Beiträge von Fenjali

    Du weißt ja wahrscheinlich nicht, wo er aufgewachsen ist. Vielleicht war das dort normal.

    Wie auch immer: Ich würde versuchen, ihm Pinkeln auf Kommando beizubringen, um das Ganze ein wenig besser steuern zu können. Außerdem die Sachen, auf die er gerne pinkelt, mit einer Unterlage zudecken. Und diese dann langsam abbauen, indem du sie mit rausnimmst oder an einem Ort platzierst, wo es weniger stört (z.B. im gefliesten Bad, auf dem Balkon, o.ä.).

    Hallo ihr Lieben, ich würde gerne wissen, ob jemand Erfahrung hat bei der Verteidigung gegen einen aggressiven Hund. Was vielleicht geholfen hat etc. Wir haben leider einen Hund in der Nachbarschaft, der absolut aggressiv auf meinen Hund reagiert. Eben kam es zu einem blöden Erlebnis, wo wir beide um die Ecke uns quasi in die Arme gelaufen sind und der Hund konnte sich beinahe losreißen, ich hab meinen Hund einfach am Geschirr hochgerissen und bin 10 m weggerannt. Der Mann hat den Hund daraufhin zur Sau gemacht und ich bin mit Tränen in den Augen weggelaufen.

    Jetzt schwirrt diese Situation in meinem Kopf natürlich rum und ich ziehe in Erwägung, einen Elektroschocker oder irgendwas zur Selbstverteidigung zu besorgen. Der Hund ist ungefär 4 mal so groß wie meiner, ein großer Hirtenhund ich habe einen 8 kg Terriermischling, er hätte also bei einem Angriff nicht die geringste Chance.

    Habt ihr Tipps, Erfahrungen etc?

    Anschreien. Das hat nach meiner Erfahrung bisher noch immer gereicht, auch wenn das wahrscheinlich nicht bei jedem Hund klappt. Ansonsten Wurfschellen oder ein stinknormales Deospray oder "Pet Corrector" Spray. Bei letzterem ist nur Wasser oder irgendein Gas drin. Das hat den Vorteil, dass man es auch dann anwenden kann, wenn der fremde Hund zu dicht am eigenen ist.

    Ich hab erst das übliche grelle "AUA" geschrien, das ignoriert er aber komplett. Wenn ich es unterbinden will wird es schlimmer. Erst wenn ich das auch laaange ignoriere legt er sich irgendwann hin, bis dahin hat er aber sehr lange an mir gezerrt. Ich gebe zu, mit dieser Situation bin ich etwas überfordert und brauche dringend euren Rat, wie ich damit umgehe, dass das nicht in eine falsche Richtung geht!

    Überleg mal, was Hundemutter und/oder Geschwister machen würden. Geschwister würden aua schreien und weggehen, das Spiel wäre beendet. Wenn du nicht so ruppig sein willst wie eine Hundemutter, dann mach es so wie es die Geschwister machen würden.

    Zitat

    Ich an deiner Stelle würde als Erstes einen Welpenauslauf organisieren und das Tierchen dann da drinnen einfach Hund sein lassen. Wasser rein, Spielzeug rein, eine Decke rein (ob zum drauflegen oder zum zerfleddern ist egal) und einfach den Alltag rundherum leben wie gewohnt. Staubsauger an, Buch in die Hand und Füße hoch, Kaffee trinken mit der besten Freundin, Fernsehen und dabei Pizza essen. usw.

    Kiba lernt durchs zusehen und beobachten, wie der Alltag bei euch funktioniert, was alles dazu gehört, was normal ist. Und das alles, ohne dass er direkt am Geschehen ist, das für ihn auch sehr überfordernd sein kann.

    Nur mal interessehalber: Was machst du aber, wenn der Welpe in seinem "Laufstall" randaliert, dagegenspringt, ins Gitter beißt? Trotzdem Füße hoch und Kaffee trinken mit Watte im Ohr? :drgreen:

    Es gibt aber auch Menschen, die nicht aus menschlichen Defiziten heraus einen Hund wollen, sondern die einen Hund wollen, weil sie einen Hund wollen.

    :ironie2:

    Die Wurzeln dafür liegen aber woanders. Da helfen nicht immer mehr Gesetze und "Herumdoktorn" an Symptomen.

    Es gibt ja beispielsweise auch kein "Alkoholgesetz", mit dem der Staat präventiv Schäden vorbeugen will, die aus verantwortungslosem Alkoholkonsum entstehen könnten (beispielsweise: Konsum nur in geschlossenen Räumen, um niemanden zu belästigen oder Vorlage eines negativen Schwangerschaftstests beim Besuch einer Bar :lol: ). Und dabei ist der Schaden für die Allgemeinheit auch nicht gerade gering. Muss man mit leben.

    Es ist halt der Preis für Demokratie und Freiheit, dass nicht immer das dabei rauskommt, was jeder sich wünschen würde. Totale Kontrolle gibt es aber nicht und wäre mMn wohl auch das größere Übel.

    Pflichtbeitrag zur Hunde-KV für alle wäre ja wenigstens ein guter Verwendungszweck für die ansonsten völlig überflüssige Hundesteuer.^^

    Ansonsten bin ich aber auch dafür, dass der Staat sich raushält und zwar weitgehend auch aus allen anderen Aspekten der Hundehaltung. Es braucht im Grunde genommen nur das Tierschutzgesetz und das Strafgesetzbuch. Damit wäre eigentlich alles abgedeckt: Es ist sowieso jeder verpflichtet, sein krankes Tier behandeln zu lassen. Wie er/sie das finanziell bewerkstelligt, bleibt jedem selbst überlassen. Beschlagnahme aufgrund von Vernachlässigung/schlechter Haltung ist auch so möglich, dazu braucht es keine Pflichtversicherung. Und es braucht auch kein Hundegesetz mit Leinenpflicht und pi pa po, weil jeder Mensch (inklusive Hundehalter) auch ohne explizite Präventiv-Gesetze niemanden schädigen darf, auch ohne explizite Gesetze haftpflichtig ist, auch ohne spezifische Gesetze seinen Müll wegräumen muss, etc.