Bzgl des TA Themas :
Ich spreche Haus-TÄ erstmal keine Kompetenz ab. Schließlich haben die ja sehr sehr oft gut geholfen.
Auf das Herzproblem bei Susi kams bspw erst durch ein Geräusch beim Routine mäßigen Abhören und der Feststellung im Röntgenbild dass das Herz zu groß ist. EKG ging halt nicht dort, also gings eben weiter zum Kardiologen.
Beim ersten Kreuzbandriss wurden wir gleich zum Orthopäden weiter verwiesen, da hat man erkannt dass das nicht das Spezialgebiet ist.
Und überhaupt auf die Idee mal zu schauen ob dieser Hund das Cushing-Syndrom haben könnte, kam auch ein Haus-TA.
Aber ich hab trotzdem eben so einige Erfahrungen gemacht die mir schlicht und ergreifend beigebracht haben : Geh im Zweifel und wenn es irgendeinen Fachbereich betrifft lieber gleich zum Fach-TA !
Bei den Allergien bspw wusste unsere damalige TÄ kaum weiter, das einzige Mittel dass es gab waren regelmäßig Kortison Spritzen. Ausschlussdiäten hat sie bspw grundsätzlich garnicht erst empfohlen. Hautveränderungen die allergisch bedingt waren wurden fälschlich als Hautpilz diagnostiziert und so hat man immer wieder Geld für Sachen raus geworfen die garnicht das bewirken konnten was sie sollten. Ein Gang zum Dermatologen, und es gab gleich erstmal ein Shampoo mit das wirklich Besserung brachte.
Anderes Beispiel: Lilo hat sich als sie klein war ein Zehengelenk gebrochen ( das hab ich erst raus gefunden als ich sie circa 2 Jahre später in der Fach-Praxis hab Röntgen lassen als sie ohnehin wegen was Anderem in Narkose musste, und ich hab jetzt ne konkrete Diagnose mit Dingen auf die ich mich diesbezüglich einstellen kann weil das von einer Orthopädin ausgewertet wurde ), und unser damalige Haus-TA weigerte sich sowohl gegen das Röntgen, als auch gegen die Gabe von Schmerzmitteln. Begründung damit dass es ja voll egal ist ob da jetz was gebrochen oder nur geprellt oä ist und der Schmerz gut sei damit sich dieser Hund schont ( rückblickend so dumm einfach und ich wünschte mir ich wäre auf die Idee gekommen statt zum Haus TA gleich zum Orthopäden zu fahren, dann hätte sich das wenigstens gleich jemand angeguckt der das Ernst nimmt und Ahnung davon hat ).
Als sie ihre Gebärmutter Entzündung hatte, wurde auch nur deshalb ein Ultraschall gemacht weil ich drauf bestanden habe. Hätte ich das nicht getan, bzw wär selbst nicht auf die Idee gekommen, tja.. Dann wäre der Verlauf sicher schlimmer gewesen.
Und mit den Storys die ich bei den Kleinnagern hatte brauch ich garnicht anfangen. Da wird Diagnostik leider oft nochmal kleiner geschrieben, Notfälle werden nicht ernst genommen ( uns sind dadurch bspw zwei Tiere gestorben ), und je nachdem fehlt da auch einfach das Wissen.
Ich mein so an sich sind das ja erstmal "nur" Menschen. Die machen Fehler und die sind nicht allwissend.
Aber ich finds doch teilweise erschreckend wie lange bspw selbst auf eigene Faust an Dingen rum gedoktort wird obwohl diese die eigenen Kompetenzen überschreiten, statt gleich zu nem Kollegen weiter zu leiten der da wirklich helfen kann. Oder wenn man einfach mal anmerkt dass die irgendwo auf nem Stand hängen geblieben sind ( bspw Empfehlung zur Kastration ( wenn alt genug ) zur Krebsprävention oder damit der Rüde nicht schwierig wird, obwohl noch ganz junge Dinger
).
Andererseits aber wieder - es sind trotzdem Ärzte. Die haben das jahrelang studiert, ich nicht! Die haben unseren Tieren durchaus schon paar mal das Leben gerettet oder wirklich geholfen, aufgeklärt über Dinge von denen wir logischerweise keinen Plan haben.
Trotzdem wünscht man sich halt dass man bestimmte Dinge ernster nimmt, man benüht ist auf dem aktuellen Stand zu bleiben/sich immer wieder weiter zu entwickeln und eben weiß wo die eigenen Grenzen sind.