Sooo ich bringe einfach mal meine Gedanken dazu mit rein :
- Ich finde es spricht absolut nix dagegen kein Auto zu haben und Hunde zu halten. Wenn man bspw jemanden hat der im Zweifel fahren kann oder einen mobilen Tiernotdienst der dies im Fall des Falles übernehmen kann ( gibt's hier bspw auch, find ich richtig richtig gut dass es das gibt ).
- Dem Einwurf bzgl mal Abständen zwischen die Zeilen machen würd ich gern unterschreiben. Finde so viel Text zusammen hängend nämlich auch anstrengend zu lesen.
- Wachsame Rasse und Mehrfamilienhaus kann klappen, aber man muss das auch echt wollen und vor allem im Griff haben. Ich hab das ja selber so gewählt, aber wenn ich mir jetzt vorstelle ich wäre körperlich massiv eingeschränkt und müsste das täglich managen... Hmm weiß ich nicht ob das so ne gute Idee ist. Ernsthaft wachsam bedeutet nicht dass der Hund nur bellt wenn was ist ( das wäre in erster Linie ein bellfreudiger Hund oder eine Rasse bei der sich die Wachsamkeit in erster Linie aufs Melden bezieht ) und für einen in bedrohlichen Situationen in die Presche springt. So ein Hund bedeutet auch dass der regelt wenn du nicht kannst. Dass du möglicherweise andauernd erklären musst dass Nachbar/Passant/Fremdhund oä seine Aufenthaltsberechtigung sehr wohl hat, dass er meint länger oder öfter an einem bestimmten Ort sein bedeutet = das is unsers und darauf muss ich aufpassen, dass du eben viel öfter damit beschäftigt bist dem Hund klar zu machen dass ganz viel eben nicht sein Bier ist sondern deins. Und ich lese hier ehrlich gesagt nicht raus dass du das genau so willst. Im Grunde möchtest du eher einen in erster Linie abschreckend wirkenden Hund der vielleicht schnell mal verbal wird, oder zumindest eine gewisse Souveränität ausstrahlt. Du möchtest keinen richtig ernsten Wachhund haben ( schreibst ja selber er soll bspw nicht zu aggressiv werden, aber im Fall des Falles wird so ein Hund eben über das Maß bellen/anschlagen hinaus gehen und stellen, attackieren, wenn nötig auch zubeißen und das in erster Linie weil der Hund ein Problem mit dieser jeweiligen Person hat, und nicht weil dieser dir tatsächlich etwas Böses will ).
- Dann die Gewichtsklasse. Erwachsene 30 kg sind was ganz Anderes als junge hüpfidoing 30 kg. Große Rassen brauchen oftmals 3 Jahre + bis man wirklich von erwachsen sprechen kann, und bis dahin hast du einen starken, kräftigen Hund, der im Kopf noch raus finden muss wo ihm dieser eigentlich steht. Airedale Terrier bspw sind sog Spätentwickler ( 1 Jahr Höhe, 1 Jahr Breite, 1 Jahr Hirn ), bedeutet du hast ( Grad im Falle eines Rüden ) 20-30 kg Hormonbolzen im Wartungsprozess - 3 Jahre lang. Ich hab da auch schon nen kräftigen Mann stürzen sehen, nur weil der junge Herr Airedale mal kurz nen spontanen Hüpfer gemacht hat. Das sollte man nicht unterschätzen. ^^
Ich habe bspw selber schon ne 55 kg Russische Terrier Hündin halten können die nen Westie stampfen wollte, hab aber auch schon bei nem 1 jährigen DSH Fähnchen gespielt. Warum ? Weil die Kraft ganz anders umgesetzt wurde und der Boden ordentlich Unterschied gemacht hat ( in erstem Fall standen wir auf festem Boden, im zweiten Fall waren wir in Bewegung und genau auf dem lockeren Schotterboden is der Turbo gestartet). Ich wiege selber um die 50 kg, aber der Punkt ist der dass es für mich nicht so schlimm sein dürfte wie für dich wenns einen doch mal lang legt weil ein junger, kräftiger Hund mal spontan tut was so ein Hund nunmal auch so tut. 
Ich habe mir selber ne Nummer kleiner geholt an Hund, hat ausgewachsen "nur" 18 kg. Aber die waren natürlich noch nicht immer erwachsen und leinenführig, da konnte wirklich auch ordentlich Kraft rein kommen wenn die wollte. Und ein junger Hund... Naja der springt eben schon mal in die Leine weil Vögelchen, der Heckantrieb juckt, man sich ganz dolle über jemanden freut, man mal ausprobiert wie doll man zeigen kann dass man jemanden kacke findet,.. Soll also nur heißen- kg xy sind nicht gleich kg xy. Würde ich mir nochmal überlegen.
Und jetzt nochmal zum Airedale:
In erster Linie sind es natürlich Allrounder, also mit sehr vielen glücklich zu machen. Aber ich habe bisher von jedem Züchter einen Satz gehört : ,,Es ist egal was man mit denen arbeitet, aber die brauchen irgendwas."
