Beiträge von waldnymphe

    Ich fand einfach die Begründung "maßregeln mache ich nicht, weil es dem Hund Aufmerksamkeit gibt" unpassend. Im Grunde bist du ja auch der Meinung. Aber es ist halt individuell, da muss die TE selbst entscheiden, welche Methode besser zu ihrem Hund passt.

    Ich wundere mich, wie du darauf kommst, dass es nichts mit Strafe zu tun hat, wenn ein Hund einem anderen gegenüber Grenzen setzt.

    Ich hab doch gar nichts anderes behauptet.



    Er warnt, und wird die Warnung mussachtet, gibt es unangenehme Folgen (das ist per defintionem eine Strafe)

    Genau, wenn also nur gewarnt wird, ist es noch keine Strafe, höchstens die Androhung, aber ja auch nur, wenn tatsächlich die unangenehme Folge eintritt. Mal abgesehen davon, dass ich das nicht bewusst einsetze, geht es mir ja genau darum, dass man die Warnung ausspricht, dass man xy nicht möchte und es dann akzeptiert wird, ohne die Konsequenz bei nicht befolgen jedes mal heraus zu fordern. Es ist ja nicht so, dass Hunde es untereinander grundsätzlich auf den Konflikt ankommen lassen, da wirkt auch oft allein die Drohung.
    Wahrscheinlich sind deine letzten beiden Sätze der Schlüssel. Hunde sind da von Natur aus einfach konsequenter ;)

    Danke @gorgeous2000 dass du deine Gedanken mit uns teilst :smile: Einiges davon hat mir Stupser in die richtige Richtung gegeben. So kann auch ich mich immer besser selbst reflektieren und zwar aus dem Bauch heraus entscheiden, aber dennoch bewusst und nicht kopflos.

    Die Enten waren aber letztlich immer interessanter, wie die von mir eingesetzte Belohnung. Höherwertiger kann ich nicht gehen, da ich ihn mit Enten belohnen müsste.

    Das ist zurzeit genau unser Thema. Dazu hat erst gestern unsere Trainerin etwas im Protokoll geschrieben, das ganze hat sogar einen Namen. Wir haben speziell im Bezug auf das Jagen noch nicht näher darüber diskutiert oder es ausprobiert. Ich hoffe, ich darf das einfach kopieren :???:


    Das Premack-Prinzip - 'Erst die Arbeit, dann der Lohn'
    Nicht immer ist Futter die Belohnung der Wahl. Häufig würde der Hund sich stattdessen für eineBelohnung z.B. aus seiner Umwelt oder aus seinem allgemeinen Verhaltensrepertoire (Schnüffeln,Schauen usw.) entscheiden - wenn er denn könnte bzw. dürfte.
    Für einen jagdlich motivieren Hund wäre sicher das Hetzen des Hasen oder Rehs eine Top-Belohnung.Es versteht sich von selbst, dass wir ihm die nicht gewähren können!
    Ganz häufig zeigen Hunde jedoch die für sie in der betreffenden Situation absolute Top-Belohnung an,die wir ihnen evtl. durchaus gewähren könnten, nachdem sie sich z.B. kurz gesammelt und ein Signal(z.B. Sitz, Platz o.ä.) ausgeführt haben. hat zum Ende des Spaziergangs sehr deutlich gezeigt,dass er unbedingt zum Auto wollte. Das habe ich direkt für eine entsprechende Übung genutzt:
    Der allgemeine Übungsablauf sieht also z.B. so aus:

    •  Wir sind mit Hund unterwegs
    •  Hund beginnt zu ziehen, weil er irgendwo hin will
    •  Wir geben das Leinenende- oder Stopp-Signal und bleiben stehen (‘Baum‘)
    •  Hund lässt den Zug nach, orientiert sich evtl. sogar zu uns, guckt vielleicht zu uns zurück, (jenachdem, was der Hund gemäß Trainingsstand und Situation zu leisten in der Lage ist) ...
    • Wir markern und kündigen die Belohnung an (z.B. ‘Ja, lauf hin‘, ‘Geh schnüffeln‘, ...)
    •  Wir geben genügend Leine nach und / oder
    • Wir laufen mit unserem Hund zum ‘Objekt der Begierde‘.

