Beiträge von Turbofussel

    Meine Aussi-Hündin hatte in den ersten Tagen auch Angst vor Fahrzeugen.

    Ihre Züchterin lebte im Wald in einem Forsthaus und da gab es naturgemäß einfach keinen Straßenverkehr. Als unser erstes Auto an uns vorbeifuhr und sie sich total erschreckt hat, hab ich sie von da an die ersten paar Tage an der Straße entlang auf dem Arm getragen.

    Bei uns hat sich das ziemlich schnell erledigt, ich hab mir da auch überhaupt keine Gedanken drüber gemacht. Hab's auch nicht schön gefüttert oder so, einfach dem Zwerg Sicherheit gegeben und die Autos nicht überbewertet.

    Ich hatte mal im Urlaub in Holland einen Hundeanhänger (samt Fahrrad natürlich) gemietet. Ich hatte einen großen Hänger, weil ich nicht sicher war, ob ich meine Aussi-Hündin auch mal reinpacken muss.

    Meist ist die aber gelaufen und ich hatte die Zwerge und meinen Rucksack im Hänger. Zum Ende hin, hab ich die Große dann auch noch dazu gestopft.


    Im Urlaub war es supertoll. Holland ist aber auch ein radfahrerfreundliches Land, da gibt es überall Radwege und es ist flach.


    Ob ich zuhause auch mit so einem sperrigen Teil zurecht käme?

    Ich überlege noch, ob ich einen Hänger brauche, wenn meine Hunde allmählich älter werden und wir doch mal mit dem Rad wohin wollen.

    Da ich zu denen gehören würde, deren friedliche, freundliche Hunde dann als Trainings-Dummys herhalten müssten - ganz klares Nein! Meine Hunde wären mir für solche Experimente zu schade. Es passiert oft genug, dass einem beim normalen Gassi mal das eine oder andere Missgeschick passiert, das lässt sich oft nicht vermeiden, aber sehenden Auges würde ich meine für solche Zwecke nicht hergeben.

    Wenn sich ein Trainer für so toll hält, dass er solche Spielchen anbieten muss, dann soll er auch seine eigenen Hunde dafür nehmen, er bekommt ja schließlich auch das Geld dafür.

    Ich persönlich fand es z.B. immer befremdlich, wenn jemand gesagt hat: "Mein Hund darf mich anknurren, das ist seine Art zu kommunizieren, dass ihn was stört." I

    Ich finde es eher befremdlich, wenn ein Hund mich häufiger anknurren müsste, um mir mitzuteilen, dass ihm etwas nicht passt.

    Es gibt ja noch ein paar Stufen drunter, mit denen ein Hund sich mitteilt und auf die man schon reagieren könnte.


    Aber ich muss gestehen, ich hab mich mit diesem Thema noch nie wirklich befasst, weil mich noch keiner meiner Hunde drohend angeknurrt hat/anknurren musste.

    Irgendwelche unangenehmen Dinge, die man als Hund trotz aller Liebe doch ab und an mal über sich ergehen lassen muss, haben wir bisher immer friedlich und einträchtig gemeistert. Ich finde, man muss nicht immer alles ausreizen, was möglich ist.


    Ich weiß nicht, wie lange du deinen Hund schon hast bzw. wie viele du schon hattest, aber man lernt sich kennen im Laufe der Zeit und eigentlich sollten die Signale immer feiner werden (in beide Richtungen) und nicht immer krasser.

    Das finde ich einen guten Hinweis, mit den Nachbarn...

    Oft ist wirklich so, dass die auch eine rosige Vorstellung haben, wie sie im Sonnenschein mit einem gut erzogenen Hund an lockerer Leine durch die Blumenwiese laufen.

    Und die Realität sieht dann so aus: Hund zieht wie blöde zu anderen hin, wälzt sich in Fuchskacke, es regnet, man wird nass und muss hinterher noch den Hund in die Badewanne stecken und das Bad putzen.

    Beim zweiten Mal haben die dann häufig keine Zeit mehr.


    Ja, ich denke auch, man braucht mal jemanden der einspringen kann, aber eben wirklich nur wenn es mal klemmt. Die ganze Hundehaltung schon davon abhängig machen, dass Nachbar A, Rentner B und Tante C jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag übernehmen, stellt das ganze Gebilde schon von vornherein auf wacklige Füße.

