Beiträge von katzenpfote

    Bei unseren Beschlagnahmungen mussten die Importeure zT die Unterbringungsgebühren im TH zahlen (ist auch so, wenn zB Urlauber irgendeinen „Straßenfund“ mitbringen), das ist bestimmt ärgerlich.

    Zurückschicken wär die brutale Form von Euthanasie - denn niemals fährt dann so jemand bis nach Ungarn (oder so) zurück, der schmeißt die entweder einfach aus dem LKW oder erschlägt einfach alle.

    Mein Beitrag sollte gar nicht OT sein, aber er zeigt, dass es meiner Ansicht nach eine prinzipiell Hundehalter-freundliche Gesellschaft kaum geben kann, weil schon die Grundinteressen von Hundehaltern weit auseinander gehen.

    Das, was für einige erstrebenswert wäre, ist für die anderen der Alptraum.

    Das ist z.B. bei Autofahrern anders - alle wollen ihre Karre ohne Unfall fahren und dann irgendwo abstellen können (gleiches gilt für Radfahrer). Aber wenn es reine Utopie sein sollte (also per Definition eine unmögliche Sache), dann hast du recht, dann war‘s OT. Sorry, war keine Absicht.

    Ich stelle gerade fest, dass ich eine hundehalterfreundlichere Gesellschaft gar nicht wirklich will, weil mir da direkt viel zu viele Nachteile einfallen.

    Die Beispiele hier würden nämlich nur mit verantwortungs- und rücksichtsvollen Hundehaltern und gut erzogenen und sozialisierten Hunden funktionieren.

    Da diese beiden Bedingungen aber idR nicht gegeben sind, wärs mir ein Alptraum, in der Stadt einzukaufen und in jedem Laden stehen Hundehalter mit markierenden Rüden; Hunde, die an voll ausgefahrenen Flexis zwischen den Kleiderständern herumstromern; Hunde, die mit einkaufenden/abgelenkten Haltern an fremden Menschen herumschnuppern, die darauf vielleicht keinen Bock oder sogar Angst haben. Und dann noch die Hundehalter, die ihre Fiffis mit der samstäglichen Klamotten-Shopping-Tour total überfordern - man denke an die völlig verstörten Hunde, die man regelmäßig auf Weihnachts- und Jahrmärkten sah.

    Ich würde mal behaupten, kaum einem menschlichen Hobby wird im öffentlichen Bereich soviel Raum gegeben wie der Hundehaltung - Restaurants und Cafés bieten Wasser an, Gemeinden stellen Kacktütenspender auf und richten Freilaufflächen oder Hundestrände ein, es gibt die Möglichkeit, Maulkorb- oder Leinenbefreiungen zu erwirken und so weiter. Vieles davon dient natürlich wirtschaftlichen Interessen, weil es viele Hundehalter gibt, die einen soliden Kundenstamm darstellen, aber letzten Endes ist es doch für die weitaus meisten Menschen ein Privatspaß, bei dem oft auch Leute Schaden/Einschränkungen hinnehmen müssen, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben.

    Ich denke, dass das auf das Hund-Halter-Gespann ankommt.

    Mir wär das nix, weil ich auf Ausstellung kreuz und quer laufen, Hunde und Stände angucken will - da will ich dann nicht parallel auf den Hund achten müssen. Deshalb käme meine auch nicht mit auf Mittelaltermärkte oder so.

    Andersrum hätte auch mein Hund nix davon, in so‘ner proppevollen Halle herumzustehen und anderen Hunden beim im-Kreis-laufen zuzugucken.