Und das weißt du woher? So als Spaziergänger mit Kleinhund? Oder als Mensch mit Angst vor Hunden? Bei einem "Zäunchen"?
Wir hatten da letzten Herbst den Fall von völlig eskalierenden Hunden hinter "Zaun" in Italien, Grenze zu Slowenien, waren riesige Schäfer-Mixe und tobten. Wir unterhalb auf off. Wanderweg. Ich hab echt schon den nächsten Sheltie tot gesehen
. Mag man als Besitzer eines sehr großen Hundes vielleicht anders sehen.
Aber: das muss doch wirklich nicht sein!!! Ja, Hunde sollen Wachfunktion haben, aber doch nicht so, dass jeder unbedarfte Passant mit Bissen an sich selbst oder mit totem Kleinhund rechnen muss? Will ich wachende/eskalierende Hunde, dann bitte -offensichtlich- so sichern, dass da niemand Angst um sein Leben haben muss (oder um das sein Hundes), bloß weil er dran vorbei läuft.
Das hat für mich nichts damit zu tun, dass jeder 3m hohen Nato-Zaun ziehen muss, kommt auf den Hund, dessen Ensthaftigkeit und dessen Zweck an. Was der Besitzer hoffentlich (!!!) einschätzen kann. Aber rein gucken kannst du nicht und ein Hund mit Wachfunktion soll das Grundstück bewachen und nicht -hoffentlich- nicht über das Mini-Zäunchen hüpfen.
Habe ich ja geschrieben, ich sehe das Problem. Und nö, auch ich habe keinen Bock, dass da ein arschiger Schäferhund über den Zaun geht und meinen Hund angeht. Als selbstbewusster intakter Rüde ist der ziemlich häufig und ziemlich schnell ein Hassobjekt. Sicherlich ist er aber aufgrund seiner Größe und Kraft etwas weniger gefährdet, getötet zu werden als ein kleiner Hund. Das ist so. Die Problematik ist die, dass es eben standardisierte gesetzliche Vorschriften für die Haltung von freilaufenden Hunden hinter Zäunen geben müsste und das sehe ich als problematisch an, da ein ausbruchssicherer Zaun eher individuell für jeden Hund angepasst werden müsste oder wir wären halt bei irren auflagen, die baurechtlich dann gar nicht mehr machbar wären.
Nimm als Bsp. einen 1,50m hohen Maschendrahtzaun hinter dem ein Schäferhund sitzt. Das ist schon ein ordentlicher Zaun und doch musst du darauf vertrauen, dass der Hund dort weder drüber springt, noch dass er drunter durch geht oder irgendwo die Maschen nicht mehr dicht sind. Ich kann mir nie sicher sein, dass ein Zaun dicht ist oder der Hund ihn nicht überwindet, ich muss immer darauf vertrauen, dass der Hundehalter seinen Hund entsprechend eingeschätzt hat und den Zaun sicher genug gestaltet hat bzw. er entsprechende Sorge dafür trägt, dass sein Hund das Grundstück nicht verlässt. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet.
Hmm jetzt als Beispiel:
Hier in der Nähe gibt's ein Grundstück auf welches ein Riesenschnauzer aufpasst. Der Hund ist hinter nem circa 2 Meter hohen massiven Stahlzaun. Geht man da vorbei, hat man keine Bedenken dass da was passiert, entspannt ist man natürlich trotzdem nicht.
Ich bin mir bewusst dass das für nen Hund in der Größe ein machbares Hindernis ist, aber es macht in der Regel doch nen Unterschied.
Meine Hündin bspw schafft wenn sie will locker 1,5 Meter aus dem Stand, trotzdem heißt das noch lange nicht dass sie über nen 1,5 Meter Zaun auch drüber springen würde. Bei einem Meter - je nach Motivation, kann das anders aussehen. Aber ja, auch dann ist das erstmal ein Zaun.
Die Züchterin von unserem Zwerg hat bspw auch ne Riesin, der Zaun ist circa 1,20 Meter hoch. Davor ist allerdings noch ein kleiner Graben und ich weiß dass die Hündin bombenfest gelernt hat dass sie da nicht drüber darf. Also kein Problem- mag jemand anderem vielleicht schon Unbehagen bereiten, aber geht irgendwie noch.
Die Züchterin meiner Hündin ( hat uA auch mehrere Riesenschnauzer) hat nen 2 Meter hohen, blickdichten, massiven Holzzaun ums Grundstück. Geht man da vorbei, ist man definitiv froh drüber dass der Zaun so hoch und stabil ist
Dann - anderes Beispiel - einem anderen HH ist es mal passiert dass ein DSH über nen Gartenzaun gesprungen ist und seinen Podenco gehetzt hat. Der Zaun war auch circa nen Meter. Wenn ich da lang geh und erahne der Hund könnte draußen sein, geh ich da nicht lang.
Bei dem Beispiel mit dem Circus wieder - da war der Zaun nicht nur klein, sondern auch der Bereich in dem sich die Hunde bewegen konnten klein und das Gitter jetzt auch nicht sonderlich stabil.
Im Zweifel wären 2 ausgewachsene DSH für meine 18 kg Hündin auch echt nicht lustig gewesen, also war man da definitiv froh dass die keine Anstalten machten raus zu springen, das wäre für die beiden wirklich mühelos machbar gewesen.
In der HuTa bspw ist der Zaun wieder 2 Meter hoch. Da passiert es nur in Ausnahmefällen dass ein Hund drüber springt, in aller Regel reicht das.
In einer anderen HuTa wo der Zaun deutlich niedriger war, sind regelmäßig Hunde abgehauen.
Wieder anderes Beispiel- ein paar Straßen weiter lebt ein Ridgeback Rüde. Zaun circa 1,20 Meter, hab ich wieder absolut keine Bedenken wenn der Hund draußen ist, weil der macht keine Anstalten raus zu springen und der Zaun ist stabil.
Trotzdem geh ich wenn der Hund draußen ist lieber auf der anderen Straßenseite.
Also so konkret sagen können welche Zaunhöhe jetzt ausreichend ist ist kompliziert.
Interessant finde ich aber durchaus jedes Mal wie meine Hündin auf hinterm Zaun wachende Hunde reagiert. Normalerweise kann die es ja nicht ab wenn ein Hund sie angeht, aber bei sowas gibt sie jedes Mal deutlich zu verstehen dass sie nicht auf Stress aus ist und einfach nur vorbei möchte. Geschlecht des Hundes hinterm Zaun ist dann bspw auch egal ( obwohl Tendenziell unverträglich mit Hündinnen ).
Ich finde es macht zumindest nen Unterschied wie stabil der Zaun wirkt und ob der Hund wirklich springen muss, oder obs reicht wenn er nur drüber klettern muss. Aber vor allem hängts natürlich von den Hunden hinterm Zaun ab. Wie sind die konkret drauf ? Wird nur verbellt oder machts den Eindruck als würden die mehr tun ? Haben die in irgendeiner Art und Weise Anzeichen dass sie drüber würden ? Oder bleiben die stehen/laufen einfach mit ?