Kommt nicht von ungefähr, denn es sind nunmal Terrier und Gebrauchshunde. Beides in der Lightversion, und es mag durchaus auch mal welche geben die auch mit weniger zufrieden sind, aber in der Regel sind es Hunde die vor allem ihre Birne benutzen wollen. Und wenn man die näher kennt, dann empfindet man es auch echt als Schade wenn die nicht gefördert und gefordert werden. Das sind zwar wachsame Hunde, aber in erster Linie waren es Hunde die immer irgendwo in den verschiedensten Sparten nen Job hatten, und deshalb sind die eigentlich ideal für Menschen die nen Hund haben wollen mit dem sie auch was tun müssen. Vielleicht nicht so ernsthaft wie mit nem klassischeren Gebrauchshund ( wobei es auch solche Airedales gibt ), aber eben mehr als bspw ein Bolonka einfordert. Aktives Begleithundeleben eben, mit entweder gezieltem Job oder Bock sich auszuprobieren, das wär eigentlich ideal. Die die das nicht bekommen können durchaus auch gut unleidlich werden.
Also long Story short : Diese Rasse sehe ich hier als unpassend. Bzw wenn ein Airedale, dann passt wahrscheinlich am ehesten einen schon älteren, der höchst wahrscheinlich wegen Todesfalles des Besitzers oä abgegeben wird. Aber den typischen Airedale wie ich ihn kenne, den sehe ich hier nicht. Und auch aus dem Grund würde ich die Finger lassen von der Mischlingsverpaarung. Im dümmsten Fall war der beteiligte Airedale noch ne Arbeitslinie, dann hast du nen Teil Gebrauchshund gemischt mit Labi. Hmm...
Womit ich auch beim nächsten Punkt wäre :
Ich würde wirklich schauen dass man den Radius irgendwie erweitert bekommt. Wenn die einzige Auswahl die man hat unpassende Rassen sind, Ups-Würfe, Terrier-Gebrauchskreuzungen und ähnliches, dann lieber keinen Hund als einen solchen der nicht passt oder/und aus dubioser Quelle kommt.
Wenn ich übrigens darüber nachdenke welche Rassen mir so beim Lesen durch den Kopf gegangen sind :
Spitz find ich garnicht so schlecht als Idee. Aber da müsste man dann überlegen ob man die Fellpflege hin bekommt bzw einen dabei jemanden helfen kann ( einfach weil ich nicht in deiner Haut stecke und nicht weiß ob dir das möglich ist, aber so aus eigener Erfahrung raus kann es doch anstrengender und langwieriger sein einen Langhaarhund ordentlich zu bürsten als man sich das vorstellt. Damit meine ich nicht dass man jeden Tag dran hängt, aber rechne damit dass du in regelmäßigen Abständen durchaus mindestens ne halbe Stunde, eher Stunde, beschäftigt sein wirst, oder du jemanden brauchst der dir hilft ). So an sich- nicht ganz so groß, kein Gebrauchshund, könnte mit dem Programm klar kommen ( sollte halt dennoch nicht grad der sportlichste Spitz sein ), wacht trotzdem, aber die musst du halt auch erstmal besser kennen lernen. Groß-/Wolfsspitz Züchter wird es nicht grad wie Sand am Meer geben.
Eurasier wär mir noch eingefallen, da hat man allerdings ebenfalls langes Fell mit viel Unterwolle und muss schauen wegen Züchtern. Die kenne ich jetzt allerdings hauptsächlich als normale Begleithunde, eher eigenständiger unterwegs, nicht allzu viel Jagdtrieb, und wachsam in nem gut handelbaren Maß.
Schwarzer Labbi aus Showlinie fällt ja raus. Wäre mir jetzt allerdings in den Kopf gefallen weil durchaus ne gewisse Ausstrahlung, und ich hab tatsächlich auch schon Labbis gesehen die ein Stück weit aufpassen. Die sind nicht alle im Zuckerwatten-Dumboland unterwegs ( doofe Umschreibung wahrscheinlich, aber ich meinte das jetzt bezogen auf dieses alles und jeden mögen -Klischee), die können auch anders sein. Aber auch da wieder - kräftige Hunde und die haben sicher auch gern bissl was zu tun ( da denke ich mir jetzt aber wieder dass ein Apportierfreudiger Hund auch einfach mal ganz praktisch ist, gibt nicht umsonst wahnsinnig viele Labbis oder Goldies bei Menschen mit Handicap ).
Ich dachte kurz an einen Collie in Tricolor...
Oder an einen schwarzen Galgo...
Oder nochmal einen Podenco...
Oder eben was Kleineres...
Da könnt ich mir vorstellen verschiedene Terrier ( bspw nen Cairn ), ich könnte mir vorstellen einen kleineren Spitz, ich könnte mir vielleicht auch vorstellen einen gemäßigteren Zwergschnauzer oder Zwergpinscher ( aber ! Die wachen knackig und brauchen mehr Führung, zwar leichtführiger als die größeren Verwandten, aber nicht vergleichbar mit bspw gemäßigtem Terrier )...
Aber die fallen halt alle raus weil zu klein.
Auch noch relativ klein, hab ich kurz an den Welsh Terrier gedacht, aber auch die würde ich eher nicht empfehlen. Weil die sind eben weit weg von gemäßtig. Und wenn ich schon keinen Airedale sehen kann, dann erst recht keinen Welsh.
Wie gesagt - schreib da gerade einfach nur meine derzeitige Denke nieder. ^^
Also so oder so : Da gibt's einfach noch einige Bereiche die man sich nochmal gründlicher durch den Kopf gehen sollte, und es ist super wichtig dass man die Rassen auch näher kennen lernt. Vieles wirkt gelesen anders als wenn man es lebendig vor sich hat, das macht dann eben dieses Bild in Leben und Farbe.