    Nachfolgend (nächste Seite) ein auf die absoluten Grundlagen reduziertes Plakat zur Verdeutlichungdes Prinzips. Selbstverständlich würden wir den Hund nie das Eichhörnchen tatsächlich jagen lassen,aber warum nicht ihn an der Leine (!) ein paar Meter dem Tier (in sicherer Distanz, damit der Stressfür alle Beteiligten nicht zu groß wird) hinterher laufen lassen, so dass er wenigstens sein Hetz-Bedürfnis kontrolliert (!) ausleben kann? Um der Frage vorzugreifen: Das Jagdverhalten wird hierbei nicht gefördert oder gar belohnt!Es wird eine kurze kontrollierte (!) Sequenz aus dem Jagdverhalten als Top-Belohnung und Verstärker für eine vorgeschaltete (!), auf Signal ausgeführte Übung eingesetzt.Nicht mehr und nicht weniger.


    Hier ist das Plakat:
    premack-prinzip.jpg

    Und jetzt setzt du dich mal auf den Boden mit einem Schweineohr, dass du direkt vor dir hin legst.
    Wie kannst du dem Hund vermitteln, dass es deins ist und er ist nicht nehmen darf?


    Der Fehler bei uns Menschen ist, dass wir alles gerne verbal und über Kommandos regeln wollen.


    Für den Hund wäre der Sachverhalt aber schneller und deutlich klarer, wenn wir gerade in solchen Erziehungssituationen darauf verzichten, den Hund zuzuquatschen und einfach auch mal kurz und knackig körperlich werden. Dafür muss ich ja nicht den Hund anschreien, hauen oder treten. Ich kann aber trotzdem sehr klar vermitteln, dass ein gewisses Verhalten gerade nicht erwünscht ist.
    Durch Klarheit dem Hund gegenüber verhalte ich mich viel fairer, als wenn ich uneindeutig bin oder immer nur nett.

    Soweit ich weiß, können Hunde das untereinander gar nicht. Ressourcen sind nur solange im Besitz eines einzelnen Hundes, wie der darauf aufpasst. Verlässt er die Szenerie, gehört die Ressource niemandem mehr und jeder Hund kann sie für sich beanspruchen.

    Das heißt also, dass so etwas auch wirklich nur funktioniert, wenn wir die Ressourcen für uns beanspruchen? Der Hund kann verstehen "Aha, das gehört gerade Frauchen.", er kann aber nicht verstehen, dass wir etwas für uns beanspruchen, es dann aber nicht weiter beachten (Beispiel Pferdeäpfel) und trotzdem Besitzansprüche erheben?

    Immer dieses maßregeln... Das Argument dagegen ist doch nicht, dass es Aufmerksamkeit ist, sondern dass der Hund gar nicht versteht wofür.
    Unser Hund bellt zwar nicht, aber er kündigt Fremde im Treppenhaus auch an und wird sogar dafür gelobt, indem ich seine Ankündigung wahr nehme. Das Verhalten hat sich dadurch aber nicht verschlimmert, sondern es wurde entspannter. Die erste Zeit bin ich sogar selbst zur Tür gegangen, sobald der Hund zur Tür geschossen ist. Ich hab ihr gesagt, dass alles okay ist und als die Geräusche leiser wurden, sind wir wieder zusammen ins Wohnzimmer gegangen. Das "alles okay" hat sie mittlerweile gut verinnerlicht und sie steht nur noch auf und läuft zur Tür, wenn jemand direkt vor unserer Wohnungstür steht. Allerdings stürmt sie nicht einfach zur Tür, sondern läuft zu mir, damit ich mit ihr zusammen schaue, ob an der Tür alles okay ist. Das muss ja nicht für jeden funktionieren, aber wir müssen echt mal anfangen uns darüber Gedanken zu machen, warum ein Hund so oder so handelt und ob es wirklich Sinn macht ihn dafür zu maßregeln... Musste gerade mal raus :D

    Hallo ihr Lieben,


    seit ich diesen Satz vor kurzem in einem Thread gelesen habe, lassen mich die Gedanken darum nicht mehr los. In diesem Fall ging es um Nagetiere, die vom Hund als Taubzone akzeptiert werden sollten. Diese Aussage hat bei mir das Grübeln ausgelöst, als ich ein Webinar über Anti-Staubsauger-Training geschaut habe.


