Beiträge von Alice04

    Wir haben einen Tibet-Terrier-Mix, der ist robust und macht alle Outdoor-Aktivitäten mit. Er kooperiert gerne mit uns, wir beginnen z.B. gerade mit Mantrailing, das macht ihm großen Spaß und er ist eifrig. Apportieren gefällt ihm gar nicht, das läßt er dann auch deutlich erkennen, indem er das Spielzeug einfach nicht wiederbringt.


    Er ist ein bißchen reizoffen, mitten in der Stadt wäre es schwierig mit ihm. Wandern, Radfahren und einmal die Woche Hundetraining ist schon wichtig, damit er ausgelastet ist. Und er mag Kinder kein bißchen und geht ihnen aus dem Weg, wo er kann. Aber ich weiß nicht, ob das eine typische Rasse-Eigenschaft ist oder nur bei ihm so. Oder weil er ein Mix ist.


    Die Fellpflege ist ziemlich aufwendig, jeden Tag ein Viertelstündchen muss man mindestens dafür einplanen. Aber das mache ich gern, und wir kuscheln danach ein wenig, das liebt er sehr. Typischer ein-Personen-Hund ist er nicht, sondern hört gut auf uns beide und geht auch gerne mal mit der Nachbarin spazieren.


    Ich hoffe, es kann zur Entscheidungsfindung beitragen!

    Also ich glaube, Du bist auf einem sehr guten Weg und machst soweit alles richtig. Genau so haben wir es mit unserem Bruno auch gemacht, und er bleibt jetzt gut und entspannt allein, normalerweise 4 Stunden, aber ich musste auch schon ein paar Mal länger im Betrieb bleiben wegen endloser Versammlung, da war er auch nach 6 Stunden noch entspannt. Mach nur geduldig so weiter!


    Ich habe mir am Anfang das Babyfon der Nachbarin geborgt, deren Kind inzwischen älter war, und habe mich angezogen und nach Abschließen der Wohnungstür vors Haus gesetzt. Nach kurzer Zeit fing er an zu wimmern oder zu bellen. Dann habe ich genau die erste Pause im Gewimmer abgepasst und bin wieder rein zu ihm. So hat er gelernt, das Motzen nichts bringt. Ich habe ihn dann auch nicht überschweglich begrüßt, sondern bin einfach rein, Zimmertür kommentarlos auf und irgendwas gemacht, ohne ihn groß zu beachten.


    Es dauert halt ein paar Wochen, aber Du hast ja noch bis Mitte Februar Zeit. Bleibe geduldig und übe jeden Tag. Natürlich gibt es auch Hunde, die mit dem Allein bleiben ihr Leben lang Probleme haben, aber ich hoffe, Deiner gehört nicht dazu. Drei Stunden sind glaube ich für die meisten Hunde gut auszuhalten.

    Das mit dem Trainieren im Haus Deiner Mutter finde ich schwierig, wenn Du nicht immer dort bist. Wenn sie die Hinweise des Trainers nicht befolgt, wenn Du nicht da bist, ist das ja rausgeschmissenes Geld.

    Ich habe ja sehr gute Erfahrung mit Lob gemacht. Bruno neigte auch zu langem Bellen beim Klingeln oder wenn ein Hund draußen bellte. Ich habe ihn dann gelobt, so dass er wußte, ich habe sein Problem gesehen und kümmere mich. Inzwischen schlägt er nur mal kurz an, wenn es klingelt - ich finde, das ist in Ordnung.


    Natürlich wird das nicht bei jedem Hund klappen, es kommt sicher auf den Grund des Bellens an - bei Bruno war es eben das Warnen vor (in seinen Augen) Gefahr.

    Unseren Tibi haben wir mit 12 Wochen bekommen, da wog er 3,5 kg. Heute, mit fast zwei Jahren, wiegt er 13 kg, er hat schon seit ca. einem halben Jahr sein Gewicht gehalten, also denke ich, das bleibt jetzt so. Insofern scheint deine Kleine genau richtig zu sein. Die ist ja süß, viel Freude mit ihr!

    Unter keinen Umständen traue ich mir HSH und Listenhunde zu. Unter meinen Umständen (Stadtwohnung) natürlich ganz viele Rassen, denen ich so nicht gerecht werden kann. Ich liebe z.B. Hütehunde und hätte gern einen (einen richtigen, unser Tibet Terrier Mix ist ja im Grunde auch einer, aber doch ziemlich moderat). Wenn ich auf dem Lande wohnen und ihm ein ausgefülltes Leben bieten könnte.


