Woher kommen denn die ganzen Einschränkungen, die man heutzutage als Hundehalter hinzunehmen hat?
Ehrlich gesagt nervt mich dieses ewige Gejammer "wir HH sind sooo unverstandene, geknechtete Kreaturen, nix darf man und alles muß man
" extrem.
Hier in S.-H. "muss" man eigentlich seinen Hund im Wald an der Leine führen. Ohne wenn und aber.
Aber ich begegne oft Waidmännern, die erfreut schauen, wenn meine beiden Offleinigen artig bei mir sind, deutlich mit mir in Sichtkontakt stehen und soweit gut gehorchen.
Dann hört man in der Regel ein Lob über die Hunde und ein fröhliches "Guten Tag noch!" wird ausgetauscht.
Spaziergänger freuen sich, wenn ich meine Hunde zu mir rufe, wenn ich Menschen sehe, sie bei mir behalte, gegebenenfalls ausweiche und/ oder ins Platz schicke. Ich fände es ehrlich gesagt aus meinem Empfinden heraus für völlig fremde Spaziergänger eine Zumutung, wenn die sich darauf verlassen müssen, dass der ihnen völlig fremde Hund, der 30m von seinem Menschen entfernt rumschnüffelt, das Unterholz inspiziert oder sonstwie sein Ding macht, nicht zu ihnen läuft und sie belästigt. (Auch kurz mal schnüffeln kann berechtigterweise unter "Belästigung" fallen!)
Kaum ein Mensch fordert mich je auf, meine Hunde an zu leinen oder aus dem Weg zu nehmen. Auch nicht im Wald, wo anleinen Pflicht wäre.
Wenn man an der eigenen Erziehung und der seiner Hunde arbeitet, hat man gleich viel mehr Freiheiten!
Die einzigen, die mir von Zeit zu Zeit blöd kommen sind Hundehalter in der Regel die, deren Hunde ganz selbstverständlich zu jedem hineiern dürfen. Aber ich sehe das auch nicht so, dass man quasi eine "Familie" wäre, nur weil der andere auch einen Hund hat.
Einen Hund unbeaufsichtigt irgendwo in den Wald zu setzen ist meines Wissens nirgends erlaubt (Aufsichtspflicht), egal, ob da ein Dummybeutel neben liegt oder nicht.
Und das ist auch gut so!