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Beiträge von Cindychill

    Die Leute, die man beim Rütter in der Show sieht, können oft die Hunde nicht im geringsten führen, sind inkonsequent und lassen sich auf der Nase rumtanzen (weils die Hunde halt nie anders gelernt haben). Natürlich kann man keinen Hund plötzlich perfekt führen, weil er nicht ins Bett darf, aber es ist mal ein kleiner Anfang, konsequent zu sein und sich gegen den Willen des Hundes zu behaupten. Nicht mehr und nicht weniger.

    und was hat man dann davon? Und mehr noch, inwiefern profitiert davon der Hund.

    Was ganz konkret soll ein Mensch dadurch tatsächlich lernen?

    Die Sofa/Bett Geschichte lässt der Rütter ja nicht machen, weil er Hunde im Bett blöd findet, sondern dass die Leute lernen dem Hund mal Grenzen zu setzten. Und das ist damit eben sehr einfach möglich. Geht also eigentlich mehr um die Erziehung der Menschen dabei.

    Die Sofa/Bett Geschichte lässt Rütter machen, weil er häufig einfach keine Ahnung hat und für sich selbst ein einfaches Rüstzeug braucht, das zwar nicht hilft, aber dessen Erklärung bis heute immer noch glaubhaft wirkt.

    ich würde jetzt erst mal nur das füttern, wo Du merkst, sie verträgt es. Also kein Bauchweh oder Bauchgurgeln usw. Wichtig ist es, einen neuen Schub zu vermeiden und deswegen würd ich jetzt erst mal nicht viel rumprobieren

    ich bräuchte bissle eure Ratschläge oder Erfahrungen. Seit mitte Oktober 2019 bin ich mit meiner unsicheren Hündin Tessi im Training bei einer Trainerin von "Rütters Dogs". Im Oktober war nur Erstgespräch, dann im November 1. Trainingsstunde, es wurde und einiges gesagt z.B. Tessi darf nicht mehr auf's Sofa und Bett, weil es wohl ranghohe Plätze sind. Also ich soll mich ranghoch verhalten, die Leute draußen beim Gassi gehen begrüßen, wenn welche an uns vorbei laufen, Tessi absetzten lassen und Tessi abschirmen....loben wenn Sie ruhig ist. Auch Jogger, Radfahrer, Traktorfahrer immer begrüßen, dass ich praktisch alles abcheke bevor Tessi es macht. Beim Haus verlassen, muss ich immer zuerst durch die Tür dann Tessi, beim wieder rein gehen zuerst Tessi,dann ich rein. Ihr Spielzeug geben,wenn ich es will...keine Spielsachen von ihr irgendwo rum liegen lassen. Also es wurde mir erklärt,dass ich für Tessi jede einzelne Situation regeln muss.


    ich bin grad nicht so gut drauf, aber kurz möchte ich dazu doch was schreiben: Mir blutet das Herz, welche Stümper Hundetrainer werden können und ich finde es fast noch schlimmer, daß Hundehalter sich selbst gar nichts mehr zutraun.


    Mein persönlicher Gedanke bei meiner Angsthündin ist: "Ich möchte sie festhalten und schützen vor neuen schlechten Erfahrungen, aber ich möchte ihr auch das Leben zeigen".


    Mach letzteres mit Deiner Hündin, und ihr werdet auch gemeinsam ihre Unsicherheit um die Ecke angehen können Was macht sie wirklich gerne? Woran hat sie Freude? Richte Dein Augenmerk auf all das, was sie kann und was ihr leicht fällt und nicht auf das, was ihr schwer fällt. Mach kein künstliches Training, woran Du selbst nicht glaubst.

    Und wenn dein Hund auf dem Bett pennen möchte, weil es ihr dort besser geht, dann lass sie. Nimm sie über Nacht in den Arm, wenn sie es braucht, vergiss den Scheiß mit Alpha und Pfurz.


    Finde einen Weg mit gruseligen Begegnungen, der IHR zusagt. Bogen gehen, Abstand halten. Zeige ihr, daß Du sie mit ihren Ängsten respektierst, dann wird sie lernen, daß Du ihre Stütze bist.

    Ich denke auch, dass das ganz normales menschliches Verhalten ist und kein besonderes Syndrom, das nur wenige hätten. Hier am Beispiel von Nutztieren gezeigt (aber die Wahrnehmung funktioniert in vielen anderen Aspekten des Lebens genauso, würde ich wetten) :

    Von den Nutztieren lebt man aber räumlich getrennt, von daher fällt das Ausblenden ja viel leichter, als wenn ein Tier direkt mit einem zusammenlebt.

    Kann man jahrelanges leiden direkt neben einem so komplett ausblenden und ist seelisch immer noch gesund?

    Gibt es eigentlich psychologische Profile (oder wie man so etwas nennt) von Menschen, die das Leiden von Tieren nicht mehr wahrnehmen können bzw sich sogar daran ergötzen im Zusammenhang, wie sie mit Menschen umgehen?

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