Wurde hier glaub noch nicht verlinkt, aber ein super interessanter und ausführlicher Artikel bzgl der Studie zum Plattenepithelkarzinom bei allen 3 Schnauzer Größen:
Allerdings ist der auf englisch.
Ich versuch das mal bisschen soweit es mir hängen blieb kurz zusammen zu fassen:
Man hat quasi alle möglichen eingesendeten Proben die so zwischen 2013 und 2022 bei Laboklin rein kamen ausgewertet anhand der Daten die so zur Verfügung stehen.
Dabei kamen ganz interessante Sachen raus.
Es wurde einerseits bestätigt dass es einen Zusammenhang zwischen Größe und Farbe gibt. Schwarze Hunde sind allgemein signifikant häufiger davon betroffen als helle Hunde ( neben Schnauzern ist die Rede auch von schwarzen Großpudeln, schwarzen Labradoren, Rottweiler, Beauceron und Briard ), und während bei Mittel und Riese definitiv eine Prädisposition vorliegt, kommt das beim Zwergschnauzer derart selten vor dass es keine Relevanz hat. Genauer wird vermutet dass es, wenn es beim Zwergschnauzer vorkommt, eher am Alter liegt.
Man hat auch Unterschiede zwischen Mittel und Riede feststellen können:
Beim Riesenschnauzer konnte als einziger Größenschlag einen Zusammenhang zum Geschlecht hergestellt werden - hier sind Rüden häufiger betroffen als Hündinnen. Ebenso erkranken Riesenschnauzer früher als Mittelschnauzer.
Mittelschnauzer hingegen haben ein circa doppelt so hohes Risiko als die Riesen, dass mehr als eine Zehe betroffen ist. Die meisten Zehen die einem Hund entfernt werden mussten waren 6...
Interessant hinsichtlich betroffenen Zehen und Metastasen ist, dass die Wahrscheinlichkeit dafür bei Zehe 1 und 2 noch hoch ist, ab Zehe 3 jedoch sinkt.
Man hat auch versucht auszuwerten welche Zehen besonders häufig betroffen sind und welche weniger, das konnte ich mir allerdings nicht merken.
Tendenziell erkranken jedoch häufiger die Vorderpfoten als die Hinterpfoten, vermutet wird das dadurch dass die Vorderpfoten stärker belastet werden als die Hinterpfoten, aber wirklich belegen kann man das soweit nicht, es is lediglich ne Vermutung.
Man wollte auch schauen ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Größe des Krebsgeschwürs und Metastasen, was jedoch mangels dafür geeigneter Daten nicht möglich ist.
Gentisch gibt es laut dieser Studie einen Zusammenhang mit dem KITLG-Gen, welches wohl für die Intensivierung der Pigmentation zuständig ist.
Es wird jedoch vermutet dass da wahrscheinlich noch andere Faktoren mit rein spielen.
Interessant wäre noch gewesen ob man Zusammenhänge zwischen den Linien durch auswerten der Ahnentafeln herstellen kann, dazu haben allerdings auch die Daten gefehlt.
Man findet bspw auch noch Diagramme hinsichtlich der Lebenserwartung der betroffenen Hunde, unterteilt nach Größe und nochmal danach ob die Todesursache mit dem Plattenepithelkarzinom im Zusammenhang steht oder nicht.
Man kann auch einsehen in welchem Alter das auftritt und wann die meisten Hunde erkranken.
Der jüngste erkrankte Riesenschnauzer war 3 Jahre alt, die meisten Riesenschnauzer waren zwischen 8 und 10, wobei sich der Durchschnitt auf circa 9 Jahre beläuft.
Der jüngste erkrankte Mittelschnauzer war 5 Jahre alt, die meisten Hunde erkranken zwischen 8 und 11 Jahren, wobei das durchschnittliche Alter bei circa 10 Jahren einpendelt.
Wenn dies beim Zwergschnauzer vorkommt, liegt der Durchschnitt bei 11 Jahren ( wobei das wie gesagt zu vernachlässigen ist... Das waren vielleicht 13 Hunde oder so, während es bei Mittel und Riese jeweils irgendwas um den 2000-er Bereich waren ).
Find das so ganz interessant zu wissen.
Ich glaube irgendwo wurde als Gegenzug noch erwähnt dass Zwergschnauzer wenn, eher ein Risiko für Mammatumore haben, wohingegen davon bspw Riesen deutlich seltener betroffen sind.
So im Verhältnis zu den Zahlen würde ich auch raus lesen dass Mittelschnauzer sogar Verhältnismäßig häufiger betroffen sind als Riesen, wohingegen diese ein höheres Risiko zu haben scheinen daran zu sterben und früher zu erkranken.
Ich bin mal gespannt wie das die nächsten Jahre/Jahrzehnte noch weiter geht. Sollte man da bspw her leiten dass bestimmte Linien stärker betroffen sind als andere, könnte man schauen dass man diese wenn möglich meidet. Ebenso wenn es eine bestimmte Gen-Kombination geben sollte die man entschlüsseln und auf die man Zuchthunde irgendwann testen könnte...