Beiträge von Turbofussel

    Wenn wir fremden Hunden begegnen, ist er immer erst vorsichtig aber immer freundlich. Nach kurzem Beschnuppern wird fast immer gleich gespielt.

    Du weißt aber schon, dass erwachsene Hunde nicht mehr "spielen"? Und dass das je nach Typ, ganz böse nach hinten losgehen kann (wenn er denn mal richtig angekommen ist)?

    Ich hab jetzt nicht die Erfahrung gemacht, dass wenn der Rückruf mal ignoriert wurde und der Hund dann die Rückmeldung kriegt, dass das nicht geht, es Auswirkungen auf den Rückruf generell hat.

    Ja, wenn der Hund den Rückruf schon kann und ansonsten immer gut kommt, und er kommt dann einmal doch nicht, bricht da noch keine Welt zusammen.

    Aber wenn ein junger Hund, der noch gar nicht weiß, was man von ihm will schon zugetextet wird, ohne dass er darauf reagiert... ja denke ich schon, dass man sich das zukünftige Freilaufen unnötig schwer macht.

    Fehler macht man immer mal, kommt meiner Meinung nach halt auch drauf an, ob man das erkennt und beim nächsten Mal besser macht, oder ob man es nichtmal merkt und immer so weitermacht, bis der Hund abgestumpft ist.

    Auch in der Hundeschule spielt sie nur mit wenn sie die Hunde bereits mehrere Male gesehen hat, anfassen lässt sie sich von Fremden nicht sondern versucht zu flüchten. Daran arbeiten wir aber auch in der Hundeschule.

    Hmmm.... Dieses unkontrollierte Spielen kenne ich jetzt nur von Welpenstunden. Was ist das für eine komische Hundeschule, in der neunmonatige Rüpel noch miteinander spielen müssen? Wenn deine Hündin das nicht möchte, ist das meiner Meinung nach völlig ok. Die hören irgendwann auf "spielen" zu wollen, dann sollte man sie auch nicht dazu zwingen.

    Und wieso bekommt sie Kontakt zu Fremden aufgezwungen, wenn sie das auch nicht mag?

    Wenn sie älter ist und mal gut im Gehorsam steht, kann man solche kurzen Kontakte, wie sie bspw. bei einer Prüfung erforderlich sind (Chip auslesen oder Halsbandkontrolle) gut über Gehorsam regeln, dazu muss sie keine Fremden mögen.

    Mit solchen Dingen vergeudest du die Ressourcen deiner Hündin, die sie für die anderen Umwelteindrücke, die du so aufzählst, viel dringender bräuchte.


    Im großen und ganzen klingt es nach mächtig viel Action für den Hund den ganzen Tag über. Morgens vor dem Frühstück schon eine Runde mit anderen Hunden, nachmittags mit anderen Hunden toben, abends dann noch Trainingseinheiten.

    Soviel haben meine erwachsenen Hunde meistens auf eine ganze Woche verteilt.


    Und nun willst du noch mehr machen und auch noch Agility? Ruhe und Steadyness fördert das jedenfalls nicht grade, eigentlich puscht das noch viel mehr auf.


    Ich würde erstmal etwas mehr Ruhe reinbringen. Entweder viele Hunde morgens oder Toben mit anderen nachmittags oder Training am Abend. Wenn sie ausgeschlafen ist, ist sie vielleicht schon wesentlich gelassener, was die anderen Umwelteindrücke angeht.


    Und meiner Meinung nach ist es wichtiger, dass ein Hund an einem rennenden oder Go-Cart-fahrenden Kind neutral vorbeigeht als das er einen perfekten Agi-Parcours absolviert.


    Nix gegen Agi, haben wir selbst auch gemacht, aber erst nachdem der Alltag soweit passte.

    Und wenn man anderen Hundebesitzern begegnet, würden die ihren Hund am liebsten in den Arm nehmen und wegrennen, als ihn auch nur einmal kurz schnüffeln zu lassen.

    Ja, das gehört sich so. Dann seid ihr also diese typischen Hallo-Sager, die ihren Hund überall reinbrettern lassen...


    1. Euer Hund liebt nicht "Apportieren", euer Hund ist süchtig. Wenn der Ball fliegt und der Hund hinterherrennt, werden in diesem Moment Glückshormone ausgeschüttet. Das gefällt allen Hunden, aber wenn es zu exzessiv betrieben wird, können die Hunde danach süchtig werden und alles andere ausblenden.

    Solche Spielchen sollte man in Maßen machen und darauf achten, dass der Hund in Gegenwart des Balls immer noch abschalten kann, dann hat man ein gesundes Maß.


    2. Ist es ziemlich gefährlich, eine Ressource (also einen Ball oder etwas anderes) in eine beliebig zusammengewürfelte Hundewiesengruppe zu werfen. Nur Idioten machen sowas, sorry, dass ich das so deutlich ausspreche.

    Wenn schon Ball spielen, dann mit dem Hund allein, nicht wenn andere drumrum sind.


    3. Wird auf Hundewiesen selten "schön gespielt". Ab einem gewissen Alter sind Hunde nicht mehr dran interessiert, mit anderen zu "spielen". Das "schöne Spiel" läuft in der Regel so, dass einer oder mehrere einen anderen mobben und ihr Ego dran aufpolieren. Und die zugehörigen Halter schauen wohlgefällig lächelnd zu, die des Mobbenden und dummerweise auch die des Mobbingopfers.


    Ihr könnt die Sucht nur in den Griff bekommen, wenn ihr einen Entzug macht. Das heißt, eine ganze Weile lang keinen Ball mehr.

    Sucht euch statt dessen eine moderierte Dummy-Gruppe und lernt unter Anleitung, was man unter richtigem Apportieren versteht. Das wird eurem Hund garantiert genauso viel Spaß machen und obendrein tut ihr etwas für eure Beziehung, weil ihr zusammen etwas erarbeitet. Und das bedeutet dann irgendwann vielleicht sogar, dass euer Hund in den Freilauf kann, wenn er gelernt hat, dass man den meisten Spaß mit euch zusammen hat.


    Ich wünsche euch, dass ihr die Kurve kratzt.

    Unser Versicherungsmensch kann leider nichts für uns tun, da die sich wohl nur kümmern, sobald ein Mensch zu Schaden kommt in unserem Fall...

    Ähhhh....

    eigentlich schließt man für seinen Hund eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung ab. Eine normale Privathaftpflicht schließt Hunde in der Regel nicht mit ein.

    Wenn das so ist, seid ihr ja genauso wenig versichert, wie die andere Hundehalterin....?

    Und vor allen Dingen, nicht gleich aus der Haut springen, wenn der Hund EINMAL nach einen extrem anstrengenden Tag mit mehreren Trainingseinheiten genug hat und nichts ans Futter geht.

    Der stirbt nicht, wenn das Abendessen dann eben mal stehen bleibt. Da braucht man noch nicht gleich alles auffahren, was Kühlschrank oder Feinkostregal hergeben.

    Ich glaube, du machst dich (und wahrscheinlich auch den Hund) selbst unnötig verrückt.


    Ich wünsche euch beiden ne Prise Entspannung.