    Mit den mittelgroßen Hunden, die ich so im Lauf der Jahre hatte, bin ich aber sehr zufrieden, sie sind sportlich, aber kleinwohnungstauglich und ich kann sie auch händeln, wenn sie in der Pubertät oder frisch vom Tierschutz ihre Macken auspacken.


    Was ich aber wirklich bedaure, weil ich die Rasse vom Aussehen und Charakter liebe: einen Akita traue ich mir nicht zu. Auch bei anderem Umfeld - zu groß und schwer, zu eigen, jeder Erziehungsfehler kann große Folgen haben.


    Vielleicht klappt es im nächsten Leben...:herzen1:

    Unser Tibet Terrier Mix riecht gar nicht, obwohl er auch das "Doppelfell" aus viel Unterwolle und langem Oberfell hat. Ich habe ihn noch nie gebadet - er neigt nicht dazu, sich in irgendetwas zu wälzen, und nach schlammigen Spaziergängen oder Buddeln wasche ich ihm Pfoten, Beine und "Unterboden" feucht ab.


    Er kriegt Trockenfutter, das ihm sehr gut tut - er pupst nicht, riecht nicht aus dem Maul, hat glänzendes Fell und ist aktiv wie nur was... Allerdings braucht er tägliche Fellpflege, gerade unter den Armen und an den Schenkeln neigt er zum Verfilzen. Aber wir haben das beide gern, unsere Putzviertelstunde auf dem Balkon.


    Ich denke, bei einem gesunden, gut ernährten und gepflegten Hund ist die Rasse geruchstechnisch egal.

    Ja, das ist die Pubertät! Geht uns genauso mit Bruno (15 Monate). Bei uns wechselt das Verhalten täglich, mal ist er ein braves Lämmchen, mal hört er schlecht und benimmt sich frech. Ich habe beim Freilauf immer die Schleppleine dabei, wenn er nicht zuverlässig zurück kommt, mache ich ihn dran. Und wenn anspruchsvolles Training nicht funktioniert, schließen wir wenigstens mit einer positiven Erfahrung ab - und wenn es nur ein gelungenes "Sitz" ist.


    Es ist ein bißchen nervenaufreibend und hoffentlich bald vorbei.

    Ich würde versuchen, den Tagesablauf unregelmäßiger zu gestalten. Den grossen Spaziergang mal früh, mal nachmittags, Futter mal eher, mal später, Wochenende mal ein langer Ausflug... Dann gewöhnt sich Neesha daran, das es auch in Ordnung ist, wenn es mal nicht nach dem täglichen Einerlei geht. Danach ist es bestimmt leichter, ihr ein Alleinsein auch zu anderen Zeiten beizubringen.

    Unser Bruno ist ja ein ziemlich ängstlicher und reizoffener Typ. Deshalb hatte ich von der Zeit an das Gefühl einer guten Bindung zwischen uns, als er es sich angewöhnt hat, zu mir zu kommen oder - an der Leine - zu schauen, wenn ihn was verunsichert oder stresst. Wenn er sieht, ich bin ganz unbesorgt, geht es für ihn auch (in 90 % aller Fälle grinning-dog-face).

    Ich möchte hier mal was Erfreuliches zum Besten geben: wir haben eine neue Wohnung gesucht und nach mehreren Absagen wegen des Hundes (ohne das die Vermieter ihn vorher gesehen oder nach Rasse, Größe usw. gefragt hätten...) eine schöne Wohnung in einer örtlichen Wohnungsgenossenschaft gefunden. Wir hatten schon gesehen, dass in diesen Häusern viele Leute mit Hunden leben.


    Zur Vertragunterzeichnung bekamen wir die üblichen Unterlagen in einer Mappe, auf dem Deckblatt steht: "Auf gute Nachbarschaft!" Neben anderen Punkten wie "Kinder beleben das Haus" und "Jung und alt freundlich zusammen" gibts die Rubrik "Tierische Mitbewohner". Da steht: "Viele unserer Mieter leben mit Haustieren, denn sie spenden viel Lebensfreude. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Tiere niemanden stören. Besonders mit Hunden kann es ja schnell laut werden. Aber auch die Tierhalter freuen sich über Verständnis für ihre Vierbeiner:"


    Es kann auch freundlich zugehen in dieser Welt!