Meine Antwort ist immer: Wenn man das Gefühl hat, ein Hund sei Arbeit, dann sollte man es lieber lassen.
Ich finde nicht, dass der Hund Arbeit macht. klar, Fellpflege, Futter bereiten, man muss mehr putzen etc - das fällt jetzt aber nicht so krass ins Gewicht.
Natürlich ist ein Hund Zeitaufwand, v.a. für Gassigänge oder andere Beschäftigung mit dem Hund. Für mich ist das aber ja genau das, wozu ich den Hund habe.
Wenn ich mir diese Hundezeit als "muss das jetzt auch noch sein?" vorstellen würde, dann hätte ich lieber keinen Hund.
Ich stimme dir grundsätzlich absolut zu.
Aber zwischen "muss das jetzt auch noch sein?" und dem Gedanken, dass es Arbeit werden wird, gibt es ja noch Grauzone. Wenn man sehr verkopft ist in der Vorbereitung, dann sieht man womöglich nur die objektiven Stunden und die Energie, die man für einen Hund braucht. Man lässt aber so ein bisschen außer Acht, dass man zu dem Hund ja dann auch eine Beziehung aufbaut.
Ich finde, mein Hund macht Arbeit. Ich find's auch doof, dass ich mehr putzen muss und wenn er sich die Krallen selbst schneiden könnte, hätte ich auch nichts dagegen. Aber: ich mach das gerne für ihn, weil wir eine Beziehung haben und weil ich Verantwortung für ihn übernommen habe. Deswegen bin ich bei -1 Grad und Schneeregen um 22 Uhr dennoch nicht jeden Abend gerne in Jogginghose vor der Tür, wenn ich eigentlich schon im Bett liegen will. Aber es fällt trotzdem nicht ausschließlich als Arbeit ins Gewicht, sondern als selbstverständliche Zuwendung in einer Hund-Mensch-Partnerschaft.
Deswegen finde ich, kann man vor der Entscheidung pro Hund nicht immer nur ganz objektiv aufrechnen, wieviel Mehraufwand da auf einen zukommt. Wenn einen das aber grundsätzlich und ausschließlich abschreckt, ja dann ist ein Hund wirklich nicht das richtige Haustier.