Beiträge von Hummel

    Ich hab nicht gesagt, dass es nicht sein kann. Ich kenn euch ja nicht. Ich sage nur: 1. ist das recht selten 2. passt es dann nicht zwingend mit dem Rest, den du beschreibst.

    Ich glaube schlicht, dass es am Gegenüber als Gesprächspartner hängt. Hat jeder: Mit nem bestimmten Typ Mensch kann man einfach echt nicht gut. Es triggert einen, man möcht gern reinhauen (oder weggehen) - auf jeden Fall soll der einen in Frieden lassen. Wer sich als Mensch gelernt hat, zu benehmen, hat genug Kommunikationsmöglichkeit, ohne Ausraster solche Gespräche/Situationen zu ertragen und zu verarbeiten.

    Ich gebe zu, dass das jetzt etwas kompliziert ist zu beschreiben, wenn man bisher versucht hat über zB Abruf, Sitz, Ablegen oder sonstige "Tricks" den Hund zu kontrollieren. Das funktioniert so lange, bis die Aufregung zu hoch ist, so dass es nicht mehr abgerufen oder umgesetzt werden kann. Wenn du allerdings anders an die Sache herangehst, nämlich schaust, dass der Hund für dich immer ansprechbar ist, du also Zugriff auf sein Aufregungslevel hast, dann hast du eine andere Basis. Ob du dann noch die Kommandos brauchst, oder dem Hund einfach sagen kannst: Lass es, dich so hoch zu schrauben. Entweder redest du "normal" mit dem anderen oder gar nicht. Dann kann der Hund auch dazu lernen und selber bessere Entscheidungen treffen im Zusammentreffen mit Hunden, die ihn so triggern.

    Praktisches Beispiel: Hund trifft Hund der ihn triggert, du sagst ihm: Reg dich nicht so auf, lass den Quatsch, ist nur n Hund. Dein Hund sagt: Ok, rege mich nicht so auf. Hm - hab ich noch andere Möglichkeiten zu kommunizieren, außer draufhauen? - Hängt dann so am Gegenüber und am Hund, aber das ist so der Weg, dass der Hund aus der Nummer rauskommt, in dem er selbst auf andere Verhaltensweisen kommt.

    Das ist aber tatsächlich in der Theorie nicht sinnvoll vermittelbar. Daher bräuchtest du da vermutlich einen Trainer, der eben diese ganzheitliche Sicht hat. Die gibts eher nicht so oft, aber es gibt sie.

    Oder noch mal einen anderen Trainer mit anderem Ansatz kontaktieren. Das Problem ist ja, dass er dir dann nicht zuhört, weil er ZU hochgefahren ist und Erlerntes nicht abrufen kann. Wenn man sich mal trainingstechnisch aus dem Bereich "Ich greife auf Lernverhalten zurück" raus löst und den Ansatz "Ich brauche Ansprechbarkeit" im Bezug auf Raum und Aufregung begibt, lösen sich viele vorher unlösbaren Probleme wie von selbst.

    Natürlich gibts auch sinnvolle Indikationen, aber so wie ich es erlebt habe, ist der Ansatz in der eigenen Beziehung zum Hund zu schauen, wo ich was verändern kann, meist sinnvoller und nachhaltiger. Aber ich würde trotzdem niemanden verurteilen, der mangels Möglichkeit oder aus Überforderung heraus dann sagt: Ok, Kastra oder Kastra-Chip.

    Dass der Hund grundsätzlich sehr gechillt ist und sich mit den meisten Hunden gar nicht näher beschäftigt zeigt mMn eher, dass nicht das Testosteron sein Problem ist. Denn sonst wäre er nicht "an den meisten Damen nicht interessiert". Weißt, was ich meine? Das beißt sich ein bisschen, wenn das Testosteron das Problem wäre.

    So oder so: Alles Gute für euch!

    Der normale Zyklus der Zecken ist Frühjahr/Frühsommer und Herbst als Hoch Zeiten.

    Es ist also total normal, dass jetzt wieder mehr Zecken an den Hunden sind.

    Hier gibts April und Juli ne Bravecto, das funktioniert hervorragend, damit ist keine oder beim Rüden mal eine MiniZecke am Hund und sonst nix. Der Versuch mit Seresto bei der Hündin ist ja eher schiefgegangen - ich bleib bei Bravecto, damit sind die Hunde hier sicher.

    Hängt vom Hund ab.

    Stabile Charaktere, die auch ausgewachsen und erwachsen sind (also über 4 Jahre), haben sich selten verändert.

    Unsichere, hysterische oder ängstliche Exemplare (die auch aus solchen Gründen im Zweifel in die Aggression gegangen sind) bzw junge Hunde unter 4, sind fast immer noch unsicherer, hysterischer oder ängstlicher geworden. Klar, das Testosteron fehlt und das gibt auch Sicherheit und ist für weit mehr als Fortpflanzung verantwortlich.

    Danke für die Antwort Hummel, bei dir habe ich schon bei einigen Threads rausgelesen dass du im Regelfall gegen Kastra bist bei unter 4-jährigen Rüden.

