Beiträge von Natsu

    Doppelpost, aber mein vorheriger Post war einfach zu lang :see_no_evil_monkey:

    Wow, ich hätte ja nicht damit gerechnet, dass das Thema so diskutiert wird und nach fast einem Tag schon 6 Seiten zusammen kommen :smiling_face:

    Bitte entschuldigt, falls ich nicht auf alles eingehe, beim Tippen vergesse ich gerne die Hälfte...


    Zunächst finde ich doch erstaunlich, dass meine ganzen Anforderungen den meisten zu hoch sind und nicht, dass ich eine Vollzeitstelle habe. Meistens wird man dafür ja schon komisch angesehen, obwohl ich mich dann immer frage, woher das Geld für ein Tier sonst kommen soll :face_with_rolling_eyes:


    Dass ein Hund – egal woher, aber aus dem Ausland besonders – immer eine Überraschung mit sich bringen kann, ist mir durchaus bewusst. Aber wieso soll ich nach „irgendeinem“ Hund schauen, wenn ich doch schon weiß, was eben nicht passt? Nur damit ich überhaupt einen Hund habe? Am Ende sitzen dann Hund, Katze und ich hier und alle sind (im besten Fall nur) unzufrieden, weil das Zusammenleben nicht funktioniert. Wenn ich keinen passenden Hund finde, leidet immerhin keiner unter der Situation. Ja, gut, ich vielleicht, weil doof ohne Hund, aber immerhin hab ich dann keine dauerhaft gestressten oder gar verletzen Tiere Zuhause...


    Genauso weiß ich natürlich, dass niemand in einem Shelter mit hunderten von Hunden jeden Hund zu 100% genau einschätzen kann. Deshalb suche ich aber auch nach einem Hund, der bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland ist. Ich kann nämlich durchaus einschätzen, ob ein gewisser Hund von meinem Kater akzeptiert/toleriert wird oder eben nicht und bei letzterem brauche ich den armen Hund dann ja auch gar nicht erst zu mir karren, um zu schauen, ob es nicht doch klappt oder weiterhin die Zeit der Pflegestelle/des Vereins dafür in Anspruch zu nehmen.

    Deshalb suche ich ja auch nach Tieren in meiner Nähe: weil ich durchaus plane, den Hund nicht sofort nach dem ersten Treffen mitzunehmen. 150-200 km wären auch noch okay, aber es gibt auch einige Vereine, die wollen, dass man in der Nähe von xy wohnt, damit sie auch die Vorkontrolle durchführen können. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und nachdem was ich in letzter Zeit alles so im Internet gefunden habe, besteht hier definitiv kein Tiermangel.


    Vielleicht habe ich ich mich ja auch zu ungenau ausgedrückt bei meinen Vorstellungen. Natürlich muss man mit einem Hund arbeiten und natürlich bekommt man keinen „perfekt“ erzogenen Junghund von egal-woher, wobei das auch immer von Halter + Hund abhängig ist.

    Ich will ja erziehen und beschäftigen, aber auch lieb haben, deshalb suche ich ja nach einem Hund. Ich brauche aber keinen Hund, bei dem man von Beginn an bereits erahnen kann, dass er in Hände von erfahrenen Leuten gehört oder der mit später den Kater jagt.

    Ein Abgabegrund wäre für mich nur, wenn es eben mit dem Kater nicht klappt. Der war nun einmal zuerst hier und der bleibt auch bis zum bitteren Ende.

    Hund ist nicht stubenrein, kann nicht alleine bleiben, kann nicht Auto fahren, schreddert meine Einrichtung? Okay, wird dran gearbeitet/Alternativen geschaffen etc.

    Hund schnappt nach Kindern oder ist absolut unverträglich? Schwierig, insbesondere wenn man die Probleme selbst mit Hundetrainer nicht in den Griff bekommen kann. Vor allem weil mir durch letzteres 2/4 Betreuungsplätzen wegfallen würden :frowning_face:


    Ich erwarte auch gar nicht, dass Hund sich jede Katze/jedes Kind/jeden fremden Hund schnappt, mit in Körbchen nimmt, dort mit ihnen kuschelt, gegenseitige Fellpflege betreibt etc.

    Wenn der Kater seine dollen 5 Minuten bekommt und durch die Wohnung wetzt, darf Hund halt nicht hinterher jagen. Generell würde es mir schon reichen, wenn er den Kater ignoriert und nicht bedrängt – so handhabt Katerchen das nämlich auch mit Hunden/Kindern.

