Beiträge von Panini

    Ok, ich stelle fest, dass ich meinem Hund durchaus ähnlich und wohl ein kleiner Kontrolletti bin :D

    Brodie hat für gewöhnlich einen Radius von etwa 15-25 Metern. Das scheint ja gar nicht so viel zu sein, wie ich dachte.. Ich bin da wahrscheinlich von Amy ein bisschen verwöhnt, die entfernt sich selten mal weiter und dadurch ist mir sein Radius eiiiigentlich ein bisschen zu groß, aber vielleicht muss ich das einfach etwas entspannter sehen.

    10-15 Meter sind so mein Wohlfühlradius. Liegt auch daran, dass wir hier fast nur kurvige, bergige Waldwege haben, da ist die Übersicht schwieriger als am Feld oder in Wiesengebieten.

    In Renesse gibt es die Reglung, dass die Hunde/Pferde morgens nur bis x Uhr und am Abend ab 19 Uhr an den Strand dürfen.

    Das gilt aber nur vom 1. Mai bis zum 1. Oktober. In dem Zeitraum dürfen Hunde zwischen 10 und 19 Uhr nur angeleint an den Strand.

    Strand von Renesse
    Machen Sie einen Spaziergang an den Stränden von Renesse. Auch Ihr Hund ist am Strand willkommen. Lesen Sie weiter!
    zeeuwsekust.ardoer.com

    Strand von Renesse

    datKleene : Das sieht traumhaft aus! Wir sind in der letzten Aprilwoche da. Hoffentlich ist es dann auch noch nicht ganz so voll.

    Etwa vor einem Jahr, als fremde Menschen noch spannend waren, wurde draußen eine Zeitlang aufgeregt auf das Wort „Hallo“ reagiert, weil ich so Nachbarn grüße.

    Ich hab dann ein paar Wochen lang zur Desensibilisierung ständig „Hallo“ in den leeren Wald gesagt und kam mir einigermaßen doof dabei vor xD

    Hat aber ziemlich schnell funktioniert.

    Aber ein Thema mit Fremdhunden zeigen beide so

    Klar, natürlich.

    Aber mit einem fiddelnden Hund muss ich ja anders umgehen als mit einem angreifenden.

    (Mir persönlich wäre Fiddeln irgendwie lieber. 25 ruckartig losspringende Kilo sind auch körperlich anstrengend. Außerdem bin ich automatisch angespannt wenn fremde Hunde nah vorbeigehen, weil ich mich innerlich bereitmache, meinen Hund festzuhalten - was der ja auch wiederum spürt :ugly:)

    Anfangs blieb er stocksteif stehen und hat fixiert, bis er auf gleicher Höhe dann fiddelnd teils auf den Hund zuhüpfen wollte.

    Sicher dass das Fiddeln ist? Ich frage deshalb, weil meiner wenn zu wenig Platz ist dann auch auf die fremden Hunde zu springt / zu springen will (er versucht’s halt immer mal wieder), und zwar mit Vollgas - aber als Fiddeln würde ich das zumindest bei uns nicht bezeichnen. Das sind eher Scheinattacken und er wirkt dabei absolut nicht unsicher 🤔

    Sobald der gegenüber auch nur ansatzweise ängstlich oder vorsichtig ist, kommt bei ihm momentan der Macho raus, und er ist der Meinung dem anderen zeigen zu müssen wer der größte ist. So richtiges rumgeprolle halt.

    Das wird natürlich sofort von mir unterbunden und er bekommt in dem Moment Leinenknast und hat den anderen in Ruhe zu lassen.

    Kann ich noch irgendwie dagegenwirken, außer ihn in dem Moment aus der Situation raus zu nehmen?

    Kenne ich gut, bei uns war das vom Welpenalter an so.

    Unsere Trainerin in der Welpengruppe damals hat einmal versucht, Brodie mit einem der nicht ganz so unsicheren Welpen spielen zu lassen. Dass es mit einem der richtig unsicheren eh nicht gehen würde, war klar.

    Nun ja. Nachdem Brodie gemerkt hattte, dass der andere unsicher war, hat er ihn mehrmals angerempelt (er wollte die "Beute" zum Weglaufen bringen) und ist 2x über ihn drüber gesprungen. Daraufhin wurde das "Spiel" beendet und somit gab es eben gar keinen Welpen in unserer Gruppe, mit dem er spielen konnte :relieved_face:

    Einen besonderen Rat hatte die Trainerin nicht für uns, sie meinte, es sei normal, dass Hunde mobben, wenn sie können, weil es schlicht Spaß mache, und man müsse das halt unterbrechen bzw. verhindern, viel mehr könne man nicht machen..

