Beiträge von Terri-Lis-07

    Gesundheit ist insgesamt wahnsinnig komplex erstmal, weil sich Krankheiten unterschiedlich weiter vererben, Rassen unterschiedlich stark belastet sind, Krankheiten unterschiedlich ausfallen, von unterschiedlichen Faktoren abhängig sind, ect...

    Eine Garantie auf Gesundheit gibt's prinzipiell einfach nicht, egal wo man kauft.

    Aber man kann im Vorfeld schon bisschen sortieren.

    Rassen die bspw optisch Merkmale aufweisen die als Qualzuchtmerkmale gelistet sind ( zB sehr schwer, sehr fragil, kurze Schnauzen, Nasenlöcher die nicht mehr rund sind, kleine runde Schädel oder stark verkürzte Beine ) gehen mit Problemen einher, weil das alles entweder in irgendeiner Form die Anatomie beeinträchtigt, oder durch Gendefekte oä entstanden sind. Guckt man sich bspw einen Mops an - die Schnauze ist radikal verkürzt, aber alles was sich darin befindet, kann sich eben nicht so weit daran anpassen dass das so zusammen passen kann dass der Hund ein gesundes Leben führen kann.

    In Bezug zum Cavalier wäre das - kleiner, runder Kopf, während das Gehirn aber nicht klein genug schrumpfen kann um darin bequem Platz zu finden.

    Dann gibts natürlich noch Dinge da hat die Optik 0 Einfluss, da is dann irgendwas genetisch schief gelaufen, und manchmal kann man auch einfach Pech haben.

    Tendenziell kann man bspw auch sagen- Hunderassen die wahnsinnig beliebt sind, sind häufig auch Rassen mit Problemen, weil man wegen des Modebooms hier und da nicht so viel Wert auf Gesundheit geachtet hat.

    Wichtig finde ich es, immer für jede Rasse gesondert ausgiebig zu recherchieren was für Anfälligkeiten gegeben sind ( sprich häufiger vorkommt als bei anderen Rassen ), wie welcher Verein das Thema Gesundheit handhabt, wie der jeweilige Züchter darauf eingeht und wo man die Grenze zieht.

    Es gibt praktisch keine Rasse die keine Problemstellen hat, aber die Art und Weise unterscheidet sich sehr.

    Viele Menschen neigen dazu alles über einen Haufen zu werfen a la "Rassehunde sind eh alle krank" - vergessen aber dass Mischlinge nicht besser da stehen müssen ( hängt halt von ab was da so drin steckt ).

    Zum Cavalier : Informiert euch über die Krankheiten für die die Rasse bekannt ist und guckt mal Videomaterial diesbezüglich an. Glaubt mir, danach wollt ihr keinen mehr. Erinnere mich da an ein QZ Video von einem Youtuber der mal TA war, da wurde das Problem sehr verständlich und anschaulich dar gestellt. Kurz : Der Schädel ist so klein dass das Gehirn nicht rein passt und richtig gequetscht wird. Das bedeutet für den Hund massive Schmerzen und neurologische Probleme.

    Cocker Spaniel: Go, lernt die ruhig kennen. Wichtig zu wissen allerdings- das Fell is nicht nur pflegeintensiv sondern muss tatsächlich auch getrimmt werden ( sprich gezupft, nicht geschoren ).

    Doodle: Nur wenn ihr die Eigenschaften vom Labrador/Golden Retriever UND des Pudels mögt, verbunden eben mit dem Risiko dass das Fell sehr oft katastrophal ist ( ergo aufwendiger und dysfunktionaler als bspw das eines Tibeters oder Spaniels ). Mit den Ausgangsrassen tut man es sich mAn wesentlich leichter in so ziemlich allem als mit nem Mix davon. Aber viele Doodle Leuts sind ganz happy mit ihren Hunden. :ka:

    Tibet Terrier: Könnt ihr kurz halten ( da geht's mit dem Pflegeaufwend, aber muss halt trotzdem gebürstet und gekürzt werden ) oder lang gelassen ( sehr pflegeintensiv, man hängt mit der Bürste lange dran + muss den regelmäßig baden + mit Conditioner behandeln, würd ich nicht empfehlen).

    Außerdem finde ich die Tibeter als sehr "eigen". Man muss die wirklich kennen lernen und schauen ob das einem liegt. Die meisten Tibet Halter die ich kennen gelernt hab waren super happy mit ihren Hunden und teilweise wars auch der erste Hund. Aber die haben halt ne Spur mehr eigenen Kopf, sind deutlich kerniger als andere Begleithunderassen, waren mal die Alarmanlage der Tibetischen Paläste und ja... Die haben halt so ne Art an sich und sind im Gegensatz zu dem wie sie heißen keine Terrier. Eigensinnig ect liest sich zwar bisschen danach, aber das eigen sein der Terrier ist ganz ganz anders als das der Tibis. Mir liegen die bspw 0, mir liegen bspw auch Doodles 0. Muss man wirklich schauen.

