Beiträge von Terri-Lis-07

    Was ich mich halt bspw auch frage: In einem der Listen bzgl Lebenserwartung bei verschiedenen Rassen stand zB Bein Dobermann ein Rahmen in 2-Stelligen Bereich drin, obwohl man doch davon ausgeht dass jeder 2. Dobermann im Laufe des Lebens DCM bekommt und dem entsprechend einige Hunde die Lebenserwartung deutlich runter ziehen müssten. Da frag ich mich wie man auf diese Zahl kommt.

    Und dem entsprechend, wenn ich mich das bei einer Rasse schon frage, frage ich mich wie aussagekräftig das bei den anderen Rassen ist.

    Und rein theoretisch müsste es auch andererseits wieder logisch sein dass mehr Hunde die verfrüht sterben in einer Statistik auftauchen, weil einfach so viel weniger Zeit vergeht im Gegensatz zu Hunden die alt werden, also kann man doch in ein und der selben Zeitspanne automatisch mehr jüngere Hunde notieren weil die die älter werden schlicht noch nicht eingerechnet werden können, oder hab ich nen Denkfehler ?

    Is also offensichtlich doch komplizierter als gedacht da ne aussagekräftige Tabelle zu entwickeln.

    Ich kenne glaub auch eher mehr Hunde die alt geworden sind als Hunde die zu früh sterben.

    Bspw :

    Unser damaliger DSH-Mix wurde 14 Jahre alt ( eingeschläfert wegen BSV )

    Susi wurde 16 Jahre alt ( hätte man für Altersschwäche halten können, war schlussendlich aber Krebs )

    Von einem anderen Westie aus der selben Zucht hab ich erfahren dass der deutlich früher ( glaube mit 8 oder so ) an Krebs gestorben ist

    Eine andere Westie Hündin wurde 17 Jahre alt ( vermutlich Altersschwäche )

    Eine Zwergpudel Hündin wurde wirklich uralt, glaube um die 19-20 Jahre waren das ( Altersschwäche )

    Die Omi von unserem Zwerg wurde 17 ( Altersschwäche vermutlich)

    Eine Großpudel Hündin wurde 14 Jahre alt ( vermutlich Hirntumor )

    Ein Kaninchenteckel wurde 4 Jahre alt ( multiple BSV )

    Ein anderer Kaninchenteckel dürfte 12-13 oder so gewesen sein ( wurde erschossen )

    Ein Langhaar Dackel Standard wurde ähnlich alt ( Ursache unklar, der ging ein paar Monate später ein nachdem der Besitzer ins Heim ging )

    Ein Mittelschnauzer Rüde PS wurde glaub 12 ( kuriose Ursache, da hat sich die Wirbelsäule aufgelöst :dizzy_face: ), sein Bruder lebte mit 14 Jahren noch ( wirds aber denke ich dann nicht mehr so lange gemacht haben... also wenn der 15 wurde war das echt Glück, der hatte im Alter Herzprobleme )

    Einige Riesenschnauzer haben so mit 9-12 wegen Krebs die Biege gemacht

    Von SRT kenne ich es wie gesagt ähnlich

    Eine Airedale Hündin wurde 17 Jahre alt ( vermutlich Altersschwäche), ein Rüde nur 3 ( Darmkrebs ) sonst auch eher so um die 12-14 rum

    Boxer gab's einige die mit 6, 7, 8 oder so an Krebs gestorben sind.

    Ansonsten fallen mir erstmal kaum Beispiele ein. Aber tendenziell kannte ich schon eher Hunde die alt geworden sind, grad wenn ich da an Westies oder Pudel denke. Hier lebte auch ein Jack Russell Mix in der Nachbarschaft der angeblich deutlich über 20 war ( kann man sich ja irgendwie nicht vorstellen, ich fand den einen Zwergpudel schon Methusalem ).

    Aber hier und da gibt's schon ein paar die aus dem Raster gefallen sind.

    Wenn man sich aber wie gesagt wieder die Statistiken ansieht, haben hier wohl einige echt Glück gehabt.

    Ich bewundere alle HH, die sich jeden Tag mit ihren "schwierigen" Hunden auseinandersetzen und Situationen so akzeptieren können, wie sie einfach sind.

    Und die Fähigkeit der radikalen Akzeptanz ist ja ein großes Thema in der Psychologie und eben nicht so einfach.

    Nicht nur bei der Hundehaltung.

