Beiträge von Ninma

    Ich glaube das sie einfach sehbehindert ist. Deshalb ist sie trotzdem ein ganz normaler Hund. Man kann der Maus bestimmt helfen. Ich hatte mal einen Hund hier der auf einem Auge blind war, der hat anfangs auch völlig verwirrt reagiert. Wir haben mit dem süßen Fratz viel trainiert, ganz viel darüber das wir Sachen angekündigt haben - dadurch das er wusste was kommt brauchte er nicht mehr bellen. Er brauchte einfach eine andere Führung als die restlichen Hunde, später hat man das überhaupt nicht mehr gemerkt und seine Probleme hat er vollständig abgelegt.

    Ansonsten .. geistige Behinderung gibt es auch beim Hund, warum auch nicht .

    Hier klappen die Fahrketten gut, aber wir kennen uns auch schon viele Jahre und sind ein eingespieltes Team. Die Hunde verkraften das erstaunlich gut, sind hier meistens putzmunter. 2 Stunden einfache Fahrt zum Flughafen sind für mich auch kein Problem, aber zum Trapo sind es oft 4 - 5 Stunden. Die Hunde spielen hier, freuen sich und ziehen mit juchuuuuuu zur ihren anderen Pflegefamilie. Ich rede mal nicht von Angsthunden. Abgesehen das viele Pflegefamilie kein Auto haben, das freut mich besonders :fear:

    Transporte hat unser Verein auch, da gibt anvisierte Zeiten. In Süddeutschland ist man noch recht pünktlich, in Hannover sieht das schon schlechter raus :D Wobei wir inzwischen über WhatsApp stündlich die Zeiten durchgeben, so daß jeder genau weiß wo der Trapo gerade ist.

    Ist nicht böse gemeint, aber der Hund ist 4 Jahre alt und lebt schon über ein 1 Jahr der Familie. Wie kommst Du denn auf all die Horrorszenarien die sich entwickeln könnten ? Zeigt sie denn Aggressionen oder Angst oder Verhaltensprobleme ? Außer das sie unerzogen ist.

    Ich kann verstehen das Dich das ärgert. Es wäre schöner wenn sich jemand mehr mit ihr beschäftigt. Wie einige hier vorgeschlagen haben kannst du doch einiges an Erziehung übernehmen. Du schreibst ja ihr seid alle sehr hundeunerfahren, vielleicht besuchst du einfach mit dem Hund einen Erziehungskurs. Hilft zwar nichts bei deinen Eltern, aber wenn sie sehen wieviel Spaß es dem Hund macht motiviert sie das vielleicht. Meckern würde ich nicht, gerade wenn es Deine Eltern sind braucht es viel Feingefühl, sonst machen sie dicht. Viel Erfolg.

    Ob so ein Welpe im Bollerwagen sitzen bleibt bzw das gut findet ? Bei der Länge der Spaziergänge geht es ja auch nicht nur um das laufen, sondern auch um die Umweltreize, die einen Welpen überfordern können.
    Wir machen die Runden oft kürzer, zwischendurch wird der Hund getragen oder wir machen viele Pause ( deshalb finde ich Sommerwelpen gut :) . Für eine große Runde lasse ich den Welpen aber auch zuhause, die Zeit ohne Welpen brauchen meine erwachsenen Hunde auch.
    Ansonsten wurde hier schon viel gesagt, es einfach ruhig angehen lassen. Der Ersthund ist ja auch gefordert mit dem Welpen und braucht weniger.

    Das ist ganz verschieden, ich wohne ja recht weit von jeglichen Flughäfen oder Transporttreffpunkten. Einige wurden trotzdem gebracht, einige habe ich in einer anderen Pflegestelle abgeholt , andere mit einer Fahrkette unterwegs entgegen genommen. Viele habe ich vom Flughafen abgeholt, der ist 2 Stunden Fahrt entfernt, da habe ich dann meistens auch gleich die Betreuung gemacht. Ich habe auch schon oft mehrere Hunde abgeholt, die dann hier übernachtet haben und am nächsten Tag zu den Pflegestellen gebracht oder sie wurden hier abgeholt. Hatte schon lustige Welpen oder Junghundpartys hier.
    Kommt immer darauf an, wer was wann wie wo und wer Zeit hat. Wir sind ja auch alle berufstätig.

    Ich glaube Du beschreibst das durchschnittliche Leben der meisten Hunde in Deutschland. Der Hund wird versorgt, geliebt, regelmäßig Gassi geführt - das ist mehr als wie viele Hunde bekommen. Wirkt der Hund denn so unzufrieden und leidet er ? Wenn die Halter keine Erziehung als notwendig ersehen, dann ist das ihre Entscheidung. Ich finde es gut das sie wenigstens den Hund anleinen. Oft ist es ja umgekehrt, der Hund ist unerzogen, nicht leinenführig und dann leint man einfach ab. Fremde Menschen und Hunde werden belästigt, da sehe ich schon Handlungsbedarf.

