Beiträge von kamue

    Ich berichte dir auch mal über "unsere" Springer Spaniel.

    Meine Schwiegereltern sind Züchter und sind im Jagdspanielklub ziemlich aktiv, daher kenne ich viele (Springer) Spaniel.

    Unsere Hunde sind größtenteils aus jagdlicher Zucht und gehen auch auf die Jagd und werden entsprechend ausgebildet.

    Ich beschreibe dir mal, wie das Zusammenleben mit meiner Hündin so aussieht:

    Meine Hündin wird jagdlich geführt und geht pro Jahr so ca. auf 10-15 Jagden mit. Je nachdem wie ich Zeit habe.

    Ansonsten läuft sie als ganz normaler und wirklich extrem pflegeleichter Familienhund mit. Momentan machen wir außerhalb der jagdsaison 1-2x wöchentlich Dummytraining und meisten noch 1x etwas jagdliches Grundlagentraining. Ansonsten gibt es eben normale Spaziergänge (1-2h pro Tag). Da wir vor kurzem ein Baby bekommen haben, kann es auch mal sein, dass die Spaziergänge eher kurz ausfallen oder ein Training ausfällt. Das macht ihr absolut nichts aus.

    Springer sind eher gemäßigte Jagdhunde, die sehr Führergebunden sind und daher auch häufig gut ohne jagdliche Ambitionen geführt werden können. Alle unsere Hunde können ohne Leine laufen.

    Die Fellpflege sollte nicht vernachlässigt werden, ist aber auch nicht übermäßig aufwendig. Wichtig ist, dass die Ohren gut freigehalten werden. Das kann man auch gut selbst machen und braucht nicht unbedingt einen Hundefriseur.

    Gypsi und ich starten morgen bei unserem ersten Workingtest. Ich bin ja schon ziemlich aufgeregt :mrgreen-dance:

    Es ist sehr gut gelaufen. Gypsi hat mich wirklich beeindruckt und eine top Arbeit gezeigt. Damit konnten wir die Einsteigerklasse mit 71/80 Punkten gewinnen. :bindafür:

    Klar übt man mit einem jungen Stöberhund das Stöbern. Habe ich auch gemacht, bzw. mache ich auch wieder, wenn es an die Verbandsstöberprüfung geht.

    Das macht man natürlich im eigenen Revier und nicht einfach irgendwo. Das wäre dann Jagdausübung im fremden Revier, folglich Wilderei und verboten. Es kann mal sein, dass der Hund überragt, heißt also die Grenze ins Nachbarrevier überhäuft. Da muss man halt mal mit dem Nachbarn sprechen.

    Ich helfe ja im hiesigen JGHV mit bei der Junghundeausbildung. Wir machen es so, dass Hundeführer, die kein Revier zum üben haben, gar nicht erst angenommen werden. Es macht unserer Meinung nach einfach keinen Sinn, wenn ein Hund ausgebildet werden soll, obwohl man keine Übungsmöglichkeiten und folglich später auch keine Einsatzmöglichkeiten hat.

    Nein. 10% der Suchen in der Statistik sind Klntrollsuchen. Das heißt Suchen, bei denen keine Abzeichen gefunden werden, dass der Schütze überhaupt getroffen hat (das weiß man als Schütze in den meisten Fällen auch).

    Und dann bleiben nich die 10% übrig, die eben nicht erfolgreich sind. Passiert leider auch.

    Das heißt Kontrollsuchen sind Suchen, die IMMER durchgeführt werden, wenn man geschossen hat, aber eigentlich gar nicht weiß, ob man überhaupt was getroffen hat?

    Ja. So sollte es sein.