Beiträge von Phonhaus

    Zu 1:

    Für mich wäre Folgendes der Unterschied von „Angsthund“ zu „Hund mit (situativ auftretenden oder anlassbezogenen) Ängsten. „Angsthund“ würde ich bei generalisierten Ängsten benutzen und Hunden, die neuen Reizen nicht anders begegnen können, als mit Panik oder Angstaggression. Ist ein Stück weit gekoppelt mit mangelnden Kapazitäten zur Reizverarbeitung. Hunde mit (ggf. schweren) Ängsten wären für mich Hunde, die Ängste vor bestimmten ausgewählten Situationen oder Reizen haben.

    Zu 2:

    Ich weiß nicht, was Du mit „Zugang“ meinst. Als wir Lilly übernommen haben, hat sie zumindest mal nach Menschen geschaut (auch wenn sie sich nicht freiwillig genähert hat. Das war für mich schon die erste winzige Saat von Zugang, ohne dass hätte ich nicht gewusst, ob wir es mit diesem Hund schaffen.

    Ich finde die Frage ähnlich schwierig wie die nach der „Bindungsstörung“ im anderen Thread und hat in ähnlicher Weise mehr mit den eigenen Bedürfnissen als denen des Hunds zu tun. Vermutlich mit dem Bedürfnis, gehört zu werden bzw. Resonanz zu finden.

    Für uns war klar, dass Lilly einfach erstmal so ist wie sie eben ist und so angenommen werden muss. Diesen Zugang - auch das ist ein Zugang - hatten wir von Anfang an. Über Futter ging recht schnell ein wenig an Kooperation, in de. rahmen, in dem sie dazu fähig war. Und dann haben wir gemeinsam angefangen, ihren Handlungsspielraum zu erweitern und sie hat verschiedene Verhaltensweisen ausprobiert. Auch nicht so nette Verhaltensweisen :smile:

    Einen „Durchbruch“ hatten wir, sobald sie erkannt hat, dass der Platz hier für sie das Beste seit der Erfindung der Schmandtorte ist. Das ging recht schnell, schätze mal, nach so 3 Monaten. Da wusste sie zwar immer noch nicht, was wir von ihr wollten und was sie von uns will, aber die Zusammenarbeit mit uns ist ihr wichtig geworden. Und ab da haben wir zusammen ausprobiert und probieren immer noch aus :smile:

    Ich hatte es hier schon einmal geschrieben: Es gibt einen Kern in ihr, der eigenständig ist, unabhängig von uns, in einer Art, die ich von keinem anderen meiner Hunde erlebt habe. Den darf sie haben, ich finde es sogar recht faszinierend und es richtet hier keinen Schaden an.

    Zu 3:

    Ich hatte zu Einzug ein Trainerpärchen da für eine Doppelstunde. Wir haben ein paar Sachen besprochen, aber grundsätzlich fanden die Zwei, das wir das schon ziemlich gut miteinander machen. Die sind leider wenig später ausgewandert an die Ostsee, sonst hätte ich sie bestimmt öfter um einen Hausbesuch gebeten. Wir hatten keinen Verhltenstierarzt und keine Medikation.

    Zu 4:

    Sie wurde laut Bericht im Alter von knapp 5 Wochen mit Schwester ohne Mutter auf der Straße aufgegriffen und ist im Shelter erwachsen geworden. Wir haben keinen Hirnscan machen lassen, aber vom Lernverhalten her ist ein zumindest milder Deprivationsschaden ziemlich wahrscheinlich.

    Mit Limetti überschnitten, weil 2 Hunde eine Spielrunde im Garten wollten, während ich am Tippen war.

    Mehrhund

    Ich bin auf Deine Frage eingegangen, nicht auf die des TE, deshalb auch das direkte Zitat.

    Auch hier zu Deiner ergänzenden Frage exemplarisch :smile:

    Geo.de - Zigarettenrauch schadet dem Menschen auch Monate später

    Zur konkreten Frage hier: Ohne zu wissen, was gedampft wird und ohne Messung der Raumbelastung kann schlicht niemand beantworten, ob es für den Hund potenziell gefährlich ist. Und die individuelle Risikoabwägung, die muss eh jeder für sich treffen.

    Aber man kann pauschal sagen, dass Passivrauchen auch für Haustiere schädlich ist.

    Hunde sind unterschiedlich, menschen sind unterschiedlich und jede Hund-Menschen-Beziehung ist unterschiedlich, je nach Bedürfnissen der beteiligten Personen.

    Ich weiß nicht, was eine „Bindungsstörung“ konkret sein soll. Den Ausdruck höre/lese ich meiner bisherigen Erfahrung nach dann, wenn die emotionalen Bedürfnisse des Menschen vom Hund nicht befriedigt werden. Warum auch immer das so ist, es heißt nicht, dass der Hund „kaputt“ ist.

