Beiträge von Kirschmarmelade

    ich würde auf jeden Fall die Gruppen verkleinern. 12 Hundes sind viel zu viel. Wie soll man denn da auf jeden einzelnen eingehen, bei den Übungen unterstützen und Fragen beantworten?! Bei uns sind im Gruppentreining meist vier Mensch-Hund-Teams. Bei 6 wird ein zweiter Trainer mit eingesetzt. Das klappt prima...

    also meine Absicht war es wirklich nicht, dich zu kritisieren oder gar fertig zu machen. Und ich bin sicher auch die Letzte, die sagt, der Beagle sei ein schlechter Hund. Habe ja schließlich selber einen und der ist für mich der tollste Hund der Welt. Kann mich nur nochmal wiederholen: Wenn du dich der Herausforderung stellen willst, einen Beagle zu erziehen und ihn artgerecht auszulasten, tu es! Wollte lediglich nur Ratschläge geben, was auf dich zu kommt, denn ich wusste es vor knapp 2 Jahren nicht! Ich hab aber trotz allem bei meinem Stinkemonster viel erreicht und kann heute eigentlich nur noch müde lächeln, wenn mir mal wieder jemand erzählen will, dass diese sturen Dickköpfe unerziehbar wären. Aber es bedeutet wirklich viel Arbeit, Konsequenz, Geduld und Durchhaltevermögen. Bist du dir dessen bewusst, spricht meiner Meinung nach nichts gegen die Anschaffung eines Beagles. Aber bitte überdenk die Wahl des "Züchters" noch mal. Wenn du nicht bereit bist ein halbes Vermögen für einen Beagle aus einer anerkannten Zucht auszugeben, schau doch mal in den Tierheimen oder auf den diversen Internetseiten. Da gibt´s zum Teil ja auch Junghunde oder fast Welpen, die sich sicher über ein neues Zuhause freuen!
    Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß mit dem neuen schlappohrigen Familienmitglied!

    ich wollte mich auch mal zu Wort melden, denn ich habe einen Beagle. Er kam allerdings nicht als Welpe zu uns, sondern als "Second-Hand-Hund"... Ich kann vieles, was hier berichtet wurde, aus eigener Erfahrung bestätigen. Wir haben den Hund genommen, weil er niedlich war und ihn halt niemand mehr wolle und haben dabei die Eigenständigkeit und vor allem den Jagdtrieb dieser Hunderasse komplett unterschätzt. Jagdtrieb,... okay, dann passen wir halt auf, dachten wir naiv. Und genau das reicht leider nicht. Beagle jagen sowohl auf Sicht, als auch auf Spur und das geht verdammt schnell. Gerade in Wald und Feld wirst du lange, lange nur an der Leine mit dem Hund spazieren gehen können. Es kostet eine Menge Zeit und Geduld ihn zu erziehen und artgerecht auszulasten. Anfangs war ich 2x die Woche in der Hundeschule damit der kleine Dickkopf einen Grundgehorsam bekommt. Es folgte ein umfassendes Anti-Jagd-Training, an dem wir immer noch arbeiten. Des Weiteren gehen wir wöchentlich zum Mantrailing und haben gerade Dogdancing für uns entdeckt. Und es ist tatsächlich so, dass ich mit diesem Hund nie nie nie nur Spazieren gehe. Bei jedem Gang baue ich Suchspiele ein, lege Spuren, mache Apportierübungen und und und.... Einen Spaziergang, auf dem der Hund einfach so nebenher läuft, gibt es nicht und wird es sicher auch nie geben, denn dann würde er seiner Wege gehen. Aber ich muss auch sagen, dass sich das ganze Training lohnt und ein Beagle ist ganz und gar nicht unerziehbar. Meiner ist zu 98% abrufbar, mittlerweile auch von Kaninchen und in diesem Sommer will ich das mit den Rehen auch noch in den Griff kriegen. Für mich ist der Beagle ein großartiger Hund und ich möchte ihn nie mehr hergeben. Allerdings arbeite ich auch unheimlich gern mit ihm und würde jemandem, der einen netten, unkomplizierten Familienhund sucht, dringlichst davon abraten, einen Beagle anzuschaffen. Dieser Hund macht super viel Arbeit und wer das nicht beachtet, wird keine Freude an diesem Hund haben.