    Ich denk die sicherste Bank dieser Rassen ist der ( English ) Cocker.

    Dies wäre eine vortreffliche Hundewahl :nerd_face:


    Die meisten Schnauzer Videos ( insbesondere von Zwergen ) find ich ja ehrlich gesagt ziemlich dumm. Die werden überall gefühlt so dargestellt als wären es voll die Kläffer mit ausgeprägter Ambition Frauchen/Herrchen zu stalken ( und mit Blicken zu verurteilen ).

    Hab mal ne sehr junge Mastino Hündin in nem Tierheim kennen gelernt. Die war zwar ( zumindest als die klein war, wobei "klein" :hust: ) damals ein sehr nettes Tierchen, aber ja, bis auf die Optik hat man nicht gemerkt dass das ein Welpe/Junghund sein sollte. Wie auf Valium passt da auch schon...

    Schwerfällig, schlechtes Gangbild, dazu massive Falten.

    Wie ein Baby Elefant, mit dem Unterschied dass Elefanten im Stande sind wandern zu können und vermutlich jedes Elefantenbaby wesentlich agiler ist.

    Zweites/in Bezug zu meinem Zitat :

    Geht nicht ums nicht wollen, sondern ums holen aber dann nicht in den sauren Apfel beißen können und den trotzdem zu pflegen, wenn man schon so einen Hund holt, weil vom Wesen ect besser passend als bspw ein Terrier/Pinscher/younameit.

    Ich hab echt nix dagegen wenn man keinen Trimm-/Scherhund will, aber dann kümmer ich mich entweder um angemessene Pflege oder kauf eben nen KH Hund. Und wenn beides nicht passt dann halt garkeinen Hund.

    Zwischen "nicht geschissen kriegen" und "würde es bevorzugen keine große Fellpflege betreiben zu müssen" ist aber auch noch ein kleiner Unterschied.

    Jap klar, aber ich dachte da in erster Linie grad wirklich an diejenigen die sich offensichtlich nichtmal ansatzweise bemühen.

    Diejenigen die es lediglich bevorzugen würden keine sonderliche Fellpflege zu investieren kümmern sich ja trotzdem drum oder wählen keinen pflegeintensiven Hund.

    Ich dachte mir heute wieder : Ein "Riesen"Chi, das wärs eigentlich.

    Kleiner Begleithund aber nicht so mini wie die normalen Chihuahuas, aber halt erhältlich in Kurzhaar.

    Marktlücke, für diejenigen die es nicht geschissen kriegen das Fell zu pflegen.

    Dann fragte ich mich wieder - sollten solche Leute eigentlich überhaupt Hunde halten dürfen ? :thinking_face:

    Bei unserer damaligen Hündin wurde das wahrscheinlich auch so operiert- Man hat dem Hund Faszien entnommen und damit dann das Kreuzband ersetzt. War allerdings ein Westie mit circa 9,5 kg Gewicht. Ab einer bestimmten Gewichtsklasse wendet man bei sowas ganz andere OP-Techniken an. Und es ist eben absolut wichtig dass der Hund wirklich zur Schonungszeit nicht springt und sich unkontrolliert bewegen kann!

    Ich fand die Heilungsphasen ( Achtung sau doofer Spoiler - in der Regel reißt das Kreuzband vom anderen Bein irgendwann auch durch ) super super anstrengend. Da war es wirklich wahnsinnig wichtig den Hund strickt zu schonen. Sprich erstmal nicht rennen und nicht springen lassen ( wenn sich das nicht anders verhindern lässt separieren/Box/Leine dran), danach wenn TA das Go gibt behutsam und regelmäßig Physio ( weniger war mehr, einmal versehentlich zu viel und man fing von vorne an ), usw...

    Das war wesentlich entspannter in der Heilung als es "nur" ne größere Bauch-OP war. So Geschichten mit dem Bewegungsapperat sind immer nochmal ne gute Spur straffer hinsichtlich dem was man dem Hund zumuten darf, bzw der Dauer der Schonung. Da brauchts neben nem guten Orthopäden und ner guten Physio wirklich Disziplin was das anbelangt. Eine falsche Bewegung kann grad zu Beginn reichen dass man neu starten muss.

    Ergo : Nochmal zum Fach-TA, Hund nicht auf die Couch lassen, nicht freilaufen lassen und Kopfarbeit anbieten um das Minus an Bewegung zumindest etwas erträglicher zu machen.