Beiträge von jasmin296

    Was mir auffällt, du schreibst, bevor er in das Verhalten fällt, schaut er dich/euch an. Damit würde ich arbeiten. Ich interpretiere das Anschauen als Fragen des Hundes. "Wie soll ich mich verhalten? Was soll ich tun?" und in dem Kontext als: "Ich bin unsicher, hilf mir, was soll ich tun'" und dann das, was du schon probiert hast: Ihm antworten und sagen, dass er Bei-Fuß-Laufen soll. Das hat gut funktioniert, wie du schreibst. Ich meine, weil er jetzt wusste, wie er sich verhalten soll.

    Und bevor ihr zu dem Grundstück kommt, auf dem der Jack Russel lebt, einen Bogen laufen oder die Straßenseite wechseln - damit er sich sicher bei dir/euch fühlt und gerne mit nach Hause geht.


    Ich hatte ähnliches mit meiner Hündin und gerade auch dieses Anschauen/Fragen, hat mich auf die Idee gebracht, der Hündin dann zu sagen, was ich möchte. Sie setzt das dann sehr fröhlich in Null-Komma-Nichts um und wir haben wieder eine Situation gemeinsam gemeistert (was mich sehr glücklich macht).

    Ja genau. Es zeigt sich meistens so, dass er uns erst die ganze Zeit anguckt und uns dann vor die Füße läuft und dann geht es meistens los.

    Die Denkweise mit dem "Ich bin unsicher..." kann schon richtig sein! Heute haben wir auch mit Leckerchen gearbeitet, dass funktioniert bei ihm eigentlich immer ganz gut. Und in dem Moment wusste er genau was er tun soll, war Abgelenkt und hat hinterher dickes Lob bekommen.


    Wir wohnen an einem Wendekreis mit einem angrenzenden Weg für Fahrräder/Fußgänger. Da laufen wir meistens auch durch, wodurch wir dann nicht an dem Grundstück vorbeikommen. Normalerweise reagiert er darauf auch überhaupt nicht. Nur seit den letzten 2-3 Wochen zeigt er eben dieses Verhalten.

    Das Festschnüffeln sollte spätestens 6-8 Wochen nach Einsetzen des Chips deutlich besser werden, sonst ist es nicht sexuell motiviert.

    Ja das wissen wir. Es sind heute auf den Tag genau 6 Wochen und wir merken jetzt schon, dass es besser geworden ist! Das werden wir in den nächsten 5 Monaten genaustens beobachten.


    Nehmt euch einen Trainer, der euch zum Thema "Auslastung" beraten kann. Der wird darauf schauen, ob der Hund genug aber auch nicht zuviel (nach eurer Beschreibung unwahrscheinlich) kopfmäßige und physische Auslastung bekommt. Wie schon jemand schrieb: Das richtige Maß zu finden, ist gar nicht so leicht.

    Ja das werden wir wohl in Angriff nehmen. Uns ist es wichtig, dass er die Auslastung bekommt, die er auch benötigt. Und das eben auch im richtigen Maß.

    Hi, mir kam der Gedanke, ob da andere Hunde wohnen oder sonst was sein kann, was dem Hund Stress macht, wenn er dann so loslegt.

    Ja das stimmt tatsächlich! Wir haben in der Straße, auf der anderen Seite einen Jack Russel, die verstehen sich leider gar nicht.
    Sobald der Jack Russel anfängt zu bellen (ordentliches bellen) steigt unser natürlich total drauf ein. Der Jack Russel beginnt aber immer.

    Wir sind schon immer sehr aufmerksam und versuchen eine Begegnung zu vermeiden.

    Ansonsten wäre mein Rat, einen guten Trainer/in zu kontaktieren und direkt vor Ort ne Gassirunde zu drehen und das Verhalten live zu zeigen.

    Das werden wir auch machen, sofern wir keine Besserung erkennen können. :-)

    Irgendwo festmachen und aus der Sichtweite gehen, finde ich gerade bei einem Sennenhund, unmöglich.

    Was soll der Hund davon lernen?

    Wir haben für uns einfach verschiedene Möglichkeiten ausprobiert. Was meiner Meinung nach nicht "unmöglich" ist. Aber das darf auch gerne jeder anders sehen. Deswegen schreibe ich ja hier, um weitere Tipps zu bekommen.