    Hallo Ihr,
    habe heute auf der Hundewiese folgende Weisheit gehört und wollte mal eure Meinung dazu hören.
    Also: Hunde können ihr Nackenfell auf verschiedene Arten aufstellen. Das würde ich ja auch noch so unterschreiben. Aber angeblich würde ein durchgehend aufgestelltes Nackenfell (also vom Nacken bis zum Po) Aggressivität bedeuten wohingegen ein aufgestelltes Fell vorne und hinten mit Unterbrechung (ich kann´s nicht besser erklären...) Unsicherheit hieße. Kann man das so pauschalisieren? Ich hasse eigentlich sowas. Man muss sich doch immer den ganzen Hund ansehen und vor allem die Situation in der er diese oder jene Körpersprache zeigt. Oder was meint ihr?

    Ich arbeite nebenbei in einer Hundeschule. Hab mit meinem Hund dort eine Grundausbildung gemacht und einige weitere Kurse belegt, weil es so viel Spaß gemacht hat. Eigentlich wollte ich nur Hundesitter werden (an die Hundschule angeschlossen ist eine Hundesitteragentur), hab dann aber einen Job in der Hundeschule angeboten bekommen. Nun bin ich in der Welpenspielstunde und passe auf, dass sich die Kleinen nicht zu sehr über´n Haufen rennen und bin in der Junghundeausbildung oft als Co-Trainer dabei. Und es ist tatsächlich der tollste Job der Welt! Bin froh, dass ich es gemacht hab, obwohl ich sehr viel dazu lernen musste und vorerst eine Menge unbezahlter Stunden angefallen sind. Es ist einfach eine super schöne Arbeit, allerdings freue ich mich seeehr auf den Frühling!!! ;)

    also, ich kann als Besitzer eines mittelgroßen Hundes nicht so richtig mitreden. Ich glaube aber, dass ein großer Hund im Laufe seiner Entwicklung gelernt haben kann, wie man mit kleinen Hunden umgeht. Nämlich vorsichtig, ohne ihm eines mit der riesen Pfote überzuziehen oder sich mit kompletten Gewicht drüber zu kugeln. In einer guten Welpenspielgruppe beispielsweise können Hunde ja die Erfahrung machen, dass Hund nicht gleich Hund ist und man sich beim Spielen anpassen muss. Aber bei weitem nicht jeder Hund hat das gelernt. Ich denke man kann es sich in diesem Fall nicht so einfach machen und sagen:" Ach, die Hunde regeln das schon unter sich." Natürlich tun sie das. Aber gerade wenn ich mir einem fremden Hund nähere wäre mir die Gefahr, dass 3kg Chihuahua unter 30kg Labrador begraben werden, zu groß. Egal ob der große oder der kleine Hund mein eigen sind. Ich glaube, da muss man sich den Kräfteunterschied wirklich mal bewusst machen. Ich wiege 50kg und würde von jemandem der 500kg mit sich rumträgt nicht unbedingt angerempelt werden wollen. Die blauen Flecken, die der Hund anschließend mit sich rum trägt, sieht man nicht. Wie auch? Ist ja Fell drum rum. Aber er wird sie haben. Ich finde es aus diesem Grund völlig legitim, wenn Kleinsthundbesitzer auch mal den fremden Hund blocken oder sogar den eigenen hochnehmen und erstmal abchecken, wie der so drauf ist. Wäre mein (mittel)großer Hund so einer, der auf alles erstmal zustürmt, würde ich ihn in jedem Fall auch erstmal ranrufen und mit dem Besitzer klären, ob Kontakt erwünscht ist. Ich sehe so oft auf unseren Freilaufwiesen hier, wie sich Kleine von Großen bedrängt fühlen und die Besitzer stehen drum rum und machen nichts. Warum auch? Die regeln das schon! Klar regeln die das schon, "wenn man natürliche Selektion akzeptiert", hat Martin Rütter, glaub ich, mal gesagt ;)

    Ich kann mich eigentlich auch nur anschließen. Ein Hund gehört nicht unbeaufsichtigt in den Garten. Da schleichen sich meist aus Langeweile schnell unerwünschte Verhaltensweisen wie verbellen oder jagen ein. Es kommt noch hinzu, dass dein Beagle nun schon x-Mal Erfolgserlebnisse beim verbellen der anderen Hunde, denn sie gehen ja logischerweise weiter und er fühlt sich bestätigt, weil er sie erfolgreich vertrieben hat. Also: Hund ins Haus, wenn er allein ist oder halt das Bellen in Kauf nehmen! Sehe keine Möglichkeit das zu unterbinden.