Also ich hab hier ja auch nen Hund der in bestimmten Situationen aus Unsicherheit aggressiv reagiert, allerdings kam die nicht ausm Tierschutz.
Ich hab da tatsächlich zwischendrin auch überlegt obs Sinn machen könnte da nen souveräneren Hund dazu zu holen, schlussendlich hab ich jetzt so nen halben Zweithund ( also Hund gehört mir, lebt bei meiner Mutter, ich kümmere mich aber recht viel mit ).
Als der Bub eingezogen ist war sie 3 Jahre alt und die groben Baustellen sind soweit trainiert gewesen dass sie im Alltag überwiegend unauffällig geworden ist.
Weiterer Hund zu der Zeit als wir noch richtig zu tun hatten ( so circa mit 6 Monaten bis 1,5 Jahren ) wäre einfach dämlich gewesen.
Allerdings isses kein erwachsener gefestigter Hund geworden, und mit dem erwachsen werden hat sich da auch nochmal das ein oder andere getan ( zzgl zum Training ).
Ich kann nur sagen, der "Zweithund" ist definitiv ein unkomplizierterer Kandidat geworden. Im Sinne von deutlich unkomplizierter als sie, aber nicht im Sinne von lieb und nett zu allem ( der kann mit fremden Menschen bspw genauso wenig anfangen, ihm sind die nur in der Regel egal solange die ihm nicht auf den Senkel gehen ). Hätte ich nen richtigen Zweithund geholt, der wirklich mit uns zusammen lebt hätt ich noch gezielter drauf geachtet dass der Hund ne Spur offener ist. Aber so passt es für uns auch.
Es ist halt nur in dem Fall keinesfalls so dass sich die "Große" am Kleinhund orientiert, is aber auch logisch weil Schlumpfnase is ja jünger.
Daher isses eher so dass sich der Kleine an ihr orientiert, aber gleichzeitig auch so dass sie dadurch noch etwas mehr Souveränität bekommen hat ( inwiefern das bei ihr natürlich möglich ist). Sie hat den Zwerg ein Stück weit mit erzogen und ein Stück weit passt sie auch auf ihn auf. Irgendwo muss man dabei ja an sich wachsen.
Aber Hauptsächlich ist es für sie eher von Vorteil dass sie mit ihm einen Artgenossen hat den sie mag, mit dem sie Kontakten kann und der auch einfach zu uns gehört. Das is dann nochmal was Anderes als nur ne Gassibekanntschaft, und ich habe bei ihr definitiv den Eindruck, dass sie hinsichtlich Fremdhunden weniger problematisch ist wenn sie auch ein Stück weit dieses Hundekontaktbedürfnis stillen kann und regelmäßig mit nem anderen Hund vernünftig kommunizieren darf.
Ob es bei ihr funktioniert hätte einen älteren, gefestigten, souveränen Rüden dazu zu nehmen weiß ich nicht. Aber dieser Drang auf den anderen aufzupassen kann bspw auch mit einem Althund passieren, und irgendwie gibt's bei ihr auch so ne Art Mix aus Neigung zum Kontrolletti, Unsicherheit und doch möchte auch irgendwie sie gern das Sagen haben. Da weiß ich heute betrachtet nicht ob was Älteres bei ihr wirklich so die gute Idee gewesen wäre.
Daher einfach so mein Rat :
Ich würde erstmal mir circa 1 Jahr Zeit lassen. Dieses Jahr nutzt ihr um weiter zusammen zu wachsen, ein Team zu werden und an den Problemen zu arbeiten.
Wenn es irgendwann so gut funktioniert dass du sagen kanns ,, Der Alltag mit diesem Hund ist jetzt überwiegend entspannt", kannst du überlegen wie genau der Hund eigentlich sein muss der in Frage käme, und was eigentlich auch zu dir passt?
Lebst du schon mit einem Hund zusammen, muss Hund Nr 2 einfach zu beiden passen - schließlich willst du ja mit diesem Hund glücklich werden und dein Hund gern mit diesem Hund sein Leben teilen.
Oft sagt mab bspw gleich und gleich gesellt sich gern.