    Ich denke es kommt einfach auch viel drauf an was einem eher liegt und was nicht so.

    Ich kann bspw mir kernigeren Hunden besser als mit weicheren Hundetypen, Hunde die man bremsen muss find ich inzwischen angenehmer als Hunde die man dauernd motivieren muss, Hunde die aus Unsicherheit nach vorn gehen besser als Angsthunde die freezen oder schnell ins Fluchtverhalten kippen, Wachtrieb besser als Jagdtrieb...

    Aus dem Grund empfinde ich bspw meine Hündin nicht wirklich als einschränkend.

    Hätte ich bspw nen richtigen Angsthund oder ein mega Sensibelchen würde mich das viel mehr einschränken, einfach weil mir sowas weniger liegt und teils auch garnicht in mein Umfeld passt.

    Ich empfinde bspw bei Lilo auch tatsächlich den Jagdtrieb am Nervigsten. Dass sie einige Hunde und fremde Menschen nicht leiden kann, nunja ich mag ja selber auch viele Menschen nicht und brauche beim Gassi auch keine fremden Hunde um mich rum.

    Wenn ich mir jetzt allerdings vorstelle dass ich dauernd aufpassen müsste dem Hund ggü nicht zu deutlich zu werden weil der sonst zusammen zuckt, oder mit dem Hund kaum wo hingehen zu können weil er vor allem flüchten möchte oder vor Angst erstarrt... Das passt halt einfach weniger.

    Ich denke wenn einem ein Problem liegt, ist das schon die halbe Miete. Manchmal muss man da evtl erstmal den richtigen Weg finden, manchmal darf es auch nerven, aber wenn man mir etwas überhaupt nicht klar kommt oder es einen zu arg stresst/einschränkt, ist das ganze schon wieder fraglich.

    Das is echt interessant zu sehen.

    Bestätigt auch nochmal dass der eigene Eindruck nicht viel Aussagekraft hat.

    Ich hab bspw mal meine Rassen angeklickt, demnach sterben bspw Zwergschnauzer in der Masse ein paar Monate früher als Mittelschnauzer, hätte da sonst auch eigentlich gesagt dass die Zwerge locker länger leben.

    Krass.

    Wenn es rein um das "an sich arbeiten" hinsichtlich bspw ruhig bleiben in gewissen Situationen geht :

    Hängt einfach auch viel vom Hund ab.

    In gewisser Hinsicht an sich arbeiten muss man mAn durchaus bei den ein oder anderen Hunden, bzw lernt man selbst unterschiedliche Dinge.

    So als Beispiel:

    Meine Hündin ist recht unsicher, bedingt verträglich mit Hunden, findet fremde Menschen doof, ist wachtriebig und neigt häufig dazu nach vorne zu gehen. Einerseits ist sie echt grobmotorisch, andererseits grad hinsichtlich Stimmungen, Körpersprache und Co sehr sensibel. Die ist da unterm Strich einfach wesentlich kleinkarierter als es bspw unser Westie war, oder bspw der Zwerg ist.

    Dadurch braucht sie definitiv erheblich engere Führung als die beiden anderen es brauch(t)en. Und eben dadurch dass sie so viel mehr auf einen achtet und sich dadurch entsprechend beeinflussen lässt, war es in unserem Fall wichtig dran zu arbeiten wie ich in den problematischen Situationen drauf bin und wie ich mich verhalte. Ich habe also stärkeren Einfluss auf ihr Verhalten, als ich bspw bei Susi hatte.

    Susi war sehr eigenständig, deutlich selbstsicherer, weitaus weniger am Menschen orientiert. Bei ihr hats einfach gereicht wenn ich an meiner Geduld arbeite, denn einiges hat einfach nur länger gebraucht bis man da nen Weg rein gefunden hat, oder auch garnicht.

    Bei Lilo hingegen isses oft so, wenn ich in Situationen die sie stressen gestresst bin, ist sie es erst Recht. Lass ich mich da emotional nicht so mitnehmen, fällt es ihr leichter sich selber zu regeln und sich an mir zu orientieren.

