Beiträge von Märchen

    Gefährdungshaftung hat nichts mit Schuld zu tun

    Ja ok. Vielleicht verhält es sich ähnlich, wie mit den Waffen im Waffenschrank. Da hab ich ja auch Sorge zu tragen, dass niemand einfach Zugang hat. Hafte ich noch, wenn jemand das Schloss knackt?

    Aber mit welchen Maßnahmen gegen Eindringen von außen bin ich denn dann fein raus, wenn ich einen Hund habe, der im Zweifel Ernst macht? Zwinger mit Schloss? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, so zu sichern, dass ich nicht hafte? Oder hafte ich letztendlich alleine deswegen immer, weil es mein Hund ist und ich habe gar keine Sicherheit, egal wie sehr ich sichere? :dizzy_face:

    Entschuldigt die vielen (hoffentlich noch On Topic) Fragen, scheinbar bin ich um die Uhrzeit besonders neugierig

    Oh, in Deutschland dürfen Hunde das definitiv nicht ..... im Sinne der Gefährdungshaftung ist der Halter dafür verantwortlich die Hunde so zu "verwahren", dass niemand durch sie zu Schaden kommt

    Das ist mir bewusst. Die Frage ist für mich, wie stark man so einen Hund sichern muss, damit auch der größte Vollidiot nicht zu Schaden kommt. Wenn jemand gebissen wird, weil er zu mir kommt und meinem unfreundlichen (hehe) Hund den Maulkorb vom Kopf reißt oder mit einem Messer meine Leine kappt, hab ich dann Schuld, wenn er jemanden verletzt? Ich hoffe nicht. Gäbe es weitere Konsequenzen (für mich oder den Hund)? Hab ich in Deutschland also Schuld, wenn jemand in mein Haus einbricht und sich dort beißen (oder eben töten) lässt? In den USA ja offensichtlich nicht.

    Und dann frage ich mich schon, was die Beschlagnahmung jetzt für einen Zweck hat. Die Hunde waren ja zu einem gewissen Grad gesichert.


    Für mich stellt ein Hund, der klar im Kopf ist...... ich kenne den Satz "der lässt jeden rein... aber nicht mehr raus" ... in Bezug auf Einbrecher....

    Ok, da fehlt mir einfach jegliches Wissen zu. Aber was, wenn der Gestellte sich wehren oder sogar auf Angriff gehen würde?

    Ich finds doch noch mal ne andere Hausnummer totgebissen oder erschossen zu werden. So in Anbetracht von Angst, Schmerz, Dauer (wenn man ordentlich von der Kugel erwischt wird)

    Kann sein. Aber wenn es illegal wäre, Hunde zu halten, die Einbrecher in Abwesenheit der Hater evtl. töten würden, müssten wohl auch manch einer im DF von der Haltung seiner Hunde Abstand nehmen. Oder schätze ich das falsch ein?

    Warum ist man in den USA darüber so schockiert?

    Warum der Halter schockiert ist, dürfte klar sein. Der hat laut Text nicht damit gerechnet, dass jemand versuchen würde, bei ihm einzubrechen. Dementsprechend auch nicht damit, dass seine Hunde jemanden töten. Und wenn einem die Hunde plötzlich beschlagnahmt werden, ist das sicher auch schockierend.

    warum die Hunde unbeaufsichtigt draußen waren

    Das verstehe ich wiederum nicht, warum sollten sie das nicht sein?

    und der Hausbesitzer es angeblich nicht mitbekommen hat?

    Das finde ich auch seltsam.

    Aber seltsam finde ich irgendwie auch (falls das "Einbrecher dürfen erschossen werden"-Ding in Georgia gilt, keine Ahnung), dass die Hunde dann beschlagnahmt werden. Da hätte ich eigentlich vermutet, dass man nicht nur das Recht auf Schusswaffen, sondern auch auf gefährliche Hunde auf dem Grundstück hat :???:

    Moderat brachyzephale Hunde können eher Schwierigkeiten haben, müssen es aber nicht.

    Genau da stellt sich für mich eben die Frage, warum überhaupt brachyzephal gezüchtet wird. Also klar gibt es auch darauf viele Antworten, es gefällt, es sieht nett aus, es ist rassetypisch. Sinnvoll finde ich es trotzdem nicht. Und da geht es dann gar nicht um Übertypisierung (zumindest nicht aus aktueller Sicht), wenn schon moderate Brachyzephalie potenziell zu Problemen führt.

    Übertypisierung ist auch irgendwie sehr subjektiv. Was ist noch Typ, was ist “drüber”?

    Aber natürlich gibt es momentan größere Probleme. Vielleicht erlebe ich es ja noch, dass so ein Yorkie als totales Extrem wahrgenommen wird, weil richtige Kurznasen ausgestorben sind. Wenn ich 80 bin, soll es bitte auch diese „Rasse damals - Rasse heute“-Vergleiche geben, nur dass die Rassen von 2076 dann viel moderater aussehen, als die von heute… Ich träume :sweet:

    Gibt es bei Kleinsthunden vielleicht einen recht schnell überschrittenen Punkt (in der Nasenlänge) der die Hitzeverträglichkeit plötzlich kippen lässt? Ist der Spielraum zwischen „keine Probleme“ und „starke Probleme“ genau so groß wie bei anderen Hunden, oder kann aus zwei Elterntieren, die noch unauffällig sind, ein Welpe mit Problemen entstehen?

    Oder gibt es diesen Spielraum auch bei großen Hunden gar nicht so, wie ich mir das vorstelle?

    Ich frage mich generell, ob die Zucht von (moderat) brachyzephalen Rassen immer hinnimmt, dass da auch einzelne Tiere mit spürbaren Problemen fallen könnten. Weil man eben schon näher am problematischen Bereich züchtet. Das wäre ja ein überflüssiges Spiel mit dem Feuer.

    Yorkie kenne ich auch einen, der schon als Junghund im Sommer richtig übles Hitzehecheln gezeigt hat. Also ohne Toben oder so, richtig hochgerollte Zunge. Und der ist aus einer VDH-Zucht. Diese Probleme findet man (ob neuerdings oder schon immer kann ich nicht beurteilen) bei allen Kleinsthund-Rassen, oder?