Naja hinsichtlich des Ersthundes gibt's im Grunde folgende Optionen:
- Er kann mit Fremden Hunden nicht viel anfangen, braucht evtl auch länger um mit nem Hund warm zu werden, aber ein Hund im eigenen Haushalt kann, wenn man das vernünftig und geregelt angeht, funktionieren und er mag den anderen vielleicht sogar
- oder er stellt fest dass er halt da lebt und das wars
- Es kann auch einfach schief gehen. Sei es weil einmal nicht aufgepasst, Zwerg übern Haufen gerannt, irgendne doofe Auseinandersetzung ( im dümmsten Fall sogar mit ernsten Verletzungen) gehabt, und Hund 1 bekommt Angst vor Hund 2, bzw findet ihn deswegen kacke ( was ja ne vollkommen nachvollziehbare Reaktion wäre )
- Oder eben der Hund legt so oder so keinen Wert auf Artgenossen und man tut ihm nen Gefallen wenn er Einzelhund bleibt weil er mit nem anderen Hund im Haus nicht klar kommt.
Hinsichtlich der Rassewahl kann es zu folgenden Dingen kommen:
- Welpe ist grob und rumst den Zwerg um
- Welpe wird Junghund, testet aus ( bspw ob man sich Ressourcen aneignen und verteidigen kann ) und gibt dem 1. Hund nen paar auf die Rübe ( kann schneller passieren als man denkt, wenn man bspw nicht geübt drin ist sämtliche Konfliktsignale zu erkennen )
- Selbst wenn die sich mögen werden die vermutlich aufgrund des Größenunterschieds nie miteinander spielen können
- Hund 2 stellt irgendwann fest dass er ein Boerboel ist und packt seinen Wach-/Schutztrieb aus, stellt fest dass er andere ( wenn auch zumindest fremde ) Hunde oder und fremde Menschen doof findet und ihr habt möglicherweise ein paar wesentlich ernstere Problemchen als mit dem Spitz
- Hund 2 guckt sich das Pöbeln vom Spitz ab ( auch nicht witzig )
- Beide Hunde wird man in solchen Fällen definitiv getrennt führen müssen ( im Sinne von nicht beide Hunde mit einer Person ) weil es sonst sein kann dass der Große den Kleinen umnietet oder seinen Frust an ihm ablässt
- Deine Freundin kann diesen Hund evtl nicht mal ausführen wenn was sein sollte
- Kannst du übrigens auch nicht wirklich wenn der nicht vernünftig leinenführig werden sollte
- Ihr werdet die Hunde viel trennen und eingrenzen müssen damit der Kleine im dümmsten Fall nicht mit seinem Leben bezahlt
Ich stell mir bei sowas halt immer die Frage :
Wenn meine absolute Wunschrasse so viele Konfliktmöglichkeiten mit sich bringt, man eigentlich feststellt dass es bei der derzeitigen Lebensdituation nicht die beste Idee ist, kann sie dann nicht warten wenn die wirklich der absolute Traum ist ?
Ist es sie nicht wert zu warten, bis die Umstände passen ?
Ist es wirklich so ne doofe Idee erstmal was unkomplizierteres oder zumindest deutlich leichteres zu nehmen/eine Rasse die deutlich besser passt ?
Das bedeutet ja nicht dass ein Boerboel, Rottweiler oä weg vom Fenster ist, aber man kann diese Zeit nutzen um noch mehr Hundeerfahrung zu sammeln, sie besser lesen zu lernen, verzichtet dennoch nicht auf einen Hund, kann dann aber wenn es irgendwann so weit ist auch wirklich sagen : ,,Jetzt passt es, und ich weiß genau dass diese Rasse zu mir passt und ich das Handeln kann !"
Manchmal erfüllen sich Träume eben nicht sofort, manchmal dauert das länger.
Im schlimmsten Fall kann der Zwerg darunter nicht nur leiden sondern auch verletzt werden oder sein Leben verlieren.
Im besten Fall habt ihr ein Gespann das einfach irrsinnig viel Struktur und Mangagement erfordert.
Warum will man es sich so kompliziert machen ?
Ich mein, es scheint ja in trockenen Tüchern zu stehen. Aber man sollte sich auch klar sein dass es, wenn es schief läuft, auch die Beziehung zerstören kann.