Aus Hundesicht ist es bestimmt ähnlich, da geb ich dir recht.
(Wobei das Erfolgserlebnis beim Hetzen und Packen ein ganz anderes sein dürfte - auch für den Hund. So schaut das für mich eher sehr frustrierend aus.)
Dass es nix Tolles ist, da brauchen wir nicht reden, Hummel , und wollen würde ich das so auch nicht.
Aber im Endeffekt ist ein Hund, der trotz jagdlicher Erregung in hoher Anspannung eng bei einem bleibt, für jemanden, dessen Hunde lieber alleine jagen gehen würden, wesentlich angenehmer.
So im direkten Vergleich.
Besser der spult sich neben meinem Bein hoch, als dass ich ihn im Wald vom Reh pflücken muss.
Dass das nicht optimal ist, ist mir auch klar.
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Nein, das meinte ich auch nicht. Ich denke jeder, der sich dessen bewusst ist, dass der Hund jagt, weiß, dass das nicht cool ist. Weder für den Hund noch für einen selbst noch für den Rest der Welt.
Frustrierend ist das für Zack übrigens gar nicht. Er findet das cool, in seinen aufregenden Gedanken hängen zu können.
Ich mach die Tage mal ein Video, wie es aussieht, wenn er nicht jagt. Ich kann es ihm ja sagen - auch jetzt - ich habe das Video extra mal so gemacht, wie es ist, wenn ich ihm gar keinen "Hinweis" gebe, was mich gerade stören könnte. Was mir noch fehlt für ihn ist der Zustand, dass er es von selbst nicht mehr tut.
Der große Trugschluss, den ich so oft höre ist: Ein Mali ist ja kein Jagdhund. Und ein Mali ist ja kein Hund, der gern allein jagt. Das ist leider wirklich richtig falsch. Ein Mali jagt sehr stark - und kompromisslos. Die sind sauschnell, bekommen also fast jedes Wild auch rein über Geschwindigkeit, sehr wendig, und wenn die Zähne einmal klack machen, dann ist da auch nicht mehr viel Leben im Wildtier. Und ja, das macht denen wirklich Freude. Als genetischer Dopaminjunkie und mit sehr viel Beutetrieb ausgestattet, kann so ein Mali auch zu einem lebenslangen Leinenhund werden (grad, wenn er nicht nur Wild, sondern auch Artgenossen oder Menschen gern kriegen will ;-)).
Was hilft, ist die hohe Bereitschaft zu kooperieren. Aber auch hier - das ist nicht jedem Mali eingepflanzt. Es gibt die sehr selbständigen, die ihre eigene Entscheidung grundsätzlich besser finden und die man immer überzeugen muss. Ich hab hier n führiges Modell (Hilde), die auch jagen würde, aber da ists recht einfach über Gehorsam. Und ich hab Zack. Der ist eher ein sehr sehr selbständiger Hund - den muss man immer überzeugen, dass die eigene Entscheidung die richtige ist und der null Fehlertoleranz hat.
Aber: Einfach kann ja jeder und immerhin isser schön - sag ich mir immer. 