    Ebenso kann ich bei ihr bspw nicht einfach am Handy daddeln oder so ( finde ich wenn man mit Hund unterwegs ist eh unnötig, aber so als Beispiel), denn sie braucht es dass ich eine gewisse Aufmerksamkeit auf die Umgebung habe. Hat sie nämlich den Eindruck ich bekomme was nicht mit, ist das im Zweifel ein Grund laut zu werden. Bekomme ich das mit, ist es für sie okay, weil sie merkt dass ich das registriert hab und sie das jetzt nicht melden muss, bzw ich das offensichtlich als unproblematisch einstufe und sie beruhigt sein kann. Und in bestimmten Situationen braucht sie einfach auch nochmal mehr Feedback meinerseits.

    Finde ich was komisch, findet sie es häufig erst recht komisch.

    Bei ihr ist es also nicht so dass sie wegen mir problematisch wird, denn das ist sie ja von Haus aus, dadurch dass sie so ein misstrauischer Hund ist der in vielen Dingen schnell eine potentielle Bedrohung sieht...

    Es ist viel mehr so dass sie erst durch mein richtiges Verhalten ( ruhiger/entspannter sein bedeutet ja keinesfalls dass man in einen meditativen Zustand verfällt oder passiv wird xD ) unauffällig werden konnte.


    Deshalb finde ich es bspw auch nicht richtig zu sagen : Der Mensch ist immer Schuld am Fehlverhalten.

    Oft ist es so dass der Hund gewisse Dinge einfach bereits mitbringt und man als Mensch erstmal nen Weg rein finden muss. Komplett unauffällig ist Lilo bspw nach wie vor nicht, es wird immer Situationen geben die für sie schwierig bleiben werden, weil sie ist wie sie ist.

    Aber je nach Hund, hat man als Mensch einfach einen gewissen Anteil dran wie weit man da kommt und uU ob gewisse Themen erst zu einem Problem werden.

    Da nehme ich jetzt mal Hundetypen als Beispiel die engere, konsequentere und souveränere Führung brauchen: Kann man die nicht bieten, wird der Hund auffällig. Bekommt man das hin, kann es sein dass der Hund nie Probleme macht, sich das jedoch ändern kann wenn jemand anderes diesen Hund nimmt der diese Führung nicht bieten kann. Oder der Hund beim Halter auch deshalb unauffälliger ist weil dieser in gewissen Situationen entspannt und souverän bleibt. Während der selbe Hund bei jemandem der bspw bei anderen Hunden panisch oder unsicher wird dann das pöbeln anfängt. Oder bei jemandem der bspw im Dunkeln Angst vor fremden Menschen hat, anfangen könnte jeden Menschen im Dunkeln anzumotzen. Das sind dann allerdings Hunde die dann der Ansicht sind sie müssen das für den Besitzer regeln, und für sich selber da keine Probleme mit sehen wenn sie den Eindruck haben dass das für den Menschen kein Problem ist/sie einfach nicht in der Position sind da handlungsbedarf zu sehen


    Ansonsten hab ich jetzt beim Lesen der Thread Überschrift erstmal gedacht es geht darum inwiefern sich Hund und Mensch einander angleichen können.

    Da hab ich jetzt tatsächlich den Eindruck dass man häufig gewisse Ähnlichkeiten vor findet. Wobei ich mich durchaus frage ob das nicht vielleicht auch Zufall sein kann?

    Ich bin bspw selber lieber allein unterwegs, finde viele Menschen doof, bin selbst recht misstrauisch unterwegs und habe zufälligerweise ( oder auch nicht? ) einen Hund erwischt der genau so tickt wie ich. Ich würde allerdings nicht behaupten dass sie einzig und allein so ist weil sie bei mir lebt. Ich kann mir vorstellen dass ich selbst da einige Dinge entsprechend ein Stück weit unbewusst mit beeinflusse, aber schlussendlich hab ich mir ja für diesen Hund entschieden weil ich der Ansicht war dass das zu mir passt und am Grundwesen kann man eher nicht rütteln.

    Würde ich mir bspw einen vollkommen Rassetypischen Golden Retriever kaufen, würde der dann fremden Menschen ggü weniger offen werden, nur weil ich mit fremden Menschen nix anfangen kann? Ich vermute eher nicht. Aber es kann sein dass er distanzierter wirkt, weil er weniger Kontakt mit fremden Menschen haben würde und dadurch einfach bei weniger Menschen abspeichert dass man die begrüßen darf.

    So wie eben ein dahingehen misstrauischer, distanzierter Hund möglicherweise noch misstrauischer und distanzierter wirken kann weil ich einfach nicht so stark drauf achte Interaktionen mit fremden Menschen zu üben, sowas also ne Spur unbekannter bleibt als wenn es bspw nur um vorbei gehen an Passanten geht.