    Gleiches gilt auch für den Kontakt mit Kindern. Es wird im Wohnzimmer in einer ruhigen Ecke ein Körbchen geben, das für alle anderen tabu ist und wenn das doch zu viel ist, könnte er sich auch im Schlafzimmer zurückziehen. Wenn das nicht ausreicht, lasse ich mir was einfallen. An Rückzugsmöglichkeiten soll es nicht scheitern. - Und JA, mir ist bewusst, dass der Hund nicht einfach friedlich am ersten Tag in das Körbchen geht und da dann von jetzt auf gleich entspannt und ruhig liegen bleibt. Das muss geübt werden, schon klar.

    Ein Hund, der sich im Zweifelsfall aber aus einer „unangenehmen/nervigen“ Situation entfernt oder das ignorieren/tolerieren kann, statt nach vorne zu gehen und vielleicht zu schnappen etc. ist in meinem Falls einfach sicherer, selbst wenn man ständig ein Auge auf das Tier hat. Ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben soll, hoffe aber, ihr versteht, wie ich das meine.


    Dadurch dass ich eben auf Vollzeit arbeite, möchte ich so viel Zeit wie möglich mit dem Tier verbringen. Wenn man sich dann verabredet und der Hund kann nicht dabei sein, wäre das ja wieder zusätzliche Zeit, die ich nicht mit ihm verbringen könnte. Im Zweifelsfall würde ich sogar den Hund vorziehen und alles andere hinten anstellen, weil ich immerhin die Verantwortung für ein Lebewesen trage, das auf mich angewiesen ist. Blöd wäre das aber trotzdem.


    Und zum Thema Kontrolle + Verträge:

    Natürlich sollen Vor- und Nachkontrolle stattfinden. Eine Selbstauskunft gebe ich gerne ab, woher soll der Verein sonst wissen, ob ich überhaupt ansatzweise in Frage käme? Nach Adoption Kontakt halten und Fotos schicken? Klar, warum nicht? Man macht doch eh so häufig Fotos von seinen Tieren, weil sie wieder irgendeinen Blödsinn gemacht haben, eine lustige Position eingenommen haben und friedlich vor sich her schnarchen. Da kann ich die Fotos oder Videos auch an den Verein weiterleiten. Müsste ich ein Tier – aus welchen Gründen auch immer – abgeben, würde ich auch wollen, dass es zu den richtigen Leuten kommt und es auch im Nachhinein noch gut hat.


    ABER es gibt Sachen, die finde ich einfach nur frech und absolut nicht in Ordnung.

    Ich fülle eine Selbstauskunft aus und muss zustimmen, dass die Daten gespeichert werden? Klar macht Sinn und ist in Ordnung. Besagte Auskunft darf an andere Vereine weitergeleitet werden, ohne dass dabei steht, was damit genau gemeint ist? Vielleicht ist damit das Partnertierheim im Ausland gemeint, dass bei der Vermittlung/Auswahl der Tiere hilft, vielleicht aber auch nicht. Also von daher: nein danke.

    Ich bezahle den Hund, darf alle anfallenden Kosten tragen und habe alle Pflichten als Halter, aber keine Rechte und der Hund bleibt Eigentum des Vereins? Operationen oder Einschläferung muss vorab besprochen und genehmigt werden? Nein danke!

    Eigentumsübertrag erst nach bsp. 6 Monaten, „Vorkaufsrecht“, Benachrichtigung, dass eingeschläfert wurde? Okay, kein Problem.

    Selbst wenn die meisten Punkte nicht rechtens sind und man die Einhaltung gar nicht durchsetzen kann, würde ich das aus Prinzip schon nicht unterschreiben.


    Seit ich mich intensiver mit Auslandstierschutz auseinander gesetzt habe, muss ich sagen, es ist echt schwierig, was zu finden, bei dem nicht meine Alarmglocken angehen. Vielleicht hab ich auch generell zu hohe Ansprüche, egal um was es geht. (Bei einem Züchter wäre das vermutlich sogar noch schlimmer, da bezahlt man immerhin auch einiges mehr, wenn es ein guter Züchter sein soll...)

    • Verein erwähnt Mittelmeer-/Reisekrankheiten nicht und test auch nicht? - Hm, ne lieber nicht
    • Tierschutz vor Ort wird nicht erwähnt, man bekommt den Eindruck, es werden einfach nur Hunde nach Deutschland geholt? - Hm, ändert nichts an dem eigentlichen Problem und man weiß nicht, wohin das Geld wirklich fließt, also hier lieber auch nicht
    • unverschämte Klauseln im Vertrag, ob rechtens oder nicht, sofern man davon vorab überhaupt erfährt? - Nö, danke

    Und wenn das halt nicht ist (oder mir noch gar nicht bekannt ist), gibt es Direktvermittlungen aus dem Ausland oder die Anforderungen sind halt teilweise utopisch.