    Dieses Rumgeprolle mit Imponiergehabe, Anstarren, Großmachen und sofort-im-Sichtfeld-des-Anderen-Markieren-wollen kam dann mit Eintritt in die Pubertät auch dazu. Ein Traum :upside_down_face:

    Dazu gab es von zwei verschiedenen Trainern zwei ganz verschiedene Tipps.

    Tipp 1: Den Hund mittels Schreckreiz aus seinem Gehabe holen. Schreckreiz ihrer Wahl in unserem Fall war eine Rütteldose. Das hat 2, 3 Tage lang funktioniert, dann hat er das Geräusch einfach ausgeblendet.

    Tipp 2: Aushalten. Wird besser.

    Am Umorientieren arbeiten wir natürlich auch von Anfang an, das klappt bei fremden Hunden, gerade Rüden, aber eher semi.

    Joa. Ich habe also keine Lösung, bin aber für weitere Tipps auch offen :D

    Wie lange können sich eure Junghunde eigentlich auf eine Aufgabe konzentrieren?

    Das kommt stark auf die Aufgabe an. Beim Longieren macht er meist sehr konzentriert volle 30 Minuten (so lang geht eine Einzel"stunde") mit.

    Für kleine Trickübungen ist er auch immer zu haben.

    Wenn ich ihn dagegen Leckerchen suchen lasse, ist er kaum motiviert und bricht relativ schnell ab, wenn er es nicht sofort findet. Futterbeutel suchen findet er schon spannender, aber auch das ist nicht das große Highlight.

    Man kann nicht sagen dass Strafe gut ist und fair und Belohnung Probleme bringt und dann keine Beispiele bringen.

    Das wurde aber doch auch gar nicht gesagt? Beides kann negativ sein und dafür gab es auch Beispiele.

    Als Beispiel für ein Problem von zu viel Belohnung wurde das Fördern einer unguten Erwartungshaltung genannt (zB einen Hund, der dich ständig anguckt und kein Erkundungsverhalten mehr zeigt).

    Von unfairer Strafe / starker Hemmung hat er sich ausdrücklich distanziert und mehrfach davon abgeraten, Dinge wie Wasser, Wurfscheiben etc. zu nutzen, weil das zu Fehlverknüpfungen führen kann.

    Wir haben die Eltern zusammen mit den Welpen kennengelernt und es gibt auch Bilder etc.

    Das muss leider nichts bedeuten. Gerade bei Rassen, wo sich die Hunde im Welpenalter optisch nicht allzu sehr voneinander unterscheiden, ist es ein Leichtes, immer dieselben Fotos irgendwelcher Welpen als Fotos des aktuellen Wurfes auszugeben.
    Die euch gezeigten erwachsenen Hunde müssen auch nicht zwingend die Eltern gewesen sein.

    Aber gut. Vielleicht ist er auch "nur" von einem schlechten deutschen Vermehrer.


    Ich würde dennoch unbedingt zum Tierarzt fahren. Hat er noch weichen Kot?

    Das ganze Verhalten ist definitiv nicht normal und auch nicht nur "ein bisschen Eingewöhnungsprobleme".

    Ihn nun erst mal nur in der Wohnung und auf dem Balkon zu halten, wird euer Problem bloß vergrößern. So lebt er ja weiterhin isoliert.

    Ich bin ehrlich: ich finde das Verhalten für einen 4 1/2 Monate Hund sehr ungewöhnlich..

    Ich finde das auch alles andere als normal. Für mich klingt das beinah nach einem Hund aus dem Welpenhandel, dessen "Züchter" nur als Zwischenhändler fungiert haben.

    Gerade wenn er erst mit 4,5 Monaten abgegeben wurde, müsste die Stubenreinheit schon deutlich besser sein.

    Und TV-Geräusche zB müsste er auch kennen, wenn er bisher in einem EFH aufgewachsen ist.

    Habt ihr die Tierärztin nur telefonisch konsultiert oder ward ihr dort? Ich würde den Hund unbedingt einmal durchchecken und dabei auch den Chip auslesen lassen. Deutsche Chips beginnen mit 276.

    Und zeitnah einen Trainer aufsuchen, der sich mit Angsthunden auskennt.