Wir haben ja bspw zum Mittelschnauzer einen Zwergschnauzer geholt, und die beiden verstehen sich prima.
Wäre es ein Terrier geworden, hätte sich das von der Art her miteinander gerieben.
Mit nem Retriever bspw käme meine Hündin nicht klar, mit was Nordischen bspw auch nicht.
Zu klein/fragil gebaut hätte er nicht sein dürfen, weil die Madame sehr körperklausig sein kann.
Zu sensibel wäre insofern problematisch gewesen da sie einfach manchmal grob ist und es hätte zu uns nicht gepasst.
Hündinnen waren keine Option weil sie auf die gut verzichten kann.
Oft ist es bspw aber auch so dass man im Zusammen leben früher oder später erkennt dass Hund da so seine Vorlieben hat.
Meine jetzige Hündin bspw findet warum auch immer Mops-Rüden gut, die Hündin davor fand bspw Dackel Rüden gut, allerdings kommen die Rassen jetzt für uns bspw nicht in Frage.
Aber es kann ja sein dass sich die Vorliebe deines Hundes da doch mit der deinigen deckt. Oder du fest stellst dass du damit gut leben könntest, dann könnte man sich bspw daran orientieren.
Ebenso wie man sich von bestimmten Typen mit denen es eher nicht so gut harmoniert distanzieren kann.
So als Beispiel von den Dreien die dir so ins Auge gestochen sind :
- Shibas wie gesagt, muss man schon mögen. Die erinnern eigentlich eher an Katzen von der Art her. ^^
- Malteser kenn ich unter den 9-ern eher als Hunde die nervlich nicht so fest sind. Oft sensibler, hibbeliger, eben nicht so das was ich als Fels in der Brandung betrachten würde. Kann natürlich trotzdem sein dass dieser eine Malteser ein äußerst robuster, entspannter Rassevertreter ist, aber an sich würde ich da jetzt bspw auch eher sagen - wäre jetzt evtl nicht die passendste Kombination weil doch sehr unterschiedlich.
- Golden Doodle... Hmm ich sags mal so : Super viele Menschen sind mit den Doodles wirklich zufrieden. Vom Fell abgesehen vereinen die aber auch nicht selten die Hüpfigkeit des Pudels mit der hmm, wie beschreibe ich das jetzt ohne den Retriever Leuten auf die Füße zu treten ? Naja ich nenne es einfach Retriever Art. Mich bspw kann man mit denen jagen, das is weder optisch noch vom Wesen her meine Art Hund. Aber wie gesagt- viele viele Menschen sind damit super happy. Soll jetzt aber nur heißen, dass es da schon Sinn machen würde zu schauen ob einem da Pudel- und Labrador/Golden Retriever liegen. Tuts das nicht- dann Hände weg von den Doodles. Stellt man fest dass man das mag warum nicht? Aber man kann sich drauf einstellen dass man mit dem Fell ne Art Glücksspiel eingeht. Es gibt Doodles da ist das Fell recht unkompliziert ( haart nur meist wie Hulle ^^ ), aber auch Doodles da is die Fellpflege Horror.
Es kann bspw sein dass vielleicht ein eher stoischer aber dennoch robuster, eher moderater und verträglicher Terrier passt.
Es kann sein, dass es Sinn macht sich bei den Hütern nochmal umzuschauen.
Es kann sein, dass vielleicht ein Beagle ein guter Kontrast ist, oder ein Havaneser passt.
Es kann sein, dass bspw ein Zwergschnauzer ne Option sein könnte, oder irgendeiner der wahnsinnig vielen Mischlinge bei denen keiner nen Plan hat was da alles drin steckt. 
Aber erstmal muss man wissen was möchte ich und was funktioniert mit dem Hund, damit man überhaupt erstmal weiß wonach man konkret suchen muss. Und dann natürlich ausgiebig kennen lernen. Finden die sich gut ? Dann is das n gutes Zeichen. Wenn nicht kann es auch sein dass die einfach Zeit brauchen, oder es passt halt garnicht.
Aber so oder so, braucht ihr erstmal Zeit.