    So wie viele von euch schreiben, scheint ein Auslandshund ja wirklich nichts für mich zu sein - obwohl es ja doch einige Leute gibt, die mit ihren Hunden Glück und/oder keine unlösbaren Probleme hatten.

    Ich glaube, ich warte noch ein bisschen bis das Interesse an Coronahunden nachgelassen hat und die Mondpreise sich wieder einpendeln und gehe dann auf Züchtersuche. Wenn in der Zwischenzeit ein geeigneter Hund vom Himmel fällt, okay. Wenn nicht, auch okay, ich fall ja nicht tot um, nur weil morgen kein Hund bei mir einzieht.

    Hallo zusammen,


    seit ca. 3 Jahren schaue ich mich gelegentlich nach einem Hund um und seit Anfang diesen Jahres bin ich aktiv auf der Suche, konnte aber noch keinen passenden Hund finden.


    Bis vor zwei Monaten dachte ich noch, ich hätte zu hohe Ansprüche und würde deshalb nichts passendes finden. Nachdem nun aber langsam das Interesse an "Coronahunden" nachlässt, scheint es doch Hunde zu geben, die für mich in Frage kämen:

    • Ersthund / Anfängerhund
    • Verträglich mit Katzen, da ein Kater bereits im Haushalt = kein Jagdtrieb & kein Futterneid (verfressener Staubsauger ist ok, aber halt kein Aggressionsverhalten)
    • Verträglich mit anderen Hunden
    • Verträglich mit Kindern, da es in meiner Familie und im Freundeskreis ein paar kleine Kinder gibt, die auch öfters mal zu Besuch kommen. Sie würden zwar nie mit meinen Tieren alleine gelassen werden und wissen, dass sie diese nicht stören/füttern etc. sollen, aber ein Hund, der z.B. Angst vor Kindern hat, wäre hier trotzdem fehl am Platz.
    • 1-3 Jahre alt
    • ca. 40 - 50 cm Höhe
    • bereits in Deutschland, damit ich den Hund kennenlernen und abschätzen kann, ob ein Zusammenleben mit meinem Kater möglich ist


    Hier ein paar Eckdaten zu mir:

    • Wohnung im Erdgeschoss inkl. eingezäunter Gemeinschaftsgarten, den der Hund allerdings nicht selbstständig betreten könnte;
    • Wohnort am Stadtrand; eher ruhig; Spaziermöglichkeiten inkl. Hundewiese gibt es genug
    • Auto ist vorhanden, zu groß darf der Hund allerdings auch nicht sein, da er sonst nicht in den Kofferraum passt
    • Vollzeitstelle, aktuell aber noch im Homeoffice & das wird voraussichtlich bis Ende des Jahres so bleiben; min. halbtägige Betreuung wäre aber gewährleistet, wenn/falls ich wieder ins Büro muss
    • bis jetzt hatte ich nur Katzen (meinen ersten Kater musste ich vor ein paar Wochen nach 18 Jahren leider einschläfern lassen und jetzt ist nur noch ein 13-jähriger Kater übrig), mit denen aber bis jetzt immer ein angenehmes Zusammenleben möglich war. Bei mir gibt es auch für Katzen die ein oder andere Regel, an die sie sich halten sollen und ansonsten wurde immer darauf geachtet, dass die Katzen ausreichend beschäftigt werden und bestimmte Macken gar nicht erst zum Problem werden (z.B. Kater frisst und zerstört alles, was halbwegs als Pflanze durchgehen könnte = keine Pflanzen mehr in der Wohnung und Katzengras nur unter Aufsicht etc.). Generell kann ich aber meine Tiere gut einschätzen/lesen und mich auf sie einstellen.
    • zwischendurch passe ich auf den Hund einer Freundin auf, weil sie Wechselschicht hat und oft am Wochenende arbeiten muss. Das klappt zwar ganz gut, als jemand mit Hundeerfahrung würde ich mich aber trotzdem nicht bezeichnen.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt sie, die Hunde, die - zumindest auf dem Papier - meinen Anforderungen entsprechen, aber dann gibt es ja auch noch die, die diese Hunde vermitteln. Und bei denen scheine ich wieder nicht zu den Hunden zu passen. Oder aber der Verein macht so einen unseriösen Eindruck, dass ich Bauchschmerzen hätte, wenn ich von dort ein Tier übernehmen würde. :/


    Ich verstehe natürlich, dass seriöse Tierschutzvereine ihre Tiere in gute Hände wissen wollen und stehe auch voll und ganz dahinter, dass potentiellen neuen Halter vorab überprüft werden, damit die Tiere nicht an den falschen geraten oder zum Wanderpokal werden. Aber manche Anforderungen an den neuen Halter sind wirklich utopisch und - für mich jedenfalls - absolut abschreckend. Ist das normal, wenn man einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren möchte oder liegt's an der aktuellen Situation? Stolpere ich einfach nur über die falschen Vereine?