    Ich würde mich erst einmal hinsetzen und mir klar machen, was meine Bedürfnisse und meine Erwartungen an den Hund und an meine Beziehung zu ihm sind. Dann würde ich versuchen zu verstehen, was die Bedürfnisse und die Erwartungen des Hunds an mich und seine Beziehung zu mir sind. Dann würde ich gucken, wie man das bestmöglich unter einen Hut bekommt und wo man die Erwartungen ggf. anpassen sollte, ohne dass Mensch und Hund überfordert sind in dem, was sie leisten können.

    Und wieder einmal Baden überlebt. 😅

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    Ich bin mir bei ihrem Blick allerdings nicht ganz sicher, dass Du das überlebst :lol:

    Ich nutze bevorzugt die Dusche und stelle mich mit rein, ist dank der Verglasung praktisch und gut hinterher zu säubern. Ich blowere Momo auch in der Dusche.

    Aktualisierung von heute. Der letzte gemeinsame Urlaubstag war sehr ergiebig, weil alles an Hausarbeit erledigt war und der Mann in der Frühe die große Hunderunde erledigt hat.

    Motto Januar

    Brandon Sanderson: Defiant - Jenseits der Sterne

    Der vierte Band einer Young Adult Space Opera. Gibts komplett bei Skoobe zu leihen. Ich meine, ich habe die Reihe auch im Rahmen einer Challenge angefangen.

    Sanderson ist gleichermaßen Kritiker- und Publikumsliebling, vor allem mit seinen Fantasyreihen. In die bin ich allerdings nicht so recht reingekommen und habe keine weiter verfolgt. Gut zu lesen sind seine Bücher definitiv.

    Diese Reihe um die Sternenpiloten Spensa macht da keine Ausnahme. Setting und Charaktere sind ansprechend ausgearbeitet und die Bücher lassen sich leicht und flott weglesen. Gute Unterhaltung auf gutem Niveau :smile:

    4. Lies ein Buch mit weniger als 205 Seiten

    Mladen Dolar: Phrenologie des Geistes (Fünf Aufsätze zur Philosophie Hegels, 159 Seiten + Index)

    Man muss dafür schon ein Faible für bestimmte Bereiche neuzeitlicher Philosophie haben. Die slowenische Schule, die Philosophie mit Psychoanalyse liest (vorzugsweise Hegel mit Lacan), trifft ziemlich genau meinen Nerv. Der bekannteste und provokanteste Vertreter ist Slavoj Zizek. Da ich von ihm nun aber schon Einiges gelesen habe und er eine ausgeprägte Tendenz zur Wiederholung hat, finde ich Mladen Dolar und Alenka Zupancic ungleich interessanter.

    Auch diese Aufsatzsammlung von Dolar hat sich gelohnt, wiewohl sie schon eine ziemliche Kopfnuss ist. Angenehm überrascht hat mich das sparsam verwendete generische Femininum, wobei ich das eher der Überarbeitung/Übersetzung der Vorträge zuordne.

    Was mich daran reizt: Ich finde es nicht so sehr spannend, was Menschen denken. Aber unglaublich spannend, wie sie denken, Erkenntnis/Verkenntnis erwerben oder nicht erwerben. Oder Verdränge . Wie das mit Sprache zusammenhängt, wie und wodurch es sich verändert. Mein Studium liegt mehr Jahre zurück, als ich wissen möchte und meine Erwerbsarbeit hat nichts damit zu tun. Aber ich habe immer noch Neugierde dafür und Freude daran, mich mit diesen Fragen zu beschäftigen.

    6. Lies ein Buch, das das Klima zum Thema hat

    John Ironmonger: Das Jahr des Dugong (Eine Geschichte für unsere Zeit

    Zum Thema selbst ist mir Ironmonger spontan eingefallen, seinen Bestseller „Der Wal und das Ende der Welt“ habe ich auch im Rahmen der Challenge hier im DF gelesen. Sein neuer Roman erscheint im Februar auf Deutsch. Dieser Text hier ist eher eine Novelle. Ein Unternehmer gerät in die Zukunft nach dem Artensterben und steht stellvertretend für seine Zeitgenossen vor Gericht.

    Flüssig geschrieben, gut zu lesen. Neue Informationen bietet es nicht und das Thema verbietet es, von einer genussvollen Lektüre zu sprechen. Das Büchlein lässt mich mit der Frage zurück, für wen und was es bestimmt ist, ob es das Potenzial hat, Gedanken zu verändern, geschweige denn, Handlungen zu verändern. Vielleicht als kleiner Baustein.

    8. Lies ein Buch eines/r Autor/in aus Norwegen, dem Gastland der Leipziger Buchmesse 2025

    Agnes Lovise Matre - Das Schweigen des Fjords

    Ein skandinavischer Krimi. Positiv anzumerken: Der Hauptermittler hat kein Alkoholproblem, das Klischee 1 ist vermieden. Allerdings ein schwieriges Familienleben. Und das Thema ist deprimierend. Ansonsten routiniert geschrieben und leidlich spannend, was fürs nebenbei Lesen beim Fernsehen. Nix Herausragendes. Gibts bei Skoobe zu leihen.