liebe Britta,
das ist schön das du diese Realität reingeschrieben hast. Ich sage es bewusst, nicht Geschichte, denn dies ist wahr.
ich weiß was in didr vorging, als du es gehört hast.
Vor vielen Jahren war ich mit meinem jüngsten Sohn im Krankenhaus. Am Tag der Entlassung, kam eine junge gutaussehende ernste Frau zu mir.
sie erzählte, dass ihre Tochter zum drittenmal (Tochter 1 1/"Jahr alt) am Kopf operiert wird, Wasserkopf. Das Mädel ist schwerstbehindert und sie wusste es während der Schwangerschaft, ich dachte mir damals, welch ein Segen, wenn dieses Kind gleich gestorben wäre.
Sie sah mich an und sagte zu mir, viele Menschen sagten, welche ein Segen, wenn dieses Kind bei der Geburt gestorben wäre (weißt du wie ich mich schämte in diesem Moment).
Aber sagte sie, ich habe mich für mein Kind entschieden, für mein Mädchen, mein Mann hat mich verlassen, weil er es nicht ertragen konnte, ein behindertes Kind zu haben.
Ich weiß, sagte sie weiter zu mir, dass dieses Kind keine lange Lebensdauer haben wird. Aber, ich kann dieses Kind geniesen, wie nichts anderes, jedes Lächeln ist für mich mehr wert, als Geld.
Britta genauso wie du, sass ich einem Menschen gegenüber, der sich für "wenig" entschieden, in diesem Fall ein leben, das nur kurz halten wird.
und ich wusste mein Sohn wird wieder gesund, ich kann sehen die Entwicklung sehen. Aber, konnte ich es so tief in mich einnehmen, wie diese Frau?
Diese Frau hat mich geprägt, eine gepflegte in sich glücklich, wenn auch angstvoll wirkende Frau. Sie ist für mich DAS Vorbild meines Lebens.
Genau wie die Leute, manchmal ist es wohl wichtig, auf Sicherheiten und "wohlstand" zu verzichten. Ich weiß es nicht, denn ich bin ein Mensch, der es durchaus geniest, die Sicherheiten zu spüren. Aber, so frei und glücklich wie jene Frau, bin ich wohl nicht.
einen schönen Abend noch
Tine