    Wieso ist es uns Menschen nicht möglich, dem Hund ohne große Diskussion zu vermitteln, dass wir xy nicht möchten und er das diskussionslos akzeptiert, ohne den Einsatz von Strafe (darunter fallen für mich auch Schreckreize wie brüllen, auf den Boden stampfen etc)?
    Es fiel auch der Vergleich mit einer Welpenmutter, die kein großes Theater machen muss, wenn sich ein anderer Hund den Welpen nähert. Sie bleibt ruhig, gibt aber eindeutige Signale und der andere Hund akzeptiert es ohne einen weiteren Versuch zu unternehmen.
    Mir ist zwar klar, dass wir keine Hunde sind und Hunde das auch wissen, aber wieso können die das untereinander (gute Sozialisation mal vorausgesetzt) und wir Menschen schaffen das nicht?


    Wenn wir Menschen es mit Strafe versuchen, führt das meist ja nur dazu, dass der Hund es nur noch außerhalb unserer Reichweite macht. Wenn ich da so an unsere Pferdeäpfel denke... Oder liegt es vielleicht daran, dass der Hund gar nicht verknüpfen kann, dass er beispielsweise die Pferdeäpfel generell nicht fressen soll? Sähe es eventuell anders aus, wenn wir als Menschen selbst ein großes Interesse an den Äpfeln hätten und dem Hund fehlt einfach die Sinnhaftigkeit dahinter, weshalb er es einfach nicht versteht?
    Möchte man also nicht mit Strafe arbeiten, bleibt einem doch nur die Variante, jedes Verhalten kleinschrittig positiv aufzubauen, damit der Hund in ein paar Wochen oder Monaten gelernt hat, wenn er stattdessen das neu erlernte Verhalten zeigt, gibt es dafür was tolles? Und das, was gerne an Rudeltheorien (Unterwerfung im wahrsten Sinne des Wortes) verbreitet wird, in welche Kategorie für mich auch "mit einem Tabu belegen" gehört, ist in der Umsetzung auch nichts anderes als Strafe - jedenfalls so, wie es von den Trainern, die danach arbeiten, angewandt wird. Und übrigens auch kein Verhalten, das ich jemals in Dokumentationen über freilebende Wolfsrudel gesehen habe. Als diese ganze Domianztheorie damals auf Wölfe übertragen wurde, hat man ja leider außer Acht gelassen, dass es sich um Wölfe in Gefangenschaft gehandelt hat.
    Wie ist das denn nun mit dem Tabu? Können wir etwas erfolgreich ohne große Diskussion mit einem Tabu belegen, ohne mit unserem Verhalten schon Strafe anzukündigen?

    Ich würde dir dieses arionpetfood.com/de/products/adult-large-chicken-rice/40 von Arion empfehlen (12 kg um die 35 € zb.bei Hundeland oder Zooversand.de)


    Meiner hatte immer ziemlich viel gehaart , da habe ich das Arion mal ausprobiert und innerhalb von 2 Wochen wurde sein Fell deutlich seidiger und der Haarverlust hat sich erheblich reduziert. Auch Der Output ist sehr gut ,1-2 mal täglich dazu keine Blähungen oder Mundgeruch.

    Im einen Thread äußerst du dich gegen zu viel Reis im Futter, jetzt empfiehlst du eins mit deutlich höherem Reisanteil? Irgendwie erwähnst du in jedem deiner Threads dieses Futter... Da stellt sich mir schon die Frage, wieso du es empfiehlst. Und für einen gesunden Hund wäre mir hier auch zu wenig Fleisch, inkl. einer Angabe, die den Verbraucher in die Irre führt, weil das Fleisch vor dem Wasserentzug gewogen wurde. In Wahrheit sind es dann nämlich nur noch gerade mal 12 % Fleisch...