss gebrochen, da waren sie aber auch zu 3. unterwegs, der Vermieter der Ferienwohnung, der auch geprüfter Bergführer war war an dem Tag mit. Der hätte über Funk Hilfe holen können, war aber körperlich in der Lage meine Mutter mehrere Stunden Huckepack vom Berg zu tragen, mein Vater alleine hätte das nicht geschafft. Ab da hatten sie dann auch immer was mit um Hilfe zu rufen, anfangs noch vom Vermieter ausgeliehen, später halt das eigene Handy, das hat dann auch meinem Vater später das Leben gerettet, als er mit dem Hubschrauber abgeholt werden musste.