Ist ein bisschen mehr Krankheitskram (Magen, Darm, Unverträglichkeiten) als nettes Kochen, aber hier passt es wohl trotzdem am Besten und vielleicht interessiert es ja noch jemanden:
Unsere EB (von Napfcheck) hat jetzt zwar geholfen, wieder deutlich mehr Ruhe in Oles System zu bekommen (nachdem Enzyme alles wieder richtig schlimm gemacht haben), aber so ganz zufrieden bin ich nicht mehr. Zumindest habe ich gelernt, mehr Geduld zu haben, das ist schon viel wert. Ole frisst mit Appetit, erbricht nie und der Kot ist auch ziemlich stabil. Aber er schmatzt weiterhin und frisst Gras und mein Gefühl sagt mir, dass der Magen noch nicht "optimal eingestellt" ist und da jetzt der Fokus liegen sollte. Der legt schließlich den Grundstein für die restliche Verdauung. Zuletzt hatte ich den nach Plan ziemlich hohen Fleischanteil (150g mageres Pferd für <7 kg Hund) reduziert und gegen mehr Kohlenhydrate getauscht, das scheint aber gegen meine Erwartungen sogar kontraproduktiv zu sein. Dabei bekommt er aktuell alles Futter püriert, weil ich sonst schon ganze Fleischfasern im Kot gefunden habe. Ich dachte also, dass er mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten am besten "funktionieren" müsste. Und mehr Fett wird ja bei Verdauungssensibelchen auch eher nicht empfohlen, daher habe ich in den letzten Monaten immer fettarm gefüttert. Obwohl es nicht wirkte, als hätte er beim RC hypoallergenic Probleme mit dem recht hohen Fettanteil gehabt.
Jetzt habe ich zum Glück meinen verschollenen Meyer/Zentek wiedergefunden und bin über den Abschnitt über zu wenig Magensäure gestolpert. Ich hatte die Vermutung schonmal, hab sie aber nicht weiter verfolgt. Da wären laut Buch zu viele Kohlenhydrate kontraproduktiv und auch ein geringer Fettgehalt schlecht, weil beides schnell durch den Magen rutscht, man aber die Verweildauer erhöhen möchte, damit die Proteine überhaupt verdaut werden. Und Fleischbrühe beispielsweise würde die Säureproduktion anregen.
Also leichtverdauliche Proteine + eher mehr (oder zumindest normal viel) Fett + eher weniger Kohlenhydrate.
Mich ärgert nun ein bisschen, dass die EB noch nicht auf diese Idee gekommen ist - die hätte die nötigen Infos dazu gehabt. Sie hat nicht einmal gesagt, dass ich das Fleisch lange kochen oder das Futter pürieren soll, obwohl Ole offensichtlich eine recht ausgeprägte Verdauungsschwäche hat.
Naja, ich schaue jetzt auf jeden Fall mal, ob ich Pferdefett bekomme und die Nährstoffanteile noch *optimieren* kann, bevor mehr/andere Zutaten getestet werden. Der Fokus auf die perfekte Nährstoffversorgung macht imA zumindest keinen Sinn, solange der Magen das Futter nicht auch perfekt aufschließt. Und Darmaufbau bringt auch nur begrenzt was, wenn die Nahrungspartikel da zu groß ankommen, weil die durch den Magen nur durchrutschen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde berichten, ob das der totale Irrweg ist oder tatsächlich was bringt 