    Es gibt aber auch Hunde die einfach mit wenig zufrieden und glücklich sind. Ich kenne faule Border Collies und Huskys die dir einen Vogel zeigen wenn sie 10 km laufen sollen. Ein Hund ist mehr als seine Rasse. Und übrigens leben unsere Hunde nicht in einer Rudelstruktur, sondern sind einfach Familienhunde.

    Mein Rüde ist übrigens auch nicht ableinbar. Wir machen wirklich viel, täglich wechselnde Spaziergänge und Sozialkontakte, Hundeschule, Mantrailing usw. Ich behaupte mal er ist genauso glücklich wie meine Hündin die ohne Leine läuft.

    Der Hund lebt doch schon über ein Jahr bei Deinen Eltern, warum sollte er Problemverhalten entwickeln ? Insgesamt kannst Du nicht viel tun, höchstens Deinen Eltern ein gutes Beispiel sein, ihnen mit Deinem Hund zeigen das es anders geht und wieviel Spaß Beschäftigung machen kann. Es wird nichts nützen ihnen einen Trainer zu schicken, wenn sie das nicht wollen.

    Vielleicht habe ich Dein anliegen auch falsch verstanden. Mich ärgert es auch oft wenn die Leute wenig mit ihren Hunden machen, aber Du kannst niemanden zu etwas zwingen was er nicht will. Einschreiten kannst Du nur wenn der Hund misshandelt wird oder nicht versorgt.

    Hihi ... klang nach einem Border. Evt. ist das schnappen nach Deinen Füssen das gleich wie das schnappen nach der Frau ? Aggressiv wäre in dem Alter ungewöhnlich, wahrscheinlich würde er dann auch vorher Anzeichen zeigen , wie bellen, knurren, fixieren, Haare aufstellen.
    Vielleicht ist er auch unsicher und weiß nicht was er machen soll. Wenn Euch Menschen entgegenkommen, wie fühlst Du Dich dann ? Wirst du aufgeregt und verkrampfst und überträgst das auf den Hund ? Das passiert mir auch, keine Sorge, aber man sollte sich dessen bewusst sein.
    Du schreibst ja , Du tuts nichts einfach nur so. Mach doch mal, einfach nur so .... fokussiere dich nicht so sehr auf die Probleme, schau was gut klappt , fördere das und freue dich. Klar sollst du regeln einhalten, aber mach insgesamt mal weniger, habt Spaß und genießt eure Zeit. Bei meiner Bordermaus hat das Wunder gewirkt, nur habe ich Jahre gebraucht um das zu erkennen. Als mir klar wurde das weniger mehr ist , regelten sich auch viele unserer anderen Probleme.

    Frage aber ruhig Border erfahrene Menschen, gerade in Bezug auf das schnappen. Da kann ich leider nicht helfen. Ich finde immer wichtig zu wissen warum ein Hund etwas tut, bevor man daran arbeiten kann.

    Lockt Ihr mit Leckerlies oder belohnt ihr mit Leckerlies ? Das ist ein gewaltiger Unterschied.
    Locken wäre : Du hälst Hund Leckerlies vor die Nase und lockst ihn an dem Menschen vorbei und er bekommt es
    Belohnen : er hat gelernt das er ein Leckerlie bekommt wenn er brav an Menschen vorbei ist. Dabei wäre es nicht so schlimm wenn du mal keines dabei hast, weil er sieht das Leckerlie vorher ja nicht.

    Das locken kann man im Notfall verwenden um den Hund aus einer Situation zu lotsen. Er lernt dabei aber nichts, wahrscheinlich verknüpft er es nicht mal mit dem Menschen.

    Ich habe zwei verschiedene Ansätze trainiert. Mit Maverick , zeigen und benennen, mit Ninie schönfüttern. Das hat zum jeweiligen Hund gut gepasst. Beide Hunde haben gelernt sich bei Menschensicht selbstständig zu mir zu wenden . Bei Ninie hat das so gut geklappt das sie sobald sie Menschen gesehen hat zu mir gekommen ist und ihr Leckerlie eingefordert hat. Irgendwann konnte ich die Belohnung weglassen, weil sie Menschen positiv verknüpft hat bzw sie ihr egal waren. Maverick braucht immer noch eine gewissen Führung und ich muss ihm sagen das Menschen nett sind, oft bekommt er auch ein Leckerlie, aber er wird niemals gelockt.