    Setzt euch mit den Eigenschaften/dem Charakter von einem Entlebucher auseinander.

    Wir haben uns mit der Rasse und deren Eigenschaften beschäftigt.

    Ihr werdet ganz schnell merken das sie doch etwas anders "ticken" als Hunde die man normalerweise sonst so kennt/sieht.

    Für die ist auch nicht jeder Hundesport geeignet.

    Was sind denn Hunde die man normalerweise kennt/sieht? Ich finde jetzt nicht, dass der Entlebucher so etwas außergewöhnliches ist - bei uns in der Ecke jeden Falls nicht. Jeder Hund tickt auf seine Art und Weise anders.


    Natürlich weiß ich, dass es viel Arbeit sein wird und das Thema nicht von heute auf morgen erledigt ist. :winking_face: Aber wir geben unser bestes und bleiben dran. Und wenn wir es durch die netten Tipps hier selbst nicht hinbekommen, werden wir auch einen Hundetrainer/in hinzuziehen.

    Nein wir haben es wenn über einen längeren Zeitraum versucht. Das Verhalten hat er ja einen längeren Zeitraum sehr wenig bis gar nicht gezeigt. Auffallend eben erst wieder seit ca. 2-3 Wochen und vor 6 Wochen hat er den Chip bekommen. Er hatte es auch noch nie so arg doll wie jetzt.


    Heute morgen hatte ich auch folgende Situation: Nachdem wir auf den Rückweg waren von unserem Spaziergang (Spaziergang an der Schleppi, mit seinen 5 Minuten, mit Sucharbeit) wollte er das gleiche versuchen wie sonst (er fing an mich anzuschauen und bellte los). Nur eben nicht in der Straße wie sonst, sondern schon eher. Ich habe mich dann auf die Leine gestellt, er wurde ruhig. Etwas gewartet (ca. 3-4 Minuten blöd rumstehen). Er hat sich hingesetzt und nix gemacht. Dann gab es ne Belohnung. Ab da sollte er dann konsequent Fuß laufen (was auch super geklappt hat) zwischendurch Belohnung, bis wir dann auf einmal vor der Haustür standen. Ohne bellen, ohne ausflippen, ohne ins Leine springen.

    Also ich bin auch nicht die totale Durchblickerin in der Hundeerziehung, weil Anfängerin.


    Aber bei uns hat bzgl. des Schnüffelns ein "weiter" geholfen. Schnüffelt er sich mal arg zu lang fest, gibt es ein "weiter" und in 99 % der Fälle klappt das inzwischen auch. Ich bin da auch bis heute sehr konsequent.

    Das klappt bei uns mittlerweile auch besser. Ob es jetzt tatsächlich an dem Hormonchip liegt weiß man natürlich erst, wenn dieser nicht mehr wirkt. :-) Das "Weiter" nutzen wir auch oft - funktioniert auch .. sagen wir zu 80%.


    By the way, was macht er denn, wenn er sich festschnüffelt und ihr einfach mal weiter geht ohne auf ihn zu warten oder ihn groß zu beachten (so er frei laufen darf oder an langer Schlepp)?

    Wir nutzen beides bzw. 3 verschiedene Leinen. Einmal eine ca. 2.3m Leine für den Alltag, die man natürlich noch kürzer machen kann. Dann eine Schlepp von 5m und eine von 10m. An der Schleppi lass ich ihn auch so wie er möchte. Das funktioniert auch ohne Probleme. Heute morgen waren wir auch eine große Runde spazieren und da war er auch nur an der Schleppi. Da finde ich es auch gar nicht schlimm, wenn er seine 5 Minuten hat - das gehört natürlich dazu! Irgendwo muss die Energie ja hin.


    Wenn wir im Wald spazieren sind dann läuft er auch ganz ohne Schleppi. Auch damit haben wir keine Probleme - er ist jederzeit Abrufbar und kommt auch so hinterher.

    natürlich darf er auch schnüffeln und die Nase am Boden haben, so war das nicht gemeint 😄 Es ist manchmal aber schon extrem gewesen so dass er nicht mehr ansprechbar war - und das möchten wir halt einfach nicht. Wir gehen ja immer noch mit ihm spazieren und nicht er mit uns. :-) Seine Schnüffelzeit hat er aber auf jeden Fall!


