Beiträge von Märchen

    Märchen eben: für dich heißt es das. Ist halt eine subjektive Interpretation von dir.

    Das was du beschreibst ist im Übrigen (für mich) ein aktives Handeln, in dem man etwas bewusst unterlässt.

    Ich meinte es genau so, wie ich es gesagt habe, frei von deinen Interpretationen.

    Es wäre halt hilfreich, wenn man weniger interpretiert in Worte und mehr das nimmt, was tatsächlich gesagt wird...

    ...oder du schreibst es halt direkt unmissverständlich, statt darauf zu hoffen, dass die TE das schon richtig interpretieren wird und dann bockig zu werden, wenn jemand darauf hinweist, dass man das blöd verstehen kann.

    "geht gar nicht"

    Da du mich hier zitiert hast, antworte ich mal gerne darauf :)

    Ich finde, dass bei dem normalen Fressen, was scheinbar zusammen gefüttert wird, bei einem Hund der eh schon Probleme mit Schnappen und Aggressionen im Alltag hat, Futterneid dafür absolut kontraproduktiv ist und auch gefährlich sein kann. Ich habe nicht allgemein gesprochen, sondern speziell von diesem Fall geredet.

    Im Übrigen habe ich mit keinem Wort gesagt, dass ich es für richtig halte, ständig am Hund vorbeizugehen. Ich sagte lediglich, dass das Thema angegangen werden muss.

    "Geht gar nicht" hat für mich immer so einen Unterton von "darf man sich nicht vom frechen Hund gefallen lassen" + "muss korrigiert/abgestellt werden", am besten aversiv. Bei vielen Hunden, die Futter verteidigen, muss das Thema eben in erster Linie nicht aktiv irgendwie angegangen werden, sondern der Hund einfach mal beim Fressen in Ruhe gelassen werden.

    Keine Ahnung, wie du es gemeint hast, aber wenn ich "geht gar nicht!" sage, meint das "der Hund nimmt sich etwas raus, wofür er Ärger bekommen sollte" und das sehe ich hier nicht.

    doch Rauchschwalben sehe ich häufig menschennah angesiedelt

    Die Nester sind nicht für Rauchschwalben. Rauchschwalben bauen nach oben offene Nester und brauchen eine richtige Überdachung. In Scheunen, Ställen usw. nisten sie am liebsten, im Notfall gehen sie auch unter Brücken).

    Aber scheinbar nehmen die Mehlschwalben die künstlichen Nester ja an, das ist doch schön. Ich denke, allzu wählerisch können sie je nach Umfeld auch einfach nicht sein.

    Die Zollbeamten könnten etwas tierfreundlicher sein und dem Hund etwas Wasser und die Möglichkeit geben, Gassi zu gehen.

    Die Zollbeamten begeben sich streng genommen in Lebensgefahr, wenn sie einen Hund mit aus ihrer Sicht unklarem Tollwut-Status aus einem Käfig lassen oder Wasser in den Käfig stellen. Das Handling eines solchen Hundes muss durch entsprechend ausgebildete Tierpfleger erfolgen.

    Die Polizei hat euch vermutlich aus Unwissen (oder Gefahrenabwägung/Deeskalation) geholfen, nicht weil die Zollbeamten im Unrecht waren.

    Was stellt sich die Dame vom Veterinäramt denn unter häuslicher Tollwut-Quarantäne vor? Lebt der Hund dann drei Monate bei euch in einem Raum, den ihr nur mit hohen Schutzvorkehrungen betretet? Oder schließt ihr euch dann drei Monate mit eurem Hund ein?

    Wer sagt Ihnen, dass der Hund infieziert ist????

    Die Frage ist: Wer kann sagen, dass der Hund NICHT infiziert ist? Keiner. Ja, vielleicht findet ihr noch jemanden, der ein Auge zudrückt, weil er es für extrem unwahrscheinlich hält. Aber garantieren kann es aktuell niemand.

    Darum kommt der Hund in Quarantäne. Würde man davon ausgehen, dass der Hund infiziert ist, würde man ihn einschläfern.

    Sicher könntet ihr euch einen Anwalt nehmen und euch erstmal beraten lassen ob es Sinn macht zu prüfen ob ihr und eure räumlichen Möglichkeiten für eine Quarantäne des Hundes in Betracht kommt. Aber auch das kostet Zeit und Geld.

    Die Dame von unserem Veterinäramt war schon bei uns, hat bestätigt, dass die häusliche Quarantäne kein Problem wäre und hat sofort das Zollamt angerufen und zugestimmt

    Was stellt sich die Dame vom Veterinäramt denn unter häuslicher Tollwut-Quarantäne vor? Lebt der Hund dann drei Monate bei euch in einem Raum, den ihr nur mit hohen Schutzvorkehrungen betretet? Oder schließt ihr euch dann drei Monate mit eurem Hund ein?

    Alles gut, dachte ich mir.

    Ich wollte nur erläutern, warum das Gesetz so ist, wie es ist und dass das keine sinnlose Schikane/Bestrafung/Prinzipienreiterei ist.

    Das interessiert keinen.

    Es ist ganz klar was man zu erfuellen hat. Wird das - wie bei euch - nicht erfuellt, dann kommt der Hund in Quarantaene. Ganz einfach.

    Das klingt ja jetzt so, als wüsste man sicher, dass der Hund keine Tollwut hat, würde ihn aber trotzdem aus Prinzip in Quarantäne packen.

    So ist es aber nicht. Wenn der Hund jetzt einen "guten" Titer hat, ist es, wenn ich das richtig verstehe, auch möglich, dass dieser nicht durch die Impfung, sondern durch eine Ansteckung im (nicht tollwutfreien!) Ausland zustande gekommen ist. Es ist also faktisch möglich, dass dieser Hund Tollwut hat, egal, was der Titer sagt. Daher die Quarantäne. Nur, wenn der Titer nicht da wäre, könnte man das eventuell ausschließen. Aber da der Hund geimpft ist, hat er natürlich sehr wahrscheinlich Antikörper.

    Hätte der Titer-Test in Deutschland vor Abreise stattgefunden, könnte man sicher sein, dass die Antikörper durch die Impfung verursacht sind. Da das nicht passiert ist, muss er nun in Quarantäne.

    Hoher Titer in Deutschland = Hund wirksam geimpft.

    Hoher Titer in/nach Land mit Tollwut = Hund entweder mit Impfschutz oder mit Tollwut.

    Die Wartezeit könnt ihr sinnvoll nutzen, indem ihr euch informiert, warum Tollwut so schlimm ist, man das auf gar keinen Fall im Land haben möchte und es dafür in Kauf nimmt, dass ein Hund 3 Monate ohne direkte Kontakte verbringen muss.