Beiträge von Märchen

    Wie ist es mit Trockenfutter, wenn man Allergikerfutter füttert?


    Nach zwei erfolglosen Ausschlussdiäten wird es bei uns wohl nun auf hydrolisiertes Futter - vermutlich das Anallergenic von RC - hinauslaufen, allerdings gibt es das ja nur als Trockenfutter. Wir haben aber die Befürchtung, dass Simba auch auf Futtermilben reagiert, sodass er seit Monaten nur bekocht wird und wir um sämtliches Trockenfutter/Leckerlis etc. einen großen Bogen gemacht haben.
    RC selbst gibt ja glaube ich an, dass das Futter frei von Futtermilben ist. Wir würden den Sack also sofort einfrieren und dann täglich die entsprechenden Portionen abtauen, damit sich auch gar nicht erst Futtermilben einnisten können, wenn der Futtersack erstmal geöffnet ist. Wäre das eine sinnvolle Herangehensweise?

    Gibt es einen bestimmten Grund warum das RC Hypoallegenic "übergangen" wird? Es ist auch hydrolisiert und auf Soja Protein Basis.

    Aber "gröber" hydrolisiert und mit "normalem" Reis. Falls Reis nicht geht, ist das schon raus.

    Wir würden den Sack also sofort einfrieren und dann täglich die entsprechenden Portionen abtauen, damit sich auch gar nicht erst Futtermilben einnisten können, wenn der Futtersack erstmal geöffnet ist. Wäre das eine sinnvolle Herangehensweise?

    Würde ich so versuchen. So viele andere Optionen habt ihr ja nicht mehr.

    Aber Achtung, das Anallergenic macht bei manchen Hunden am Anfang Probleme mit der Verdauung. Bauchgrummeln, Kotzeritis, Durchfall. Muss man teilweise wohl aussitzen (wusste ich nicht, hab ich nicht gemacht und dann wollte er es nicht mehr fressen). Anirac s Theo hatte auch (kurz?) Startschwierigkeiten, hat es dann aber recht lange bekommen und wohl auch gut vertragen.

    Ja, wenn die Erregung so hoch schießt dann wirds natürlich sehr schwierig.

    Das würde aber ja nur funktionieren wenn der Hund schonmal kein Problem mit dem weg gehen hat, was aber ja fast jeder Hund mit allein sein Problematik hat. Die meisten Hunde würden sich ja einfach weiter rein steigern anstatt runter fahren.

    Und bei Hunden, die kurz allein bleiben können und erst mit der Zeit nervös werden, ist es auch nix.

    Echt schade! Über andere Belohnungen stelle ich mir das auch schwierig vor. Womit belohnst du Taavi denn sonst?

    Vielleicht hilft es ja jemand anderem trotzdem.

    Was ich mir gerade dachte: Evtl könnte das auch über Belohnung durch "da bin ich wieder" funktionieren.

    Also Hund über Kamera beobachten und bei minimalem Runterfahren SOFORT wieder da sein. Aber das kommt mir auch sehr stressig vor und mir fallen zig Szenarien ein, in denen das schiefläuft |)

    Also ich nutze das gerade beim Anbinden, mein Hund kennt es aber auch schon von der Leinenführigkeit:

    Man belohnt durchaus das Verhalten, nicht den Gefühlszustand. Aber das geht Hand in Hand. Belohnt wird alles, was ruhiger ist als der Anfangszustand (außer Betteln oder in der Leine stehen). Beim Hund, der dauerfiept, kann das z.B. auch leiser fiepen sein.

    Als Belohnung nutzt man möglichst Futter, das natürlich gut genug ist, um gefressen zu werden, aber möglichst wenig Aufregung auslöst. Ja, wenn dann das Futter fliegt, macht das wieder etwas Aufregung, aber das ist nicht so wild. Falls der Hund schon auf die Idee gekommen ist, sich hinzusetzen, steht er da vielleicht wieder auf. Dann kommt er eben nochmal auf die Idee, sich zu setzen, umso besser. Man belohnt zwar viel das Ruhigsein, fördert aber vor allem das aktive Ruhigerwerden. Und ja, die Hunde verstehen das.

    Wenn du dich für sowas interessierst und nicht direkt 300€ ausgeben willst, schau dich mal bei flying-paws auf der Website um. Da gibt es für deutlich kleineres Geld zum Beispiel den Kurs zum Verhalten an der Leine (Anbinden ist da mit dabei), da gibt es einige Übungen, die so oder so ähnlich funktionieren. Die Hunde von Corinna, bei denen die Entspannung an der Leine so trainiert wurde, machen im "Endstadium" auch Nickerchen, sind also echt tiefenentspannt.

    Theoretisch müsste man über sowas auch das Alleinebleiben aufbauen können. Meins wärs nicht, aber unpraktischer als andere Trainings, die sehr kleinschrittig aufbauen, ist es vermutlich nicht. Ein Signal in irgendeiner Form (statt der Leine) gibt es ja auch meist.

    Im Grunde ist es freies Shapen. Nur eben mit Ziel Entspannung statt eines Tricks.

    "Aktive Entpannung" ist für mich das, was der Hund bei positiv aufgebauter Leinenführigkeit und Anbindetraining lernt. Wo man dann belohnt, wenn der Hund sich von selbst entspannt (kleinschrittig). Ohne Streicheln, beruhigende Worte, Gerüche, Kausachen, Schnüffelteppich etc. zum Runterfahren/Stimmung halten. Bei diesen Sachen versucht man doch, den Hund "entspannt zu machen", ohne die eigenen Fähigkeiten des Hundes zu nutzen. Aber auch Hunde können lernen, sich bewusst zurückzunehmen, durchzuatmen, sich "zurückzulehnen", was ich dann aktive Entspannung nennen würde.

    Da kommt sicher mit der Zeit ein passiver Aspekt dazu, weil Leine=Entspannung irgendwann ein Selbstläufer wird. Aber der Hauptteil besteht erstmal aus etwas, das man imA durchaus mit Yoga, Meditation, Atemübungen etc. vergleichen kann.

    Komplett ohne Futterbelohnung wäre ich da aber aufgeschmissen.