Beiträge von katzenpfote

    Teils teils - zumindest in Südeuropa gibt es ja durchaus auch Einheimische, die ihre ungewollten Haustiere im Shelter etc abgeben.

    Es gibt die ausgemusterten/ausgesetzten Jagdhunde.

    Und in Rumänien z.B. hatten die ehemaligen Hofhunde über vierzig Jahre Zeit, sich ungehemmt zu vermehren, da ist schon eine Menge Rohmaterial vorhanden.

    Und wenn wir Würfe kriegen, die die Polizei auf der Autobahn aus Transportern holt, dann sind die in der Tat i.d.R. aus dem östlichen Ausland (v.a. Tschechien) und oft für NL/Belgien/GB bestimmt.

    Das wiederum

    es ist immer ein bissl so, als hätten Frau Mü und ich halt auch andre Hunde.

    kenne ich von einem meiner Kater - irgendwie hab ich ihn immer zuerst als den Eddie gesehen, und nur sekundär als Katze… aber daran war auch seine irre Empathie mit verschiedenen Individuen und Spezies schuld, und seine ungefähr 30 verschiedenen Geräusche, mit denen er doch sehr präzise ausdrücken konnte, was es denn jetzt von uns erwartet - inklusive zweier verschiedener Leckerchen-Forderungen; eine für meinen Mann und mich, die andere für normale Leute…

    Jain. Denn im Zweifel/bei bestimmten Ansprüchen ist die Alternative zum Züchterhund eben ‚kein Hund‘ - ich bin schon gelegentlich ganz froh, dass „ich arbeite Teilzeit mit kleinen Kindern, hab null Erfahrung aber Lust auf einen Hund“ nicht mit einem von unseren nach Hause gehen muss…

    Die Frage wäre eher, warum wird im TS so wenig über die unseriöse Seite gesprochen?

    Wer spricht da wenig drüber? Bei uns kommt das Thema immer wieder auf, denn bei uns stehen sie ja dann, die Verzweifelten mit ihren auf Fotos perfekten Labbi-Mixen aus Osteuropa, weil die Handynummer der superlieben Vermittlerin auf einmal nicht mehr erreichbar ist oder die Pflegestelle nach 48 Stunden x neue Hunde hat.

    In Tierheimen ist das Thema sehr präsent, und zumindest bei einem Großteil von uns Ehrenamtlern weiß ich, dass wir mit dem Aspekt auch nicht hinter‘m Berg halten, wenn jemand Hundesuchendes damit ankommt.

    Massai

    Ja, das glaub ich sofort. Ist bei uns auch so - ganz oft, wenn hier Leute schreiben, was sie sich von einem Hund wünschen, denk ich mir „sowas haben wir nicht.“

    Die einfachen, unkomplizierten Scheidungsopfer ohne nennenswerte Baustellen sind wirklich rar. Ich hab Jahre gebraucht, bis „unser Hund“ im TH auftauchte.

    Aber das ist was anderes als aufgrund von Einzelerfahrungen „dem Tierschutz“ irre Vermittlungskriterien zu unterstellen.

    An den verkorksten/komischen Hunden im TH ist ja nicht der TS schuld, sondern die Abgeber, die nicht vernünftig nachgedacht oder während der Erziehung nicht vernünftig gearbeitet haben.

    „Der Tierschutz macht es einem schwer“ lese ich hier auch immer wieder. Hat sich in unserem TH noch kaum jemand drüber beschwert.

    Und warum eigentlich immer seriöse Orgas finden? Warum geht man nicht einfach in Tierheime? Wo man die Hunde treffen kann /muss, wo es bei Problemen nicht nur Telefonnummern und Adressen gibt, sondern sogar Öffnungszeiten?

    Ich habe ja selbst nach einem Züchterhund gesucht, ich finde gut gemachte Zucht spannend und alles - kein Stress. Aber mich nervt im Forum, wenn aus den Erfahrungen mit vier, fünf ominösen Orgas und Kontakt mit zwei Tierheimen gemacht wird.

    „DER Tierschutz macht es einem schwer“

    Dann ist auch wahr „DIE Züchter produzieren Tierleid“, weil der VDH/die FCI die Verpaarung von Möpsen und Bulldoggen nicht verbietet.

    Es ist polemisch und zu stark vereinfachend. Schlechter Stil einfach.

    (…) dennoch hatte ich dabei immer auch das Gefühl, hinter jemand Fremdes her aufzuräumen. Fremde Fehler auszubügeln.

    Klar nimmt man das gern in kauf, man liebt das Tier, man weiss das und arbeitet gern daran.

    Aber vom Grundsatz her ist TS nach meinem Empfinden meistens passiv, reaktiv, außer man kann wie vor etlichen Seiten beschrieben Welpen einer trächtigen Hundemutter im Shelter einen optimalen Start ermöglichen.

    Ist ein Züchter mit Herz und Verstand für seine Rasse tätig, ist das mMn tatsächlich ein aktiver Beitrag zum Tierwohl.

    Reaktiv, klar.

    Aber passiv? Ich nehme an, du meinst das nicht so, wie es da steht, aber wenn ich bisher

    - auf Hundemessen etc Infostände zum Thema Wühltischwelpen gesehen habe

    - in Schulen Leute getroffen habe, die den Kids was zum Thema Qualzucht/Tierhandel/artgerechte Heimtierhaltung beigebracht haben

    war da immer das Siegel vom Tierschutzbund drauf, und nie das vom

    VDH/der FCI.

    Und wieviel Arbeit so mancher TH-Tierpfleger in seine Schützlinge steckt, damit sie aus dem Heim auch wieder rauskommen, brauch ich ja nicht zu erzählen.