Beiträge von Märchen

    Nachdem Ole gestern, als ich von der Uni wiederkam, einen Katzenbuckel gemacht hat (bis er sich lösen konnte) und heute nach dem Gassi beim alleine toben in mein Bett gepinkelt hat, waren wir beim TA. In der winzigen (sehr konzentrierten) Urinprobe, die ich ihm entlocken konnte, war Blut und der pH war wohl auch zu hoch (meine ich, bin mir grad nicht mehr sicher) und es gab Kristalle. Er bekommt jetzt erstmal Schmerzmittel und AB. Ich hoffe, es ist "nur" eine Blasenentzündung nicht etwa eine Stein- oder allgemeine Nierenthematik. :( :

    Eben hat er sich auf jeden Fall wieder richtig gelöst, was er schon länger eigentlich nur (spät) Abends gemacht hat. Vielleicht hatte er sonst Schmerzen beim Lösen und hat es deshalb immer aufgeschoben... falls es so sein sollte, hat er viel zu lange schon damit zu kämpfen und ich hätte eher was merken müssen. Hoffentlich geht es ihm bald besser.

    Ich schätze mal, noda_flake hat immer noch keine Vorstellung davon, wie genau sie das anstellen soll und wahrscheinlich möchte hier auch niemand was konkretes empfehlen, weil das auch nach hinten losgehen kann. Daher auch hier: Ich bin absolut nicht qualifiziert, dir nahezulegen, was das Richtige wäre. Ich habe keinen ACD und mein Hund hinterfragt zwar tausendfach, aber ich stoße nie auf Gegenwehr. Ich habe nur das Gefühl, dass du den entscheidenden Knackpunkt "Aufregung kontrollieren durch Grenzen" nicht so ganz verstanden hast.

    Ein Beispiel von uns: Mein Hund kontrolliert und beobachtet seehr gerne, wenn ich ihn lasse. Da ich zuhause aber absolute Entspannung von ihm möchte und er sich sonst gerne hochpusht, darf er mich nicht just for fun beobachten (mir nicht nachlaufen, kein Kontaktliegen ohne Einladung etc.). Wenn doch, gibt es eine verbale Ermahnung und ansonsten gibt es Ärger (bedrohlich auf ihn zulaufen, in ihn reinlaufen, durch die Wohnung scheuchen, angrabbeln) und zwar so lange, bis er meidet, seinen Fokus von mir nimmt, sich einkringelt (wo auch immer er möchte) und ich nicht mehr nachsetzen muss. Inzwischen muss ich das alles nur noch selten, die verbale Korrektur (wenn überhaupt) reicht. Wenn ich alles richtig mache, liegt der Hund im Knäuel oder auf der Seite und ist tiefenentspannt.

    Es gibt keine Belohnung, denn der Fokus soll ja von mir weg (und 100% kann ich das auch erst wissen, wenn der Hund es eben nicht nochmal versucht und pennt). So sieht hier etwas aus, was über "reines schwarz" geregelt wird. Da gabs keinen Stuhlkreis, kein "er muss das doch erst verstehen, bevor ich strafen kann". Ist es unangenehm für ihn? Ja. Aber kein Weltuntergang. Wenn der Hund das noch ein paar Mal ausprobiert (und das finde ich völlig ok) und ich gutes Timing habe, mich also zum richtigen Zeitpunkt abwende, dann versteht er auch, wofür es den Ärger gab und in Zukunft wieder geben wird.


    Vielleicht kann jemand von der Trainerriege dazu noch was sagen, bevor ich mich als Ersthundehalter um Kopf und Kragen rede |) Ich fand nur, dass hier absolut nicht rüberkommt, wie man überhaupt "kontrolliert", aus Haltersicht. DASS es nötig ist, da sind sich inzwischen wohl alle einig - hier mangelt es doch eher am WIE. Und das läuft eben nicht über hier ein Kommando, da ein Leckerli, feeiiin

    Der erste richtige Ruhetag seit langem (der auch wie vorgesehen genutzt wird): Ole hat es geschafft, heute morgen direkt Kot abzusetzen und schläft seitdem fast durchgehend. Es freut mich so :mrgreen-dance:

    Es hat sich in letzter Zeit also doch einiger Stress eingeschlichen. Wird wohl Zeit, das Joggen wieder aufzunehmen und den Rest niedriger zu dosieren. Ich merke jetzt auch, wie viel besser seine Kotkonsistenz ist und dass ich dieses Stressanzeichen (neben weiteren) etwas verdrängt habe. Manchmal vergleiche ich hier mit anderen Junghunden und vergesse dabei völlig, dass meiner die ersten 7 Monate (fast) nichts außer Haus und Garten kannte und ich ihn dann noch mindestens 2 Monate in die absolute Überforderung gestürzt habe. Sollte mich eigentlich nicht überraschen, dass er mit Reizverarbeitung ("immer noch") so seine Probleme hat. :hust: Mal abgesehen vom üblichen Hormonchaos.

