Für mich ist es inzwischen tatsächlich echt schwer vorstellbar einen Hund zu haben der unkompliziert und nett ist.
Susi war ein recht selbstständiger Hund mit Tendenz schnell auf 180 zu gehen wenn ihr was nicht gepasst hat. Sie hatte eine Zeit in der sie ausgetestet hat ob man die Couch wirklich teilen muss, sie fand Fellpflege zum kotzen, sie hat Attacken gefahren wenn man sie beim schlafen gestört hat ( nicht im Sinne von anfassen oä, ein minimaler Windzug beim vorbei gehen oä hat schon gereicht).
Aber sie war ansonsten ein Allgemein gut verträglicher Hund ggü Mensch und Artgenossen, hatte kaum Jagdtrieb und einmal erzogen war es mit ihr wirklich angenehm. Sie war halt nur... Speziell in gewissen Situationen und hat auch mehrmals ihre Zähne eingesetzt ( jedoch nur ggü uns ).
Lilo hingegen ist quasi einmal das Gegenteil - uns ggü wahnsinnig nett, lässt sich alles gefallen, selbst dann wenn etwas weh tun sollte denkt sie nichtmal dran uns anzuknurren, hat Tendenziell eine längere Lunte, und ist von sich aus stärker an uns orientiert.
Aber sie ist territorial, problematisch mit Fremden Menschen ( entweder aus Unsicherheit oder aus dem Wachtrieb raus ), bedingt verträglich mit Artgenossen ( stellenweise unverträglich) und hat Jagdtrieb.
Die Zeit zwischen einem halben und 1,5 Jahren war wirklich Nerven aufreibend. Die hat gefühlt alles abgepöbelt was Beine hatte und insgesamt wars viel geprägt durch Frust auf beiden Seiten.
Inzwischen ist sie weitestgehend unauffällig, aber sie bleibt schwierig mit fremden Menschen, kann nicht jeden Hund ab und hat einfach bei bestimmten Tieren jagdliches Interesse.
Den Zwerg finde ich tatsächlich bisher als echt angenehmen und unkomplizierten Hund. Allerdings... Beim TA ist er wirklich ne Katastrophe, er ist hier und da wahnsinnig empfindlich und auch er kann in bestimmten Situationen richtig aus seiner Haut fahren.
Also ein Leben mit einem Hund der in allen möglichen Situationen nett bleibt und überwiegend verträglich ist, kenn ich nicht. Die haben alle aus Gründen nen Maulkorb. Die eine damit man bei der Fellpflege keinen Finger riskiert, die andere um fremde Menschen oder Hunde zu schützen, der nächste damit der TA nicht seine Hände verliert,...
Dass ein Hund das tatsächlich maximal als Schutz vor Giftködern oder in medizinischen Notfällen braucht- Kenn ich nicht.
Und wenn ich mich für Hunde im Tierschutz bspw interessiere dann sind die zufälligerweise auch alle nicht so unkompliziert. Entweder haben die ne schwere Verhaltensstörung, oder ist so jagdtriebig dass der den ganzen Wald umbuddelt, oder ist ein Leinenpöbler, oder in bestimmten Situationen nicht ohne,...
Ist wahrscheinlich einfach die Gewohnheit, wozu einfach wenns auch komplizierter geht?
Ich kann mir bspw auch nicht wirklich nen Hund ohne Wachtrieb vorstellen, ka warum, irgendwie gehört das zu nem Hund mAn dazu.
Und irgendwie finde ichs auch garnicht mal so schlimm dass meine Hündin bspw Menschen kacke findet. Ich bin ja selber auch nicht grade ein geselliger Typ und hab lieber meine Ruhe.. Wahrscheinlich ist das deswegen für mich nicht so schlimm...
Aber das heißt nicht dass das nicht manchmal nervig ist.
Einfach jemanden in die Hand drücken? Is nicht.
Neue Menschen kennen lernen ? Wird immer erstmal "spaßig".
Einfach mal eben entspannt an irgendwelchen Fremden Hunden vorbei gehen ? Schön wärs, aber meine vertragen zu viel Nähe nicht.
Es gibt immer wieder Phasen da denkt man sich ,,Boa das lief aber mal besser
.", und Phasen da ist man voll happy weil man so weit gekommen ist und das heute evtl sogar besonders gut läuft.
Aber für mich ist das inzwischen alles irgendwie der ganz normale, alltägliche Wahnsinn.