    Ich habs sicherlich irgendwann schon mal geschrieben:

    Ich kenne es bspw vom Russischen Terrier dass die im Verhältnis zur Größe ein recht normales Alter erreichen können. Da sind 10-12 Jahre keine Seltenheit.

    Allerdings haben auch die durchaus ein Thema mit Krebs ( Krallenkrebs, Osteosarkom, was ich jetzt wenn man bedenkt dass zu den Uraprungsrassen ua Neufundländer, Rottweiler und Riesenschnauzer gehören nicht verwunderlich finde ).

    Ich kenne es von dieser Rasse also so : Wenn die nicht der Krebs holt, sind die auch mit bspw 11 noch fitte Senioren, können normal noch länger Gassi gehen und haben auch noch Bock was zu arbeiten. Man merkt zwar im Vergleich zu jungen Jahren definitiv dass sie älter sind, aber man kann im Vergleich zu manch anderer Riesenrasse schon damit rechnen dass die ein 2-stelliges Alter erreichen.

    Mich würde bspw auch interessieren wie die Lebenserwartung so bei den HSH Rassen aussieht. Tendenziell würde ich wohl dort um den Dreh die Grenze setzen.

    Das sind eben Hunde die zwar sehr groß sind aber noch im Stande sein müssen ihrer Arbeit nachgehen zu können.

    Das ist ein Faktor den man einfach nur auf möglichst riesig oder/und besonders massig geachtet eben nicht hat.

    Hier wird doch immer wieder gesagt : Qualzucht ist, wenn man gewisse Eigenschaften gezielt züchtet, obwohl man weiß dass damit Schmerzen/Leiden/Schäden einher gehen.

    Genau das, was erfüllt ist wenn man ganz bewusst gewollt überdemensional große oder schwere Rassen züchtet ( ebenso wenn man zu fragile/kleinwüchsige Hunde züchtet).

    Man weiß dass übergroße Hunde nicht nur erheblich früher sterben, sondern auch dass diese häufiger Gelenkprobleme, Magendrehungen, nicht selten Herzprobleme und Krebsproblematiken haben.

    Man weiß, dass es Rassen gibt die trotz schnelleren Alterungsvorgangs einfach ewig brauchen bis sie erwachsen sind, eben wegen dieses Alterungsvorgangs dafür aber auch umso schneller alt sind.

    Ebenso haben viele Riesenrassen Probleme mit Ektropium und einigen anderen Stellen des Bewegungsapperats ( bspw auch Bänder/Sehnen, nicht nur die Gelenke).

    Also warum sollte man dann bspw davon ausgehen dass eine Deutsche Dogge, sofern man aufs Extrem züchtet keine Qualzucht sind ?

    Fakt is auch: Laut Standard ist bspw das Ektropium ein Fehler, trotzdem findet man zuhauf Doggen in der Zucht bei denen man das echt nicht übersehen kann.

    Ebenso ist laut Standard die Größe begrenzt auf 90 cm.

    Mal ehrlich- mir kann niemand erzählen dass man sich daran konsequent hält. Wenn ich auf Ausstellung Doggen sehe die mir mit Rücken zum Bauchnabel und mit dem Kopf zur Brust gehen, sind das nie im Leben unter 90 cm...

    Es steht bspw auch nicht als Zuchtausschließender Fehler drin wenn eine Deutsche Dogge deutlich drüber ist.

    Bei anderen Rassen hingegen ist Schicht im Schacht wenn ein Hund über die 1-2 cm Toleranz überm Standard liegt...

    Drei Hunde . Wow. Richtig aussagekräftig.

    Wenn da nicht steht woran würde ich da nicht viel drauf geben.

    Im Vergleich zu einigen anderen HP's fällt das eben schon auf.

    Und ja ich finde 3 Hunde die so früh sterben schon auffällig. Dass mal ein Hund viel zu früh verstirbt kann bei jeder Zucht vor kommen, ich bin allerdings auch der Ansicht wenn man nichts zu verheimlichen hat kann man die Todesursache auch gleich dazu schreiben...

    Das kenne ich von anderen Rassen durchaus so.

    Während bei Rassen mit häufig kurzer Lebensdauer hingehen öfter garkeine Todesursache dabei steht oder man auffallend oft "vor Auto gelaufen" liest.