    Sein Gesichtsausdruck ist heute wieder weicher. Ich fand in letzter Zeit öfter, dass er gestresst aussieht. Er zeigt dabei aber kein typisches Stressgesicht, sondern bekommt Augenringe. Also nur so Schwellungen unter den Augen, die lassen ihn dann müde und entnervt aussehen. Ich dachte zeitweise schon, ich würde mir das einbilden... aber heute sieht er wirklich frischer aus :herzen1:

    Etwa 48h hat er durchgehalten. Ich hatte schon Angst, dass das Häufchen in meinem Bett landet, wenn er alleine ist :verzweifelt:War zum Glück unbegründet: Der Haufen wurde erfolgreich draußen im 10 Minuten-Rahmen abgesetzt. Ich bin begeistert. Ich hab gewonnen :party:

    Dass wir dafür heute ganze vier Runden gemacht haben, war natürlich genau so geplant und nicht etwa meinem Mitleid geschuldet. |)

    Ich hab keine Lust mehr. Zehn Minuten müssen auch mal reichen zum Lösen. Ich zieh das jetzt mal wieder ein paar Tage durch, ich werde sonst echt irre. Also nur Löserunden, immer gleiche Strecke. Da hat er sich schon öfter gelöst und da sind auch mehrere mögliche Stellen. Es ist ein bisschen wie mit dem Futter, da wartet er ja auch mal den ganzen Tag, obs nicht doch noch was besseres gibt. Jetzt frisst er auch wieder nicht vernünftig, weil der Bauch ja drückt. Aber bestimmt findet er noch eine bessere Stelle zum Kacken, die natürlich auch die Bauchschmerzen absolut wert sein wird. Der Hund ist sehr optimistisch mit enormem Durchhaltevermögen :ugly: Mal gucken, wann ich diesmal aufgebe. :pfeif:

    Konditionier doch einfach das Lösen, dann kannst du ihn auf Befehl pinkeln/kacken lassen und musst nicht ewig laufen.

    Das war immer der Plan! Prinzipiell kennt/kannte er die Wörter dafür auch, gelobt wird immer. Aber wenn er nicht will, dann hab ich da ja keine Handhabe :ka: Die einzige Möglichkeit, die ich noch nicht ausgeschöpft habe, ist, das Lösen richtig richtig hochwertig zu belohnen. Könnte dann allerdings wieder die Fütterung/das Ruhen zuhause durcheinander bringen. Dann will er am Ende andauernd raus, wenn er Hunger hat, weils da was besseres gibt als zuhause :ugly:

    Ich warte mal ab, was die nächsten Tage so bringen.

    Ich hab keine Lust mehr. Zehn Minuten müssen auch mal reichen zum Lösen. Ich zieh das jetzt mal wieder ein paar Tage durch, ich werde sonst echt irre. Also nur Löserunden, immer gleiche Strecke. Da hat er sich schon öfter gelöst und da sind auch mehrere mögliche Stellen. Es ist ein bisschen wie mit dem Futter, da wartet er ja auch mal den ganzen Tag, obs nicht doch noch was besseres gibt. Jetzt frisst er auch wieder nicht vernünftig, weil der Bauch ja drückt. Aber bestimmt findet er noch eine bessere Stelle zum Kacken, die natürlich auch die Bauchschmerzen absolut wert sein wird. Der Hund ist sehr optimistisch mit enormem Durchhaltevermögen :ugly: Mal gucken, wann ich diesmal aufgebe. :pfeif:

    Ich hab mich wohl zu früh gefreut. Wollte eben nur eine kurze Runde machen und plötzlich war mal wieder alles suuper spannend und er ist mehrmals stehengeblieben und wollte nicht weiter. Dann hat er irgendwann zum Häufchen angesetzt, hat sich hin und her gedreht, war gaanz kurz davor und dann ist 15 Meter entfernt ein Hund langgelaufen und danach ging nichts mehr. Dann standen auch noch zwei alte Frauen an einem Hauseingang (die gucken ihn immer so komisch an, daher muss man die gut im Blick behalten).

    Irgendwie laufen unsere “kurzen“ Löserunden sehr oft so. Entweder es ist alles suuper entspannt, dann kann er aufs Klo. Oder es ist alles so aufregend, dass er muss. Aber ich kann ihn doch nicht nur noch vor Stress kacken lassen :ugly:

    Vielleicht muss ich wirklich mal den Fokus vom Lösen nehmen, dass stresst uns beide zusätzlich. |)

    Hier läuft es wirklich gut. So gut, dass wir sogar wieder regelmäßig im Wald sind und Begegnungen/Kontakte mit (Mehr oder weniger) Fremdhunden üben. Ole scheint das alles deutlich leichter zu fallen, wenn ich differenziert an die Sache rangehe. Ich entscheide also immer spontan, ob wir was mit dem Hund zutun haben wollen oder eben nicht und das scheint für Ole so Sinn zu machen, er orientiert sich nämlich mehr an mir und findet es dann auch gut, wenn wir manchmal einfach umdrehen. Für fixieren/schleichen gibts natürlich einen Abbruch und jedes bisschen weggucken oder schnüffeln wird gelobt.

    Außerdem ist er jetzt regelmäßig 6 Stunden alleine, auch das klappt super. Dafür lasse ich ihn, wenn ich da bin, wieder mehr mit der WG interagieren - da hat er sich eine Zeit lang immer sehr aufgeregt, das geht größtenteils wieder. Ich gehe also insgesamt mehr auf Konfrontation und greife dann aktiv ein, statt zu managen, und bin sehr zufrieden damit. :nicken: