Ich glaube Du beschreibst das durchschnittliche Leben der meisten Hunde in Deutschland. Der Hund wird versorgt, geliebt, regelmäßig Gassi geführt - das ist mehr als wie viele Hunde bekommen. Wirkt der Hund denn so unzufrieden und leidet er ? Wenn die Halter keine Erziehung als notwendig ersehen, dann ist das ihre Entscheidung. Ich finde es gut das sie wenigstens den Hund anleinen. Oft ist es ja umgekehrt, der Hund ist unerzogen, nicht leinenführig und dann leint man einfach ab. Fremde Menschen und Hunde werden belästigt, da sehe ich schon Handlungsbedarf.
Es gibt aber auch Hunde die einfach mit wenig zufrieden und glücklich sind. Ich kenne faule Border Collies und Huskys die dir einen Vogel zeigen wenn sie 10 km laufen sollen. Ein Hund ist mehr als seine Rasse. Und übrigens leben unsere Hunde nicht in einer Rudelstruktur, sondern sind einfach Familienhunde.
Mein Rüde ist übrigens auch nicht ableinbar. Wir machen wirklich viel, täglich wechselnde Spaziergänge und Sozialkontakte, Hundeschule, Mantrailing usw. Ich behaupte mal er ist genauso glücklich wie meine Hündin die ohne Leine läuft.
Der Hund lebt doch schon über ein Jahr bei Deinen Eltern, warum sollte er Problemverhalten entwickeln ? Insgesamt kannst Du nicht viel tun, höchstens Deinen Eltern ein gutes Beispiel sein, ihnen mit Deinem Hund zeigen das es anders geht und wieviel Spaß Beschäftigung machen kann. Es wird nichts nützen ihnen einen Trainer zu schicken, wenn sie das nicht wollen.
Vielleicht habe ich Dein anliegen auch falsch verstanden. Mich ärgert es auch oft wenn die Leute wenig mit ihren Hunden machen, aber Du kannst niemanden zu etwas zwingen was er nicht will. Einschreiten kannst Du nur wenn der Hund misshandelt wird oder nicht versorgt.