Ich hab lange Zeit sehe ländlich gewohnt, mittlerweile lebe ich ein paar Jahre im Stadtrand Gebiet.
Blöde Begegnungen mit anderen Hunden/Hundehaltern und freilaufende Hunde die zu einem kommen kann man prinzipiell erstmal überall haben.
Da kommts meiner Ansicht nach drauf an wo man konkret wohnt, weniger ob es ländlich ist. Wenn auch ländlich tendenziell entspannter ist weil man mehr Raum hat, die Hundedichte geringer ist und man viele Gespanne einfach auch kennt. Es kann aber auch vor kommen dass unter den Leuten die man so trifft ein paar HH dabei sind die ihren Hund frei laufen lassen obwohl dieser nicht zuverlässig abrufbar ist, HH von außerhalb kommen die sich doof verhalten, oder Hunde ohne Mensch von Höfen zu einem kommen.
Es gehört also irgendwo zum Alltag mit dazu dass man auch mal nervige oder blöde Begegnungen hat, nur wie oft das variiert eben total je nach Gegend.
Ich hatte es bspw schon dass aufm Land ( bin überwiegend auf den Feldern unterwegs gewesen) mehrfach Fremdhunde zu uns gerannt sind und meinen damaligen Hund immer wieder so gepiesakt haben dass die zwischenzeitlich Angst vor Fremdhunden hatte.
Ich hatte es mal dass sich uns beim Gassi einfach ein großer dunkler Hund angeschlossen hat und mit uns spazieren gegangen ist ( dachte der wär abgehauen und Besitzer sei besorgt, hat sich am Ende aber raus gestellt dass der halt dauernd mit irgendwem mit Gassi geht und ein Hofhund war der nichtmal nen Namen hatte).
Es kam auch bspw einmal vor dass man einen aggressiv gestimmten DSH weg brüllen musste.
In einem anderen Dorf hatte man das Problem dass man an jeder Ecke wo es raus ging problematische Gespanne hatte.
Ging man die eine Straße raus, hatte man zwei Border Collies die vom Hof gerannt und auf die eigenen Hunde drauf gegangen sind...
Ging man zur anderen Seite raus, hatte man eine Hundepension aus der mehrfach Hunde abgehauen sind...
Wieder woanders isses tatsächlich so dass die meisten Hunde denen man begegnet an der Leine bleiben und die Menschen drauf achten dass der Hund niemanden belästigt. Hatte da bisher noch keine einzige nervige Begegnung und finds daher gut ne Gegend zu haben in der ich wirklich entspannt Gassi gehen kann.
Dort wo ich aktuell wohne hat man in der Stadt schon einige nervige Begegnungen und im städtischen Wald bspw ist das nochmal deutlich schlimmer.
Da muss Ich tatsächlich dauernd damit rechnen dass irgendwelche Hunde zu uns rennen und der Besitzer entweder garnicht erst zu sehen ist, es ihm vollkommen egal ist was der Hund macht, der Besitzer sogar der Ansicht is der Hund dürfe und müsse das so, oder die den Hund halt nicht abgerufen bekommen.
Hier hatte ich es bisher auch nur ein einziges Mal dass sich jemand bspw dafür entschuldigt hat dass der Hund ungefragt zu einem gerannt ist, ansonsten muss ich entweder die Hunde selbst weg schicken oder mit den Besitzern diskutieren.
Hier kommt es bspw also durchaus vor dass ein Radfahrer vorbei rauscht und im Anschluss ein Dobermann zum eigenen Hund rennt...
Dass ein Staff zu einem rennt obwohl man deutlich sagt dass man das nicht möchte ( aus Gründen ) und es den Leuten ( die bekifft durch die Gegend schlendern ) scheiß egal ist und mit einem diskutieren dass man sich nicht so anstellen soll...
Dass im Wald auf einmal ein DSH und ein Malamute vor einem stehen und weit und breit niemand zu sehen ist...
Dass 3 kläffende Zwerge zu jedem Hund hinrennen uns es den Besitzern vollkommen latte ist...
Dass man irgendnen Giftzwerg an der Backe hat und den verscheuchen muss während dir Halter längst nicht mehr zu sehen sind da in den Wald abgebogen...
Dass aus irgendnem Hauseingang ein Hund raus schießt und den eigenen Hund vermöbeln will, man damit beschäftigt ist den vom eigenen Hund weg zu halten und sich während dessen von den dazu gehörigen Leuten ( die auf ihren Ärschen sitzen bleiben statt mal den Hund einzusammeln) bedrohen lassen darf...
Ect...
Man kann also weder eindeutig sagen : Wird nicht bis sehr selten passieren.
Noch kann man sagen : Wird euer täglich Brot sein.
Das is einfach wahnsinnig individuell je nach Ort in dem man wohnt. Und ein gewisses Risiko dass doch mal ein Hund zu einem läuft gibt es immer.
Vor Ängsten ist da nicht jeder sicher. Wenn auch es einen Unterschied macht ob man vorher schon Angst hat, ob man Angst um den eigenen Hund hat weil zb klein und auch ein netter gestimmter, aber trampeliger Großhund den böse verletzen kann, oder ob man durch blöde Erfahrungen Ängste bekommt.
Aber man sollte da auch abwägen.
Kann ich mich den Ängsten stellen?
Hab ich lieber einen Kleinhund den ich im Zweifel auf den Arm nehmen kann?
Hab ich lieber einen Hund ab Kniehöhe weil der im Zweifel robuster ist ?
Sind die Ängste berechtigt oder nicht?
Würde mich die Angst einschränken oder sich auf den Hund übertragen?
Wie verhalte ich mich in entsprechenden Situationen ?