    Nein, wenn wir länger unterwegs sind nicht. Aber da fahren wir auch gerne woanders hin und haben eben nicht Situation mit dem einbiegen in unsere Straße. Weil nur da passiert es 🤷🏼‍♀️

    Vielleicht probieren wir das mal aus, dass wenn wir länger unterwegs waren einfach mal vorher aussteigen um dann zu gucken wie er drauf ist, sobald wir in unsere Straße biegen. 🫣

    Da war sie wohl schneller :-)


    Danke das werden wir jetzt auf jeden Fall! Der Gedanke mit dem Chip kam eben, da es seitdem wieder etwas mehr geworden ist. Das Verhalten war eine längere Zeit gar nicht vorhanden.


    Was meinst du genau mit " Es ist auch völlig normal für ihn das er sich jetzt so verhält"? Weil er es jetzt so verknüpft hat?

    Danke bereits an alle Tipps!


    Ich sehe den Fehler total bei uns, dass wir unser Wochenprogramm zu mager gestalten. Die Aussage mit "Nach der kurzen Runde hätte ich auch kein Bock nach Hause" trifft es wohl ziemlich gut. Daran werden wir jetzt arbeiten.

    Meinst du, dass macht Sinn den längeren Spaziergang auf morgens zu legen? Oder den einfach zusätzlich auszuweiten? Wir gehen in der Regel halt nachmittags ne deutlich längere Runde. Danach ist er auch immer total platt! Er ist halt zurzeit so drauf, dass die Nase dauerhaft auf dem Boden ist (ist seit dem Hormonchip aber schon besser geworden). Mittags ist eine längere Runde leider nicht möglich.

    Ich kann jetzt nur von meinen begrenzten eigenen Erfahrungen berichten, aber mein Hund geht z.B. morgens ca 45-75 Minuten Spaziergang und nachmittags nochmal 30-45 Minuten, und ist dazu noch ca 4-6h pro Tag im Garten, wo er teilweise wacht und teilweise "mithilft" (also er ist dabei und guckt ganz wichtig, wenn wir dort werkeln). Dazu noch einmal pro Woche Hundeschule/Training, einmal pro Woche Spielverabredung mit fester Hundefreundin (da ist dann der Morgenspaziergang auch nur 20 Min, sonst wird es bei mir vor der Arbeit auch zu eng), und wenn es nicht so heiß ist wie jetzt gerade, läuft er ein paarmal pro Woche statt dem Nachmittags-Spaziergang am Pferd oder Fahrrad mit (in ruhigem Tempo, aber das ist für ihn dann ein gleichmäßiger Trab statt einer gemütlichen Schnüffel-Zeitungsleserunde). Klar, mit diesem Tagesablauf haben wir ihm natürlich auch die entsprechende Erwartungshaltung dazu antrainiert, aber mein Hund wird schon merkbar unausgeglichener, wenn er deutlich weniger Bewegung hat.


    Was ist denn daran schlimm, wenn die Hundenase am Boden ist? Das ist für mich schon auch irgendwo der "Sinn" des Gassigehens, dass der Hund dabei in Ruhe "Zeitung lesen" kann. Wir brauchen dann auch schon mal 15 Min für einen Kilometer, aber ich finde das eigentlich ganz entspannend (und wenn ich verlange, dass der Hund zügig neben mir herläuft, kann er das auch).

    Ich merke schon. Bei uns ist zu wenig los..

    Verabredung mit einer Freundin und weiteren 3 Hunden haben wir auch regelmäßig. Und unsere Runden am Wochenende sind natürlich auch länger und mit mehr Aktion und Arbeit verbunden.


    Zum Thema Nase am Boden: Bei ihm ist es aber wirklich schon sehr extrem. Er hört dann nicht und ist völlig weg, am hecheln und würde am liebsten alles aufschlecken. Leinenführung sitzt dann auch nicht mehr wirklich drin. Aber wie gesagt, auch das ist bereits besser geworden.