Beiträge von Phonhaus

    Limetti

    Danke. Wie gesagt, ich habe es nur am Rande verfolgt. Dem Artikel entnehme ich, dass seinerzeit bei Einführung des Banns von einer Schätzung von 10.000,00 vorhandenen Hunden dieser Rasse ausgegangen wurde, es aber tatsächlich 50.000,00 gab? Das ist allerdings eine Hausnummer an Ungenauigkeit .

    Über Folgendes bin ich noch gestolpert: Some stakeholders suggested the unification of all dog control-related legislation in the UK into a single Act, coupled with a cultural shift in how dog control is viewed. The ASCbelieves this is worthy of consideration, particularly if it were to encompass the welfare of all animals. This includes companion animals other than service dogs, farmed and wild animals.

    Ich habe die Diskussion in Großbritannien nur am Rand verfolgt, aber meine, dass es da statistische Auswertungen gab, die auf eine überproportional erhöhte Gefährlichkeit hinweisen.

    Hier in Deutschland fehlt vernünftiges Zahlenmaterial. Wie auch für Staff, Pit und Co. Das soll kein Abschmettern sein, es ist einfach so, dass wegen unserer förderalen Struktur und uneinheitlichen Vorgehens seitens der Länder keine aussagekräftige Datenbasis vorhanden ist. Dazu kommt, dass es keine anerkannte Rasse American Bully XL oder American Bully Extreme gibt.

    Würde also aktuell etwas kommen, dann wäre das wie seinerzeit die Rasselisten mit der heißen Nadel gestrickt und bliebe mMn höchstwahrscheinlich in der Durchführung dann wieder an den kommunalen Ämtern hängen. Wie aktuell beim Qualzuchtthema. Halte ich persönlich auch nicht für wünschenswert. Aber angesichts dessen, wie aktuell Politik gemacht wird, nicht für unwahrscheinlich.

    Womit ich persönlich aber überhaupt kein Problem hätte, wäre es, wenn diese bedauernswerten Kreaturen mit ihren gezielt auf leiderzeugende Dysfunktionalität gezüchteten Körpern nicht mehr weiter gezüchtet werden dürfen. Warum auch immer :mute:.

    Rein verwaltungstechnisch sehe ich bei rassespezifischen Auflagen das Problem, dass die Rasse in Deutschland nicht als solche anerkannt ist, sondern bisherige Abschätzungen darauf hinausliefen, dass er eine Mischung gelisteter Rassen ist. So dass entsprechende Maßnahmen aktuell - um greifen zu können - sich auch wieder auf Phänotyp/vermutete Rassebeteiligung beziehen müssten.

    Oder man müsste ein Rechtskonstrukt schaffen, nach dem die Rasse quasi anerkannt ist, um sie komplett verbieten zu können. Stelle ich mir recht kompliziert vor. Aber zumindest könnte man damit schon mal gegen inländische Züchter vorgehen.

    Hier gabs heute nochmal das Menü von gestern. Und für morgen habe ich vorgekocht: Möhre, Fenchel, Kartoffel, Hafer-/Dinkelporridge und gebratene Schweineleber mit einem Schuss Lachsöl. Die Leber kam heute mit der Biokiste. Kenne mich da nicht aus und habe mich nicht getraut, die über Nacht roh im Kühlschrank zu lassen.

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    Für mich gibt es keine „Must Reads“. Ob ein Buch passt oder nicht, muss jede für sich entscheiden. Außerdem hängt es für mich auch sehr von der jeweiligen Lebensphase ab, in der ich die Bücher lese, ob sie bei mir „andocken“ oder nicht. Der „Herr der Ringe“ hat mir seinerzeit vermutlich den Allerwertesten gerettet und wird für mich immer die wichtigste Leseerfahrung in meinem Leben sein. Auch wenn ich objektiv betrachtet Besseres gelesen habe.

    Trennung von Künstler und Werk: Das ist für mich komplex. Wenns um Lesen zum Wissenserwerb geht, lese ich durchaus bewusst Bücher von Denkern, die mich abstoßen. Während des Studiums habe ich „Mein Kampf“ gelesen und mich durch den kompletten „Untergang des Abendlands“ gequält :ugly:, gerade neulich habe ich mir das „Okkulte Denken“ von Nick Land vorgenommen.

    Emotional macht es mir dann schon etwas aus, wenn ich herausbekomme, dass im belletristischem Bereich jemand gegen mein Moralempfinden lebt. Wenn ich es mitbekomme. Da ich weder Zeitschriften lese noch Magazine gucke, ist das meistens sehr spät, wenn überhaupt. Es sorgt aber nicht dafür, dass ich ein von mir als gut empfundenes Buch im Nachhinein umdefiniere.

    Bei Rowling habe ich den Bonus, dass mich Harry Potter ab Band 4 nicht mehr mitgerissen haben und auch die Bücher unter dem Pseudonym Galbraith stark nachgelassen haben. Und die Filme brauche ich eh nicht, bin kein Filmfan.

    Bei Neil Gaiman tut es mir mehr weh. Da bin ich für mich auch noch nicht zu einem endgültigem Schluss gelangt, aber derzeit nehme ich von weiterem Erwerb seiner Bücher Abstand. Gleiches gilt für Sergej Lukianenko, dessen Unterstützung von Putin für mich indiskutabel ist.

    Ganz schlimm finde ich es, wenn sich für mich fragwürdige Ansichten dann direkt in Werk ausdrücken. So hat es mir Dan Simmons verhagelt, obwohl seine Hyperion Bücher für mich immer noch mit das Beste sind, was es im Bereich Science Fiction gibt.

    Mir fällts aber extrem schwer, mich in einer „So Jemanden darf man auf keinen Fall unterstützen!“ Haltung wiederzufinden. Objektiv betrachtet unterstütze ich direkt oder indirekt durch mein bloßes Leben hier in diesem Staat und diesen Wirtschaftsverhältnissen so viele Sachen, die ich menschlich widerwärtig finde und das wird weiter zunehmen. Ich hab daher nicht die Selbstgewissheit für verbindliche moralische Urteile über Menschen, die gerade aktuell in der Kritik stehen.

    Die Grenze bleibt für mich also emotional und individuell. Und schwierig.