Ich kenne leider einige Leute, die große Hunde haben und sich „den Ernstfall“ tatsächlich nicht leisten können. Ich kenne Leute, die haben/hatten nicht die 250€ Anzahlung für nen Kaiserschnitt …🤬
Ich kenne auch Besitzer, die ihren 9 jährigen IW nicht operieren ließen, weil die Diagnose nicht gesichert war und man „schauen“ hätte müssen, da Röntgen und Ultraschall nicht eindeutig waren …
Im Endeffekt wird/kann es das absolut rasseübergreidend geben - natürlich. Und so manche alte Frau hungert lieber, als dass es dem kleinen Dackelchen etc schlecht geht 👍
Das kann es nicht nur rasseübergreifend geben, das gibt es rasseübergreifend.
Es is vollkommen egal ob jemand nen Kleinhund oder ne Riesenrasse hat, Tierarztkosten sind teuer, und es gibt einige Hunde vollkommen egal welcher Größe die nicht ausreichend medizinisch versorgt werden weil das Geld fehlt oder man zu geizig ist es auszugeben.
Ich hatte glaub irgendwo irgendwann mal von unserer damaligen Nachbars-Westie Omi geschrieben:
Vorgänger Hund war ein Yorkie vom Vermehrer, bestellt ( nicht selbst abgeholt), 3 Tage nachdem er ankam gestorben.
Nur logisch dass man sich daraufhin nochmal nen Hund vom Vermehrer kauft...
Hund bekam Beidseitig Kreuzbandrisse - das Geld hat man lieber in Urlaube gesteckt statt den Hund operieren zu lassen.
Zähne waren verfault - Keinerlei Handlungsbedarf die mal sanieren zu lassen.
Hund war Allergiker - bekam irgendwelche Rinti Schälchen zu fressen.
Trotz der kaputten Knie und den ganzen Arthrosen war der Hund übergewichtig.
Fachgerecht getrimmt wurde der Hund nie, hat man immer selbst mit der Maschine runter gesäbelt.
Und weil ja der Bewegungsapperat nicht mehr so konnte wie er wollte war die logischerweise Konsequenz daraus eben dass der Hund nicht mehr Gassi ging und nurnoch den Garten zur Verfügung hatte ( also, außer eben ich hab die Hündin mit Gassi schlendern genommen), statt dass man einmal Geld in den Tierarzt gesteckt hätte...
Und das Geld hatten sie ! Sie wollten es nur nicht in die tiermedizinische Versorgung und in hochwertigeres Futter, rassegerechte Fellpflege usw investieren. Die sind davon lieber ohne Hund in den Urlaub gefahren oder haben es in ihre Enkelkinder gesteckt.
Anderes Beispiel:
Jemand hatte eine American Bulldog Hündin.
Sie bekam Mamatumore, ne Pyo, Beidseitig Kreuzbandrisse und BSV. Besitzer hatte das Geld nicht um die Tierarztkosten finanzieren zu können, also sammelte er via social media Spendengelder. Ein paar Monate später musste die Hündin eingeschläfert werden weil der Krebs zurück war.
Und statt draus zu lernen, kauft man sich danach was ? Natürlich nochmal eine American Bulldog Hündin.
Grad hinsichtlich Kleinhunde gibt es wahnsinnig viele bei denen munter die Kniescheibe rein und raus ploppt aber die Leute es nicht für notwendig halten zum Tierarzt zu gehen.
Und bei jeder Größe gibt es Halter die es entweder übersehen oder bewusst nicht zum Tierarzt gehen weil es Geld kostet... Oder sich die medizinische Versorgung die der Hund bräuchte nicht leisten können...
Es kommt auch durchaus vor dass Hunde eingeschläfert werden weil die Euthanasie günstiger ist als die medizinische Behandlung...
Besonders ärgerlich wird es, wenn man sich zusätzlich auch noch Rassen anschafft bei denen vorhersehbar ist dass das teurer wird, weil Qualzucht oder weil hohe Wahrscheinlichkeit an gewissen Erkrankungen zu erkranken, und oft lernt man nichtmal draus und kauft sich die selbe Rasse oder eine ähnlich kranke danach wieder...
Also klar ist eine Riesenrasse in allem teurer, aber prinzipiell kann erstmal jeder Hund richtig ins Geld gehen, vor allem beim Tierarzt. Wenn man dann weder entsprechende Rücklagen hat, noch den Hund entsprechend versichern lässt... Nunja. Wie gesagt, es zieht sich durch alle Rassen.