Beiträge von Fenjali

    Genau das ist für meinen Hund der absolute Aufreger und alles andere als reizarm.

    Hier vor der Haustür und Umgebung kennt er sich aus, da isser entspannt (außer, es kommt uns ein Hund entgegen), obwohl um die Ecke eine große Hauptstraße ist mit entsprechendem Trubel. Aber ich kann mit ihm nicht ins Grüne fahren, ohne dass er völlig ausflippt.

    Falls es Dich beruhigt, das war bei uns einige Monate lang auch so wenn wir mit dem Auto irgendwo hingefahren sind um eine große Runde im Grünen zu gehen mit Gustaf. Ich habe mich mehr als einmal gefragt, wann und ob ich ihn jemals einfach ins Auto laden, irgendwo hinfahren wo es für ihn nett ist, ausladen und entspannt (also er und ich) eine große Runde gehen kann. Da hat nur mentales Durchhaltevermögen, viel Geduld, Ruhe, Konsequenz und auch viel Abbruch (also im Sinnen von Hund einpacken und wieder nach Hause fahren) geholfen. Ich habe da auch gar keine konkreten Tipps, weil ich alles intuitiv und situativ gehändelt habe. Die Zeit hat hier aber auch wirklich viel gerichtet.

    Ich will nicht sagen alle junge Boxerbuben sind so (bollerig, aussenfokussiert, sehr hoher Aufregungslevel, kopflos, usw.). Aber durch viel Austausch habe ich gelernt, viele junge Boxerbuben sind so :dizzy_face:. Ich rede vom Alter 9 - 18 Monate. Wenn man sich so austauscht, merkt man, die erfahrenen Boxerhalter nehmen es im positven Sinne als "die gehören so" hin und haben die Gewissheit "es wird alles besser bis es gut ist" und behalten damit recht :lol: . Andere kommen mehrmals temporär an ihre Belastungsgrenze.

    Ja die können schon richtig Nerven kosten, wobei ich mit Gustaf echt Glück haber. Er war nie "schlimm", zumindest habe ich es nicht so empfunden. Sein ganzes Reportoire gehört für mich dazu auf dem Weg vom Welpen zum Adult dieser Rasse.

    JA, das ist gut, wenn man das als Phase ansehen kann. Er ist ja von meinen Hunden der erste, den ich seit Welpenalter habe und ich seh da manchmal kein Licht am Ende des Tunnels, obwohl er rückblickend schon so viel kann, von dem ich bis vor Kurzem auch nicht dachte, dass er es je können wird.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Sommer damit verbringe, täglich 100 Runden um den Block zu drehen, weil der Herr Hund sich woanders das Hirn wegschießt. Und an Freilauf ist ja mal gar nicht zu denken, da wäre er völlig außer Rand und Band.

    Was ist nur mit ihnen passiert :loudly_crying_face: :woozy_face:

    Bitte teile es unbedingt mit mir wenn du es herausgefunden hast!!!

    Im Vergleich zur Welpenzeit finde ich es jetzt leichter, auch wenn der Hund schwerer geworden ist. :hust:

    Als Baby wollte meiner gar nicht an der Leine laufen. Später war es die reine Katastrophe, obwohl ich es sozusagen nach Lehrbuch aufgebaut habe. Aber er hat es gehasst, Geschirr zu tragen, hat die Leine gehasst, reingebissen, das Halsband hat er versucht, sich abzukratzen. Das war jedes Mal ein Kampf, ihm das überhaupt anzuziehen. Dann ist er mir beim Gassi in die Beine gesprungen, in den Mantel gesprungen, hat sich am Ärmel festgebissen, in die Schuhe gebissen, alles vom Boden gefressen, gezogen, etc. Und wenn ich die Häufchen aufgehoben habe, war das ein Kunststück für sich: In der einen Hand den Beutel, in der anderen die Leine, an der ein Hund hängt, der sich wie eine Wildkatze ans Bein klammert. So bin ich dann im Schlurfschritt zum Papierkorb geeiert. :roll:

    Ich hätte damals nicht gedacht, dass ich jemals halbwegs normal mit ihm laufen kann.

    . In einer reizarmen Umgebung wie einen wenig frequentierten Wald morgens

    Genau das ist für meinen Hund der absolute Aufreger und alles andere als reizarm.

    Hier vor der Haustür und Umgebung kennt er sich aus, da isser entspannt (außer, es kommt uns ein Hund entgegen), obwohl um die Ecke eine große Hauptstraße ist mit entsprechendem Trubel. Aber ich kann mit ihm nicht ins Grüne fahren, ohne dass er völlig ausflippt.

    Ich werfe der Polizei gar nichts vor, denn - wie bereits mehrfach gesagt - ich war nicht dabei. Ich gebe nur zu bedenken, dass auch die nicht unfehlbar ist und es auch nicht das erste Mal wäre, wenn voreilig gehandelt worden wäre.

    Soll auch schon vorgekommen sein, dass versehentlich eine falsche Wohnung gestürmt und der dort angetroffene (friedliche) Hund vorsichtshalber erschossen wurde. Wer so etwas unter dem Motto "Gefahrenabwehr" unbesehen ok findet, sollte mal kurz dran denken, dass es ihn auch selber treffen kann, selbst wenn er als braves Bürgerlein, das andere so gerne verurteilt, alles richtig macht.

    Oder Szenen wie diese hier - das kommentierte Video ist zwar nicht aus Deutschland, aber sowas hat es hier sicher auch schon gegeben.

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    Hier wurde aber nicht irgendwer erschossen. Hier wurde ein Hund erschossen

    Ja, der dem Bericht zufolge nichts weiter gemacht hat.

    Zitat

    Du kannst dir nix unter Scheinattacken vorstellen, weisst aber das die Polizei Hunde mit Fanghaken (was auch immer das sein soll) sichern koennen muss/kann!? Aeh ja.

    :muede:

    Wie ich schon sagte: Kann man nicht beurteilen, wenn man nicht dabei war.

    Wann anders beschwert man sich, dass erst was passieren muss bevor gehandelt wird,

    Ja, das u.a. unterscheidet einen Rechtsstaat von einer Bananenrepublik, dass es ohne Tat keine Strafe gibt.

    Man muss es nicht zwangsläufig richtig finden, dass präventiv jemand erschossen wird, weil "man weiß ja nie..".

    Schon gar nicht, wenn man nicht dabei war.

    Die Polizei hat (oder sollte haben) z.B. die Möglichkeit, einen Hund mit einem Fanghaken zu sichern.

    Dass da Jugendliche anwesend waren, die über den Ablauf des Polizeieinsatzes ganz offensichtlich empört waren, muss zwar nichts heißen, kann aber. Ich jedenfalls habe da meine Zweifel, ob das alles so hätte ablaufen müssen. Müsste man dabei gewesen sein, um es zu beurteilen.