    Meine Bekannte ist auch Lehrerin. Die hat sich die Welpen immer so ausgesucht, dass der Abholtermin am Anfang der Sommerferien lag und die hat es in den 6 Wochen immer hinbekommen, dass die Hunde danach den Vormittag allein geschafft haben.

    Mit den Welpen war das nie ein Problem für sie.

    Schwierig wurde es, als die erste Hündin alt wurde und inkontinent wurde. Da brauchte sie jemanden, der den Hund zwischenzeitlich rausholt und Pipi machen lässt - und da hatte sie mehrmals hintereinander mit den Gassigehern Pech...

    Wir sind nicht dabei, mein Muckel hat in der Nacht von Karfreitag auf Samstag angefangen zu brechen und zu torkeln.

    Bei der TÄ ergab sich dann ein Ohrproblem, bei dem der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt wurde. Damit sind nun seit einer Weile beschäftigt und mit TA-Besuchen, Alltag, Arbeit usw. war nicht an irgendwelche Tricks zu denken.

    Wie gesagt, es tritt auch nicht bei jedem Spaziergang auf. Allerdings habe ich heute bemerkt, dass diese Verhalten auftritt, nachdem er mir den Weg "abschneidet" oder mich quasi eingrenzt, das heisst entweder er kreuzt meinen Weg und ich muss entweder stehen bleiben oder ausweichen oder er positioniert sich vor mir, sodass ich um ihn herum gehen MÜSSTE. Ich schiebe Ihn dann meistens sanft beiseite und setze meinen Weg fort oder beachte es nicht, je nach Situation und Platz. Wenn das passiert kommt es zu der beschriebenen Handlung. Ich würde adhoc sagen, dass sich der Shepherd da blicken lässt, aber ich überlege grade was meine beste Reaktion darauf ist....

    Ich habe noch nie einen Shepherd erlebt, der sein "Vieh" (also, das was er sich zum Hüten auserkoren hat), mit den Vorderläufen umklammert. Wenn er das an einem echtem Stück Vieh so machen würde, würde er nicht alt und die Rasse wäre nie entstanden. Wenn das "Vieh" sich nicht stoppen lässt, geht der Aussi blitzschnell vor, hackt in die Achillessehne (der sogenannte Hütegriff) und zieht sich in derselben Bewegung wieder zurück. Wenn er zu lange dranbleiben würde und beispielsweise ein Stier Zeit hätte auszukeilen, hätte der Aussi vermutlich bald seinen letzten Atemzug getan.

    Aussis sind zwar forsch und energisch ("lösungsorientiert"), aber Selbstmörder sind sie keine.


    Meine Aussi-Hündin hat auch so die Angewohnheit, mir immer vor den Füßen zu stehen. Das ist einfach ihr sechster oder siebter Sinn, dass sie Bewegungen vorhersehen kann. Da laufe ich aber niemals einfach so rein oder schiebe sie weg. Ich habe ihr recht früh ein "Gehweg"-Kommando beigebracht und inzwischen reicht einfach ein entsprechender Blick und sie geht zur Seite. Man darf durchaus mit seinen Hunden kommunizieren.


    Vielleicht versteht er einfach manchmal nicht, was du von ihm möchtest?

    Allerdings gehöre ich auch eher zu der Fraktion, die auf Überforderung tippt. Nicht wegen ein paar Minuten plus oder minus auf der Wiese, aber vielleicht erwartest du zu viel und machst unbewusst und unabsichtlich zu viel Druck.

    Was vielleicht auch sein könnte... dass er so oft an der Schleppleine ist. Ich finde, ein Hund muss einfach auch mal ungehindert rennen und laufen können.

    Meine haben zum Beispiel immer mal so einen richtigen Rennflash bekommen, wo sie wie die Irren um mich herumgerannt sind. Ohne Sinn und Ziel, einfach aus purer Lebensfreude. Hat deiner dazu auch mal die Gelegenheit? Ich kann dir versichern, da freut man sich als Besitzer mindestens genauso wie der Hund.