Beiträge von katzenpfote

    In Deutschland: Nein, dahinter stehe ich nicht.

    In den USA: Ja, schon. Also hinter „Ja, es ist moralisch falsch“. Bei der Folgerung ‚dann darf/sollte man keinen Hund halten‘ bin ich unschlüssig.

    Ich finde das irgendwie gar nicht so eine gigantische Aussage. In der derzeitigen Situation ist Verzicht in so vielen Lebensbereichen die bessere Wahl. Wenn jeder sein bestes tut hier und da zu verzichten, da anfangend wo es einem am leichtesten fällt, ist schon viel geholfen.

    So hab ich das gar nicht gemeint/verstanden. Es geht hier doch ganz klar um die Frage der Moralität von Züchter statt TH.

    Für mich gäbs in den USA (!) keinen Grund, einen Züchterhund statt TS-Hund zu kaufen. Ich fände es dort moralisch falsch.

    Der völlige Verzicht stattdessen würde aber auch nichts besser machen, denn der TS-Hund würde so oder so getötet.

    Und wenn du das ‚Verzicht ist hilfreich‘ auf die allgemeine Weltsituation beziehst, stimme ich dir teilweise zu, ist aber nicht Thema hier.

    Gibt es hier eigentlich überhaupt jemanden, die oder der hinter dieser Aussage steht:

    "Es ist grundsätzlich (nicht nur für mich) moralisch falsch, einen Hund vom Züchter zu kaufen!"?

    Mit der Konsequenz: Wer keinen Hund aus dem Tierschutz halten kann/will, sollte auf die Haltung verzichten.

    In Deutschland: Nein, dahinter stehe ich nicht.

    In den USA: Ja, schon. Also hinter „Ja, es ist moralisch falsch“. Bei der Folgerung ‚dann darf/sollte man keinen Hund halten‘ bin ich unschlüssig.

    Aber aktuell geht es doch ums Thema ‚Auslandstierschutz als Geschäftsmodell‘. Die Ausgangssituation ist ja längst aufgeklärt.

    Klar. Aber darum gehts halt nicht in diesem Thread. Nicht in erster Linie.

    Auslands-TS ist hier nicht komplett OT, sonst haetten wir Mods schon laengst was gesagt.

    Nur die Aussage es ginge in diesem Thread um Auslands-TS ist halt falsch ;)

    Ja, okay, das wiederum stimmt natürlich 😁

    Vielleicht reden wir aneinander vorbei?

    Ich/wir versuchen zu erklären, dass durch die Vermittlung von ausländischen Hunden nach Deutschland unseres Wissens nach niemand reich wird.

    Dass es mafiöse Strukturen gibt, die die Gleichgültigkeit/Überforderung der lokalen Behörden bei der Verwahrung von Streunern ausnutzen, um reich zu werden, bestreitet niemand. Das hat nur keinen Einfluss auf „unsere“ Auslandsimporte. Sventje beschreibt ja sogar, dass man die Hunde dort kaum rausbekommt, um sie hier zu vermitteln.

    Es sind also zwei getrennte Phänomene. Und den Behörden geht es da vermutlich auch nicht um Tierschutz, sondern darum, dass die lästigen Viecher von der Straße verschwinden.

    Manche Züchter verzichten dann auf die Ahnentafel für diesen Hund - vor Allem, wenn man doch weiß dass ein Klientel dennoch einen guten Preis zahlt, bei einer beliebten Fehlfarbe z. B.

    Aber ich dachte immer, die Ahnentafel ist sowas wie ne Geburtsurkunde/ein Ausweis des Hundes - ist das legal (aus Vereinssicht)/seriös, wenn das so läuft?

    Vorstellen kann ich mir höchstens, dass es Hinterhof-Vermehrer gibt, die sich dann einen Vereinsnamen geben und die Tiere als ‚gerettet‘ verkaufen oder dass in Massensheltern nicht vernünftig kastriert/getrennt wird und es dann zu Würfen kommt.

    Ich hab auch noch nie konkret gehört, wie das vonstatten gehen soll, aber ich rate schon wegen der Möglichkeit immer davon ab, Welpen direkt aus dem Ausland zu kaufen bzw rate ich sowieso meist davon ab, Hunde per Bild auszusuchen. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich solche Gespräche idR mit Hundeanfängern führe.