Also einmal weil ja manche Tips bzw ein gewisses Hin und her verwundert.
Anfangs dachten alle dass die beschriebenen Problematiken einfach Training und entsprechendes Management beharren, da war die gesundheitliche Situation noch nicht richtig Thema. Also ist in dem Fall eben das Vorgehen gewesen : Maulkorb drauf wenn draußen unterwegs ( zumindest dort wo sich zu viele Menschen aufhalten ), vernünftigen Trainer suchen, bei Bedarf noch die Gesundheit abklären.
Nebenbei war noch die Sache mit Lui die auch entsprechend thematisiert wurde.
Danach kam erst so richtig das Thema NAD auf, also lag/liegt das natürlich im Fokus.
Dann ploppt auf dass da noch mehr Dinge gesundheitlich Probleme machen.
Dadurch gibt sich einfach immer wieder ein anderes Bild der Lage und deswegen unterscheiden sich auch die angeraten Vorgehensweise teilweise.
Ich hoffe das hilft jetzt etwas bei der Verwirrung.
Prinzipiell geht Gesundheit eben immer vor und daher sind die Verhaltensthemen auch eher nebensächlich, zumal das auch mit der Gesundheit einher geht.
Es macht also bspw nen Unterschied ob ein Hund einfach von seiner Art her schnell gestresst ist, oder ob das gesundheitlich begründet ist. In Ersterem Fall würde man dazu raten daran entsprechend zu arbeiten, in zweitem Fall rät man eher dazu erstmal wo es möglich ist Ruhe einkehren zu lassen und schauen wie man das gesundheitlich in den Griff bekommt. Und wenn nicht, dann bleibt es schlichtweg ein Hund bei dem man aufpassen muss dass er sich nicht unnötig zusätzlich stresst.
Dahingehend kann ich bspw ein Stück weit verstehen dass das scheiße ist, ich hatte mal einen Hund der sich schnell aufgeregt hat, diese Aufregung für diesen Hund aber ab nem bestimmten Zeitpunkt echt Gift war weil Herzkrank.
Nun meine Denke dazu : Auch das Herz ist ein Muskel. NAD führt zu Muskelschwäche soweit man weiß ( und zu Nervenschwäche ), also ist es höchst wahrscheinlich so dass auch das Herz daran irgendwann leiden wird.
Es kann aber auch sein dass ihn die ganzen Probleme die er hat so stressen dass er für vieles einfach keinen Nerv hat.
Oder eben es liegt am Tryptophan, oder an anderen Dingen.
Wobei ich ehrlich gesagt, bevor ich Tryptophan ergänzen würde, einfach gleich ein Futter füttern würde welches das bietet.
Es klingt so als ob er es ohnehin nicht gut verträgt.
Es kann aber auch sein dass es nicht das Hauptfutter ist sondern bspw Leckerlis oder das was die Nachbarin ihm regelmäßig füttert, oder andere Allergene im Spiel sind oä.
Hinsichtlich der Ohren werfe ich noch ein : Er ist ja ein Langhaar Hund. Oft ist es so dass die aufgrund des Fells schlechter belüftet werden und der Gehörgang zugewachsen ist. Es kann also sein dass die Entzündungen allergisch bedingt sind, es kann sein dass es an zu viel Fell am/im Ohr liegt, es kann sein dass es an beidem liegt.
So oder so wäre mir da jetzt alles was nicht die Gesundheit betrifft eher nebensächlich. Ich würde nicht das Training investieren den Hund bspw stadttauglich zu machen, würde mir reichen wenn er mit der üblichen Ungebung zurecht kommt und im Zweifel wenn möglich einfach weiter raus.
Maulkorb würde ich aufsetzen wenn es bspw zum Tierarzt geht, bei Bedarf wenn du etwas was der blöd findet an ihm machen musst. So Dinge wie bspw auf weil geht zu Fressnapf oder in die Stadt, in nen Tierpark oä würden weg fallen weil ich so einen Hund dort nicht hin mitnehmen würde. Wäre es rein das Verhalten, würde ich in solchen Situationen bspw den Korb aufsetzen und üben, aber sobald der Verdacht da ist dass sowas zu Lasten der Gesundheit geht würde ich das lassen und solche Unternehmen ohne Hund machen.
Es is halt echt scheiße was Texas da alles hat und die Prognose bleibt leider ziemlich schlecht. Da kann man nur das Beste versuchen raus zu holen und jede Zeit die man hat wert schätzen.
Das ist kein normaler Hund bei dem man die Ambitionen haben sollte bspw einen unauffälligen Begleithund draus zu erziehen, sondern leider ein wirklich massiv chronisch kranker Hund bei dem wie gesagt die Gesundheit total im Vordergrund steht.