    Hier mal ein paar Beispiele, die ich in den Anzeigen über Auslandshunde momentan so alles finde:

    • Junghund, Mischling: Keine Auffälligkeiten bekannt, keine spezielle Rasse erkennbar, auf Pflegestelle in Deutschland, gut eingelebt, mit allem und jedem verträglich, kann schon recht gut an der Leine laufen, stubenrein. Nur an Menschen mit Hundeerfahrung.
    • Junghund, Mischling: Keine Auffälligkeiten bekannt, keine spezielle Rasse erkennbar. Nur an Haus mit angrenzendem Garten.
    • Hund darf max. 4 Stunden täglich alleine bleiben. Nicht in der ersten Zeit, nicht am Stück, nein: Generell, insgesamt und immer. Keine Ausnahme.
    • Abgabe nur bei positiver Vorkontrolle (ok, macht Sinn. Wie soll man die Leute sonst beurteilen können) und unangekündigten (bitte was??) Nachkontrollen.
    • Hund bleibt auch nach Vermittlung Eigentum des Vereins.
    • Hunde aus Kroatien werden vermittelt. Über Mittelmeer-/Reisekrankheiten wird nicht informiert, getestet wird auch nicht.
    • Pflegestellen in Deutschland gibt es nicht, eine Rückgabe ist daher nicht möglich. Weitergabe nicht erlaubt, sonst saftige Vertragsstrafe. Hund könnte max. vom Verein in eine Pension geben werden (die natürlich einem Mitglied des Vereins gehört), für die man dann bis zur Vermittlung bezahlen darf.
    • Am krassesten fand ich bisher aber folgende Aussage, insbesondere weil ich ja meinen Kater vor kurzem einschläfern lassen musste und das ganze noch so frisch für mich ist: Der Verein muss vorab über eine Einschläferung informiert werden und dieser zustimmen, eine Einschläferung darf ohne vorheriger Benachrichtigung nur im Notfall erfolgen. Also in so einer Situation hat man doch ganz andere Sorgen und man entscheidet zusammen mit dem Tierarzt, was das beste für das Tier ist. Wer würde da denn noch stunden- oder vielleicht tagelang herumtelefonieren? Ich kenne keinen Tierarzt, der einfach ein Tier einschläfern würde, wenn es nicht notwendig wäre. :pouting_face:


    Wie gesagt, es handelt sich hier nur um Beispiele und diese sind auch von verschiedenen Vereinen. Wer weiß, was da noch alles in den Verträgen steht, viele wollen den Inhalt vorab ja nicht einmal besprechen. Und bei einigen Vereinen habe ich mich nicht einmal gemeldet, weil die vorab eine Selbstauskunft haben wollte, in der man bereits bestätigen sollte, dass die die persönlichen Daten weitergeben dürfen etc.

    Es ist wirklich zum Mäuse melken und ich weiß echt nicht, ob es sich überhaupt lohnt, weiter nach einem Hund aus dem Tierschutz zu suchen. :loudly_crying_face: Die Tierheime im Umkreis von fast 100 km sind so gut wie leer und haben nur noch Listenhunde oder wirkliche Problemhunde, für die man entsprechende Erfahrungen benötigt und vom Züchter möchte ich eigentlich keinen Hund (zum einen, weil der erste Hund bei mir kein Welpe sein soll und zum anderen, weil gerade jeder vermehrt und Welpen momentan zu absoluten Mondpreisen angeboten werden).


    Was meint ihr? Drehen alle immer noch durch, weil wegen Corona und ich muss einfach noch ein bisschen warten, bis sich alle wieder beruhigt haben oder ist das mittlerweile gängige Praxis im Tierschutz und wenn ich damit nicht einverstanden bin, muss ich mich doch nach einem Züchter umschauen? Natürlich letzteres auch erst, wenn die Leute eingesehen haben, dass sich Vermehrungen nicht mehr lohnen...

    Oder liegt es doch an mir? Muss ich erst im Lotto gewinnen, meinen Job kündigen und ein Haus mit Garten kaufen, damit ich einen Hund halten kann, der aber doch nie wirklich mir gehören wird?


    VG

    Hallo,


    ich bin Natsu, 28 Jahre alt und lebe mit meinen zwei älteren Katern in NRW. Noch bin ich Nicht-Hundehalter, überlege nun aber schon seit ein paar Jahren, mir einen Hund anzuschaffen.