    Nun ja, da mein Hund (aus dem Auslandstierschutz, 1,5-2 Jahre alt) wirklich extrem auf unkastrierte Rüden reagiert (ich denke ohne Leine würde er sie killen) stellt sich doch die Frage, ob ein Chip zum Ausprobieren nicht doch sinnvoll wäre.

    Bist du denn bisher mal mit fundiertem Training/Trainer drangegangen? Die seltensten Fälle (dazu auch gern mal "Kastration beim Hund" von Strodtbeck und Gansloßer lesen) sind tatsächlich in irgendeiner Weise mit dem Testosteron gekoppelt. Oft sind es Hunde, die grundsätzlich gern eher aufgekratzt, "Lustig" oder "aufgeweckt und energiegeladen" sind.

    Die einfach grundsätzlich mehr Führung und Anleitung brauchen und die Fähigkeit sich zurück zu nehmen und in die Ruhe (nicht in ein passendes Verhalten, sondern wirklich Ruhe) zu kommen.

    Na klar kann man mit Chip probieren, aber Chip und Kastra unterscheiden sich auch noch mal ein Stück und dazu kommt - man nimmt dem Hund viel an Identität. Das kann (und tut es auch oft) eine Artgenossenaggression verstärken.

    Dem Hund ist es wurscht, meine Hunde dürfen meistens etwas mal ja und mal nein. Das macht es um so besser, dass der Hund mir zuhört.

    Die Frage ist: Warum sollte er Pipi lecken dürfen? Was tut ihm daran gut? Da findet sich nix außer, dass er den Hormonkick sucht und regelrecht süchtig wird. Darum würde ich das immer verbieten. Wohingegen schnüffeln total normal ist. Festschnüffeln hingegen ist verboten, weil auch hier die Gefahr von Suchtpotential ist und dazu kommt, dass ich das nie cool finde, wenn meine Hunde sich in andere Sphären hochschrauben.

    Ich füttere dann Defu und Veggie Dog anteilig. Weniger Fleisch und wenn, dann Bio. Das ist der Plan für den größten Teil der Fütterung. (wenn ich mal was geschenkt bekomme, werde ich es nicht wegwerfen, aber so grundsätzlich würde ich gern unseren ökologischen Fußabdruck etwas verkleinern.) Bei Hilde mach ich mir wegen der Verträglichkeit keine Sorgen, bei Zack muss ich schauen. Das meiste verträgt er gut, ab und an gibts mal was, was er nicht so gut verträgt. Ist zwar selten, aber kommt vor.

    Wie siehst du denn den Anteil an Linsen und Erbsen bei Veggiedog?

    Kritisch oder nicht?

    Warum fragst du? Wegen der DCM Studie? Ist ja Taurin zugesetzt.

    Ich würde nicht komplett vegan füttern, weil der Hund ein Allesfresser ist und kein Veganer/Vegetarier. Aber er ist eben auch ein Allesfresser und kein Fleischfresser. Daher einen kleineren Anteil Veggie Dog und den größeren Anteil mit Biofleisch in maßvoller Dosierung.

    Was ich mache? Das ist jetzt nicht so einfach in einem Satz zu beschreiben. Das ist ja kein Trick, den man beibringt. Das ist die gesamte Führung und das gesamte Zusammenleben, dass sich der Hund am Mensch orientiert, Sicherheit und Ruhe von ihm bekommt, Grenzen aufgezeigt bekommt und so weiter. Und: Natürlich ist die große Freiheit das Schönste. Die muss man sich aber erarbeiten und verdienen. Sonst kann man weder für seinen Hund Sicherheit garantieren noch für den Rest der Umwelt und der anderen Menschen und Lebewesen, die vom eigenen Hund belästigt werden würden.

    Daher mein Tipp: Lass die Leine dran (je öfter er wegrennen kann, desto schneller lernt er, wie lustig das für ihn ist) und such dir nen guten Trainer, der euch zuhause mal anschaut, wie eure Kommunikation ist. Damit meine ich nicht lustige Tricks wie "Sitz", "Platz", "Pfote geben", sondern tatsächlich das soziale Miteinander. Vereinfacht ausgedrückt: Hunde laufen nicht mehr einfach weg, wenn sie sich an ihrem Menschen orientieren.

    Hängt vom Hund ab.

    Stabile Charaktere, die auch ausgewachsen und erwachsen sind (also über 4 Jahre), haben sich selten verändert.

    Unsichere, hysterische oder ängstliche Exemplare (die auch aus solchen Gründen im Zweifel in die Aggression gegangen sind) bzw junge Hunde unter 4, sind fast immer noch unsicherer, hysterischer oder ängstlicher geworden. Klar, das Testosteron fehlt und das gibt auch Sicherheit und ist für weit mehr als Fortpflanzung verantwortlich.

    Es gibt keine Antwort auf deine Frage, weil jeder andere Prioritäten setzt, was empfehlenswert und gut ist.

    Gib mir irgendein Futter und ich nenne dir Dinge daran, die für manche ein No-Go sind. Ganz einfach.

    Der Link zur Knowledge Base ist die beste Lösung und auch die ist unvollständig.