Mir geht's da ähnlich wie manch anderen hier :
Rütter fand ich ne Zeit lang ganz okay. Er hat das Thema Hund eben im TV sehr viral gemacht, und die ein oder anderen interessanten Reportagen und Formate raus gebracht. Für viele Hunde taugt er mAn nicht ( ich erinnere mich bspw an damals als er meinte Westies wären schon schwierige Hunde, und bemerke heute immer wieder wie seine Ansichten bei den Schnauzern bspw schlichtweg Fehl am Platz sind, ect... Das zieht sich so durch alle Möglichen Typen Hund die vom gängigen Bild in irgendeiner Form abweichen und sich nicht so recht oder dauerhaft in sein Schema pressen lassen ), aber um sich hinsichtlich Grundlagen zu informieren sind ja durchaus auch brauchbare Sachen dabei.
Differenzieren muss man mAn bei jedem Trainer, ich hab noch Niemanden gesehen von dem ich alles gut finde, aber auch ( obwohl ich mich eigentlich dagegen sträube das zu schreiben) Niemand Schlechten bei dem nicht auch irgendwo etwas Gutes dabei war.
Um nochmal auf MR zurück zu kommen- mich stört vor allem wie er sich die letzten Jahre entwickelt hat und welches Verhalten er hier und da an den Tag legt. Das wird ja besonders dann deutlich wenn jemand Meinungen vertritt die nicht in sein Weltbild passen, und dazu hat er mAn inzwischen auch zu viel Reichweite. Es gibt einfach sooo viele Menschen die der Ansicht sind ALLES was er sagt hätte seine Richtigkeit, denn er ist ja der Hundeprofi !
Wer hier hat denn nicht im Alltag schon paar mal den Satz gehört ,,Aber der Rütter hat gesagt...." ?
Eben ![]()
Milan... Da hatte ich leider mal ne Phase, da hab ich den auch geguckt, weil es was Anderes war als Rütter, so ein gänzliches Kotrastprogramm mit anderen Ansätzen. Heute für mich eine der wenigen Formate bei denen ich sage ,, Wenn du dich informieren willst, guck das auf gar keinen Fall !!". Weil viele der Dinge die dort vermittelt werden eben gefährlich sind, die Methoden definitiv bedenklich sind und er mAn Hunde auch sehe oft garnicht lesen kann.
Wenn man aber schon fortgeschrittener ist und sich im Klaren ist dass man das sehr differenziert betrachten muss, dann kann man auch da durchaus Dinge mit nehmen. MAn zwar nicht allzu viele weil schon sehr viel Müll dabei ist, aber es kann durchaus auch interessant sein ( wenn man das aushält ). Bspw wenn man sich mal vor nimmt die ganze Zeit auf die Körpersprache zu achten ( insbesondere von den Hunden, aber auch von den Menschen), dann lernt man da bspw sehr gut wie man viele Dinge eben NICHT tun sollte. Oder wie Konflikte so aussehen können... Oder sieht zumindest mal andere Rassen...
Wenn es eine Serie gibt die ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann, ist es eindeutig die von Victoria Stilwell ! Sie erklärt viele Dinge sehr gut und verständlich, geht auf die Hunde individuell ein, zeigt auf wo die Grenzen liegen und wo die Fehler bei den Menschen liegen, was sie besser tun können und wie das geht ect... Das ist also insgesamt ein Format bei dem man wirklich sehr viel von mitnehmen kann, für eine sehr hohe Varianz an Themen.
André Vogt... Hmm da stört mich vor allem einfach weil viele Dinge gezeigt werden die dann gern für notwendig gehalten werden können obwohl man diese oftmals im Alltag garnicht braucht. In der Welpensendung denk ich mir oft dass die viel zu viel lernen und können müssen und erstmal viel zu wenig einfach Welpe sein dürfen. Lehrreich finde ich ihn eher in anderen Themen. Nämlich daran wie man bestimmte Dinge strukturiert beibringen kann ( Tricks, bestimmte Regeln, Gewöhnung an bestimmte Situationen oä ). So für Erziehung an sich und Problem-Themen wäre das eher keine Sendung aus meiner Perspektive. Aber ja, es geht auch falscher.
Bei YouTube, insbesondere wenn man sich vor allem informieren möchte, finde ich bspw die Videos von Dirk Biller ( Stadtfelle ) auch ganz gut. Vor allem wenn man noch Neuling ist und vor dem Kauf eines Hundes steht, dann kann man sich so einige Videos davon ruhig geben. Besonders interessant finde ich die Rasseportraits, da eben erzählt aus Perspektive eines Trainers und HuTA. Leider zwar nur eine Hand voll an Rassen, aber doch deutlich informativer als so manch andere Portraits die es so gibt.
Dann gibts ja noch einige sehr sehr viele andere Trainer. Man muss sagen dass man die die man so in den Medien oder im TV sieht ja nur die Spitze des Eisberges sind und man aus der Bekanntheit an sich erstmal keinen Schluss ziehen kann.
Allen voran ist das ein Thema das man super individuell betrachten muss, unter Berücksichtigung gewisser Grundlagen. Ein guter Trainer wird mAn bspw niemals sagen ,, Ich weiß alles!", der wird sich immer weiter bilden. Auch wird er nie für jeden Hund der Richtige Ansprechpartner sein können, weil das schlicht und ergreifend nicht geht ( jeder hat da so eine Gebiete und Gebiete die ihm/ihr weniger liegen ). Ein guter Trainer bildet sich immer weiter fort, hat grundlegende Kenntnisse darüber Hunde richtig einzuschätzen, geht individuell auf Hund-Halter Gespanne ein, arbeitet nicht tierschutzrelevant und nach keinem Extrem. Das ist alles dann eben schon die halbe Miete.
Ich bspw mach es auch so dass ich aus allen Trainern die ich so sehe oder kennen lerne versuche Dinge für mich mitzunehmen und zu differenzieren was eher nicht geht. Ähnlich sieht es auch bei Büchern aus.
Und das wenn möglich auch erstmal unabhängig von der Sympathie.
Aber trotzdem gibt's auch einfach genug Trainer von denen man einfach nur sagen kann : ,,Renn ! " ![]()
Dafür gibt's aber auch gott sei dank genug bei denen man sagen kann ,,Gold wert !"